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Muße

Vom Glück des Nichtstuns

By Ulrich Schnabel
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Muße: Vom Glück des Nichtstuns by Ulrich Schnabel

Zeit ist Geld. Muße ist Verschwendung. Und jeder Müßiggänger ein Prasser. Soweit die kapitalistische Verwertungslogik unserer Gesellschaft. Doch wie effizient ist die Minimierung der Freizeit wirklich? In Muße (2010) erklärt Ulrich Schnabel, weshalb kurze Phasen der Untätigkeit wichtig sind und wie man sie sich verschafft – allen Widrigkeiten der Leistungsgesellschaft zum Trotz.

  • Stressbacken und Anti-Chiller
  • Alle, die unter chronischem Zeitmangel leiden
  • Jeder, der Angst vor dem Burn-out hat

Als studierter Physiker und Journalist bemüht sich Ulrich Schnabel um die verständliche Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an ein breites Publikum. Seit 1993 arbeitet er als Redakteur und Autor im Ressort Wissen der Wochenzeitschrift Die Zeit. Darüber hinaus doziert er regelmäßig an der Henri-Nannen-Journalistenschule. Sowohl in seinen Büchern als auch in seinen journalistischen Publikationen beschäftigt er sich vorwiegend mit Themen aus dem Grenzbereich von Natur- und Geisteswissenschaften. Sein Buch Die Vermessung des Glaubens wurde 2009 zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt.

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Muße

Vom Glück des Nichtstuns

By Ulrich Schnabel
  • Read in 15 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 9 key ideas
Muße: Vom Glück des Nichtstuns by Ulrich Schnabel
Synopsis

Zeit ist Geld. Muße ist Verschwendung. Und jeder Müßiggänger ein Prasser. Soweit die kapitalistische Verwertungslogik unserer Gesellschaft. Doch wie effizient ist die Minimierung der Freizeit wirklich? In Muße (2010) erklärt Ulrich Schnabel, weshalb kurze Phasen der Untätigkeit wichtig sind und wie man sie sich verschafft – allen Widrigkeiten der Leistungsgesellschaft zum Trotz.

Key idea 1 of 9

Muße braucht Zeit und die richtige innere Haltung.

„Mehr Muße!“ – so lautet die Botschaft dieser Blinks. Aber was bedeutet Muße überhaupt? Früher verstand man darunter die Zeit, in der man nicht gearbeitet hat. Heute definiert der Duden Muße als „freie Zeit und Ruhe, um etwas zu tun, was den eigenen Interessen entspricht“. Muße ist also gleich Freizeit, aber nicht jede Freizeit ist Muße.

Muße braucht Zeit, so viel steht fest. Entscheidend ist allerdings nicht, dass es sich dabei um freie Zeit handelt, sondern, dass man sie frei einteilen darf. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die autonome Zeiteinteilung ein wesentlicher Faktor ist, der bestimmt, wie gestresst oder entspannt sich Menschen fühlen.

Eine dieser Studien wurde von dem Londoner Epidemiologen Michael Marmot durchgeführt. Er bewies: Je freier die getesteten Beamten über ihre Zeiteinteilung bestimmen konnten, desto niedriger war ihr Stresslevel und desto kleiner das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Tatsächlich könnte also jemand, der seinen Beruf liebt und völlig in seiner Tätigkeit aufgeht, auch Arbeitszeit als Muße empfinden – vorausgesetzt er darf seinen Tagesablauf selbstständig gestalten.

Es gibt jedoch ein Hindernis auf dem Weg zur absoluten Muße: die ständige Erwartungshaltung, wir müssten dieses und jenes Sinnvolles mit unserer Zeit anfangen. Müßig sein kann nur, wer es schafft, sich ganz auf die Gegenwart zu konzentrieren und sich vorübergehend von seinen Erwartungen zu befreien. Muße ist nämlich die Zeit, die ihren Wert in sich selbst trägt und keinem festgelegten Zweck dient.

Vergiss also den Sinn und Zweck deiner Tätigkeit und denke ausnahmsweise nicht darüber nach, wie wertschöpfend sie ist. Damit dir das gelingt, musst du dich zunächst von dem Gedanken befreien, andauernd nach Optimierung streben und Optionen abwägen zu müssen. Ein Buch zu lesen kann z.B. eine wunderbare Form von Müßiggang sein – aber nur, wenn du dabei nicht ständig darüber nachdenkst, ob es nicht vielleicht noch bessere Literatur zum Thema gäbe oder wie nützlich die Lektüre für deine Karriere ist.

Bestimme also so weit wie möglich selbst über die Einteilung deiner Zeit und konzentriere dich dann voll und ganz auf den Moment. Im nächsten Blink erfährst du, woher der ständige Zeitdruck kommt und weshalb so viele Menschen überhaupt gestresst sind.

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