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Neustart im Kopf

Wie sich unser Gehirn selbst repariert

By Norman Doidge
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Neustart im Kopf: Wie sich unser Gehirn selbst repariert by Norman Doidge

In Neustart im Kopf (2008) geht es um die Lernfähigkeit und die Selbstheilungskräfte unseres Gehirns. Das Gehirn ist viel widerstandsfähiger und flexibler, als wir lange dachten: Selbst bei ausgeprägten Angststörungen oder nach schweren Verletzungen reichen oft bestimmte Übungen aus, um dem Gehirn zu helfen, damit umzugehen. Das zeigen die Blinks anhand zahlreicher Geschichten von Wissenschaftlern, Ärzten und Patienten.

  • Jeder, der sich für die Funktionsweise seines Gehirns interessiert
  • Jeder, der sein Gehirn jung und fit halten möchte
  • Interessierte am relativ neuen Forschungsgebiet der Neuroplastizität

Norman Doidge ist ein kanadischer Psychologe, Psychoanalytiker und Wissenschaftler. Er forscht am Zentrum für Psychoanalytisches Training an der Universität Toronto. Als Autor, Essayist und Dichter hat er viermal den kanadischen National Magazine Gold Award gewonnen. Neustart im Kopf ist sein erstes Buch – und wie auch sein zweites, Wie das Gehirn heilt, ein internationaler Bestseller.

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Neustart im Kopf

Wie sich unser Gehirn selbst repariert

By Norman Doidge
  • Read in 19 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 12 key ideas
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Neustart im Kopf: Wie sich unser Gehirn selbst repariert by Norman Doidge
Synopsis

In Neustart im Kopf (2008) geht es um die Lernfähigkeit und die Selbstheilungskräfte unseres Gehirns. Das Gehirn ist viel widerstandsfähiger und flexibler, als wir lange dachten: Selbst bei ausgeprägten Angststörungen oder nach schweren Verletzungen reichen oft bestimmte Übungen aus, um dem Gehirn zu helfen, damit umzugehen. Das zeigen die Blinks anhand zahlreicher Geschichten von Wissenschaftlern, Ärzten und Patienten.

Key idea 1 of 12

Umgehungsstraßen: Ist ein bestimmter Bereich im Gehirn geschädigt, übernimmt ein anderer dessen Aufgaben.

Jahrelang waren Mediziner und Wissenschaftler davon überzeugt, dass sich das Gehirn im Kindesalter ausbildet und dann so bleibt, wie es ist – bis es im Alter langsam immer mehr nachlässt und uns irgendwann ganz im Stich lässt.

Mittlerweile hat sich dieses Bild gewandelt. In den letzten Jahren wurde immer mehr über die sogenannte Neuroplastizität bekannt – die Fähigkeit des Gehirns, sich den Umständen anzupassen und sich weiterzuentwickeln.

Diese Fähigkeit führt auch dazu, dass unser Gehirn teilweise ganz erstaunliche Selbstheilungskräfte entwickelt. Wenn wir durch eine Krankheit oder einen Unfall einen Teil unseres Gehirns verlieren oder beschädigen, heißt das keineswegs, dass die Fähigkeiten, die dort zu Hause waren, auf ewig verloren sind. Denn in einem solchen Fall beginnt ein anderer Teil unseres Gehirns, diese Aufgaben zu übernehmen. Mit der Zeit lernt er, sie immer besser zu erfüllen, und wenn wir Glück haben, sind wir irgendwann geistig wieder genauso fit wie zuvor.

Das gilt sowohl für ganze Bereiche des Gehirns – teilweise sogar eine komplette Gehirnhälfte – als auch für kleinere neuronale Verbindungen. Sobald eine von ihnen gekappt wird, springt eine andere ein. Dieses Phänomen wird als Demaskierung bezeichnet. Der Begriff bezieht sich darauf, dass eine vorher verborgene Struktur nun sichtbar wird – sie nimmt quasi ihre Maske ab und zeigt, was sie wirklich kann.

Davon profitierte z.B. Cheryl Schlitz, eine Frau, die nach einer Erkrankung ihren Gleichgewichtssinn verloren hatte und über fünf Jahre unter Koordinationsproblemen litt: Sobald sie stand oder versuchte zu gehen, fiel sie um. Ihr Therapeut Paul Bach-y-Rita nutzte die Neuroplastizität, um in ihrem Gehirn eine Art Umgehungsstraße zu bauen.

Dazu entwickelte er ein Gerät, das sich in einem Helm befand und ihr über ein Blättchen auf der Zunge Impulse gab, mit denen sie sich im Raum orientieren konnte. Diese Impulse halfen dem Bereich des Gehirns, der für die Zunge zuständig war, die Aufgaben des Gleichgewichtssinns zu erlernen und zu übernehmen. Nach wenigen Monaten konnte Cheryl wieder stehen und gehen wie ein ganz gesunder Mensch.

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