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Nomaden der Arbeit

Überleben in den USA im 21. Jahrhundert

By Jessica Bruder
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Nomaden der Arbeit by Jessica Bruder

Über Monate begleitete die Journalistin Jessica Bruder in den USA Menschen, die Haus oder Wohnung aufgegeben haben, um im Wohnwagen zu leben – immer unterwegs, von Job zu Job. Nomaden der Arbeit (2019) ist eine faszinierende Entdeckungstour durch diese Subkultur mehrheitlich älterer Menschen, die den „normalen“ Lebensentwurf aufgegeben haben, um neue Wege zu gehen.

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Die amerikanische Investigativ-Journalistin Jessica Bruder ist subkulturellen und wirtschaftlich-sozialen Entwicklungen auf der Spur. Ihr Leitartikel The End of Retirement, der die Grundlage für Nomaden der Arbeit war, wurde mit dem James Aronson Award for Social Justice Journalism ausgezeichnet. Ihre Texte erscheinen u.a. in der New York Times, Washington Post und The Guardian. Zudem unterrichtet sie journalistisches Schreiben an der Columbia Journalism School.

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Nomaden der Arbeit

Überleben in den USA im 21. Jahrhundert

By Jessica Bruder
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Nomaden der Arbeit by Jessica Bruder
Synopsis

Über Monate begleitete die Journalistin Jessica Bruder in den USA Menschen, die Haus oder Wohnung aufgegeben haben, um im Wohnwagen zu leben – immer unterwegs, von Job zu Job. Nomaden der Arbeit (2019) ist eine faszinierende Entdeckungstour durch diese Subkultur mehrheitlich älterer Menschen, die den „normalen“ Lebensentwurf aufgegeben haben, um neue Wege zu gehen.

Key idea 1 of 8

Moderne Arbeitsnomaden in den USA geben ihr trautes Heim auf, um im Wohnwagen von Job zu Job zu reisen.

Zur Zuckerrübenernte nach North Dakota, zum Weihnachtsgeschäft ins Amazon-Lager nach Texas. Die US-amerikanischen Arbeitsnomaden könnte man als Wandervögel des Billiglohnsektors bezeichnen. Mittlerweile sind viele Namen für sie entstanden: Workamper, Vandweller oder Rubber Tramps. Sie alle bezeichnen Menschen, die sich einen festen Wohnsitz nicht mehr leisten können und das Land durchstreifen, um dort zu arbeiten, wo sie gerade gebraucht werden.

Das Arbeitsnomadentum hat in den USA eine lange Tradition. Durch die Weltwirtschaftskrise 1929 verloren zahllose Menschen Heim und Auskommen. In den 1930er-Jahren, die auch als Phase der Große Depression bezeichnet werden, machten sich viele auf den Weg, um anderswo ihr Glück zu finden.

Don Wheeler, ein Workamper-Veteran, dem die Autorin bei ihrer Recherche begegnete, datiert sein Erbe noch weiter zurück. Er sieht Ähnlichkeiten zu den Kesselflickern, Schwertschärfern und Rüstungsflickern, die in der römischen Antike den Legionen folgten. Immer dorthin, wo Arbeit benötigt wurde.

Wie ihre antiken Vorfahren sind auch die heutigen Workamper nicht wählerisch – und könnten es sich ebenso wenig leisten. Sie fahren dorthin, wo es gerade Arbeit gibt, und scheuen dafür keine langen Wege, quer durch die USA. Viele sind höheren Alters und haben ihre Altersvorsorge verloren. Sie besitzen allerhand Berufserfahrung in den unterschiedlichsten Anstellungen und sind harte Arbeit und lange Schichten gewohnt.

Dies trifft auch auf Linda May zu, die die Autorin mehrere Monate auf ihrer Odyssee begleitete. Die 65-jährige Großmutter hat in ihrem Leben schon als Truckerin, Kellnerin, Geschäftseigentümerin, Bauinspektorin, Hundebetreuerin und Pflegerin gearbeitet. All das, während sie meist allein zwei Töchter großzog. Unter den Vandwellern sticht Linda heraus, weil sie einen College-Abschluss hat. Doch trotz Hochschulabschluss und lebenslanger harter Arbeit konnte sie sich keine Rente erwirtschaften. Um Geld zu sparen, beschloss sie, on the road zu leben.

Bei den Arbeitgebern sind die Workamper trotz ihres ungewöhnlichen Lebensstils beliebt. Scott Lindgren wirbt über seine Zeitarbeitsfirma alljährlich Arbeitsnomaden für die Zuckerrübenernte an. Er ist geradezu stolz auf „seine Workamper“, wie er sie nennt, und lobt ihre hohe Arbeitsmoral und Verlässlichkeit.

Für viele Menschen sind die Arbeitsnomaden allerdings Gescheiterte: verarmte Obdachlose, die mal der Mittelschicht angehörten. Doch das Selbstverständnis der Vandweller ist ein ganz anderes und speist sich aus dem Mythos vom amerikanischen Traum.

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