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Mit Ignoranten sprechen

Wer nur argumentiert, verliert

By Peter Modler
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Mit Ignoranten sprechen by Peter Modler

Mit manchen Menschen stößt man in einer Diskussion immer wieder an seine Grenzen, da sie Sachverhalte und Argumente, die man selbst für unumstößlich hält, nicht anerkennen und auf einer ganz anderen Ebene reden. Solche Menschen sind Ignoranten, doch ihre Ignoranz ist mehr als bloßes Unwissen, denn dahinter stecken oft klare Absichten. Ignoranten wollen ihre Gegner verunsichern, die Oberhand gewinnen und den Sieg davontragen. Mit Ignoranten sprechen (2019) zeigt, wie du solche Zeitgenossen schon nach ein paar Minuten erkennst, ihnen entgegentrittst und dich auch in hitzigen Auseinandersetzungen gegen sie behauptest.

  • Alle, die sich in Streitgesprächen besser behaupten wollen
  • Frustrierte, die regelmäßig mit scheinbar gegen Argumente resistenten Menschen zu tun haben

Peter Modler war lange Zeit Unternehmer, bis er 1998 in die Beratung wechselte. Er ist Erfinder des Arroganz-Trainings®, welches er in seinem Bestseller Das Arroganz-Prinzip vorstellt, und arbeitet darüber hinaus als Dozent an der Universität Freiburg.

 

Original: Mit Ignoranten sprechen © 2019 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Mit Ignoranten sprechen

Wer nur argumentiert, verliert

By Peter Modler
  • Read in 12 minutes
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Mit Ignoranten sprechen by Peter Modler
Synopsis

Mit manchen Menschen stößt man in einer Diskussion immer wieder an seine Grenzen, da sie Sachverhalte und Argumente, die man selbst für unumstößlich hält, nicht anerkennen und auf einer ganz anderen Ebene reden. Solche Menschen sind Ignoranten, doch ihre Ignoranz ist mehr als bloßes Unwissen, denn dahinter stecken oft klare Absichten. Ignoranten wollen ihre Gegner verunsichern, die Oberhand gewinnen und den Sieg davontragen. Mit Ignoranten sprechen (2019) zeigt, wie du solche Zeitgenossen schon nach ein paar Minuten erkennst, ihnen entgegentrittst und dich auch in hitzigen Auseinandersetzungen gegen sie behauptest.

Key idea 1 of 7

Ignoranten orientieren sich an Hierarchien, nicht an Argumenten.

Hättest du damit gerechnet, dass Donald Trump im Jahr 2016 US-Präsident werden würde? Für viele war er eine Mischung aus Bully und Ignorant, daher schien sein Wahlerfolg unvorstellbar und entsprechend unwirklich. Die Wahl zeigte aber auch: Ignoranten sollte man nicht unterschätzen. Sie mögen niveaulos erscheinen, erreichen mit ihrem Kommunikationsstil aber ihr Ziel, im Zweifelsfall auch das Oval Office. Wie kommunizieren solche Menschen und was unterscheidet sie von anderen?

Die US-amerikanische Soziolinguistin Deborah Tannen beschreibt dies anhand zweier unterschiedlicher Kommunikationssysteme. Eines verläuft in der horizontalen, eines in der vertikalen Ebene.

Das horizontale Kommunikationssystem kennen wir zum Beispiel aus Schule oder Universität. Hier geht es um Inhalte, Argumente und eine produktive Diskussion und weniger darum, in welcher Hierarchie sich die Sprechenden zueinander befinden. Alle sprechen bereits dieselbe Sprache und es muss keine Hackordnung etabliert werden.

Ignoranten sind meistens im vertikalen Kommunikationssystem unterwegs. Sie wollen Rang und Revier ausfechten und solange diese nicht eindeutig sind, gibt es in diesem System auch keinen produktiven Austausch. Denn um Fragen der Hierarchie zu klären, kommen ganz andere Kommunikationsstrategien zum Einsatz als beim horizontalen Stil. Und bei denen geht es nicht vorrangig um Inhalte.

Gerade wenn Interessenkonflikte ausgetragen werden müssen, etwa beim Gespräch mit dem Chef oder während einer Wahlkampfdebatte, kann ein Gespräch leicht eskalieren. Dies geschieht auf drei Stufen: In der ersten Stufe, dem sogenannten High Talk, geht es noch gesittet zu. Der Ton wird vielleicht schärfer, aber das Gespräch dreht sich noch um das eigentliche Thema. Beim High Talk punktet man mit Sachkenntnis, Bildung und starken Argumenten. Der gebildete Diskurs orientiert sich daran und für horizontal Kommunizierende ist er der Goldstandard. Vertikal Kommunizierende erreicht man damit jedoch kaum.

Die nächste Eskalationsstufe ist der Basic Talk. Er wird von vertikal Kommunizierenden bevorzugt. Hier braucht es keine langen Argumentationsketten mehr, stattdessen reichen kurze und einfache Sätze, die auch aggressiv oder persönlich verletzend sein können, wie etwa: „Das glaubst du doch wohl selbst nicht!“

Die dritte und letzte Stufe der Eskalation ist der Move Talk. Er ist nonverbal und es geht nur noch um Gesten, Gebärden und räumliche Präsenz. Dies kann ein verweigerter Handschlag oder auch die demonstrative Positionierung am Kopfende des Tisches sein.

Hat das Gespräch einmal die erste Stufe, den High Talk, verlassen, haben Argumente keine Wirkung mehr. Wie sich Ignoranten das zunutze machen und wie Trump damit Clinton zu schaffen machte, schauen wir uns im folgenden Blink an.

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