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Menschlichkeit rechnet sich

Warum Wertschätzung über den Erfolg von Unternehmen entscheidet

By Stephan Brockhoff & Klaus Panreck
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Menschlichkeit rechnet sich by Stephan Brockhoff & Klaus Panreck
Synopsis

Menschlichkeit ist auch heute noch in vielen Unternehmen ein knappes Gut, denn was sich vermeintlich nicht rechnen lässt, steht niedrig im Kurs. Dabei verkennen die zahlenversessenen Hardliner, was die moderne Betriebswissenschaft längst weiß: Menschlichkeit lohnt sich sehr wohl. Diese Blinks sind nicht nur ein Plädoyer für mehr Respekt, Integrität und Wertschätzung in Unternehmen. Sie rechnen dir anhand konkreter Beispiele außerdem vor, wie sich die Vorteile von mehr Menschlichkeit in Firmen in konkreten Kennziffern ausdrücken.

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Konzentriere dich auf die Stärken deiner Mitarbeiter, schenke ihnen Vertrauen und kommuniziere offen und ehrlich.

Der Trend der weniger autoritär aufgebauten Start-ups täuscht darüber hinweg, dass die meisten Unternehmen auch heute noch durch und durch klassisch funktionieren: Es herrschen strenge Hackordnungen, forsche Vorschriften und eine kompetitive Kultur. Dabei ist die Zeit längst reif für mehr Menschlichkeit.

Am schlimmsten ist der ewige Fokus auf die Schwächen der Menschen. Mitarbeiter werden in Evaluationsgesprächen in die Mangel genommen, für ihre Makel getadelt und für Fehler bestraft. So viel Negativität macht weder glücklich noch erfolgreich. Es ist viel produktiver, sich im Rahmen einer konstruktiven Kommunikationskultur auf die Stärken jedes Mitarbeiters zu konzentrieren und diese ganz gezielt zu fördern. Begreife Fehler als Lernchancen! Hinter jedem Fehltritt steckt ein großer Entwicklungsschritt. Vertraue auf die Einsicht deiner Mitarbeiter und du wirst sehen, dass sie ohne Angst und Einschüchterung von allein Verantwortung übernehmen.

Ein schönes Beispiel stammt vom IT-Riesen IBM. Dort setzte ein Mitarbeiter ein 600.000 Dollar schweres Projekt in den Sand. Der Angestellte rechnete mit einer satten Schelte und der fristlosen Kündigung, doch die Reaktion von CEO Tom Watson war das komplette Gegenteil: „Entlassen? Kommt gar nicht in Frage! Ich habe gerade 600.000 Dollar in Ihre Weiterbildung investiert!“

Im Grunde liegt doch auf der Hand, dass ständiges Controlling und Monitoring nur Misstrauen schüren. Wer sich ständig überwachen lassen und selbst die kleinsten Entscheidungen erklären muss, verliert die Lust an der Eigeninitiative. Übertrieben überwachte Angestellte stecken ihre Energie nicht mehr in Kreativität und Innovation, sondern in den Kampf gegen das System. Dass das anders geht, zeigen Beispiele wie das von VW. Der weltweit erfolgreiche Autobauer hat z.B. die völlig überholte Stechuhr abgeschafft und sammelt nun auch ohne Zeiterfassung positive Erfahrungen am Fließband.

Ein weiteres Problem ist die Geheimniskrämerei vieler Vorgesetzter. Wenn Führungskräfte mit ihren Zielen und Absichten hinterm Berg halten, sind Orientierungslosigkeit und brodelnde Gerüchte wie dieses vorprogrammiert: „Die Meier ist befördert worden. Na, mit dem die wohl geflirtet hat?“ Das führt zu unnötigem Frust und dem Glauben, Beziehungen seien wichtiger als Leistung. Wer soll sich da noch ins Zeug legen? Und noch wichtiger: Wie geht das besser?

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