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Mein kompetentes Baby

Wie Kinder zeigen, was sie brauchen

By Nora Imlau
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Mein kompetentes Baby by Nora Imlau
Synopsis

Babys sind klein und hilflos und können nicht zeigen, was sie brauchen? Von wegen! In den Blinks zu Mein kompetentes Baby (2016) erfährst du, welche Fähigkeiten Kinder von Geburt an mitbringen. Wenn wir uns von ihren Signalen leiten lassen und darauf vertrauen, dass sie selbst die besten Experten für ihre eigenen Bedürfnisse sind, können wir die Babyzeit viel entspannter genießen. Und festigen gleichzeitig die Beziehung zu unserem Kind.

Key idea 1 of 8

Babys kommen mit angeborenen Kompetenzen auf die Welt, die Eltern den Weg weisen.

Kennst du die Ultraschallbilder von ungeborenen Babys, die im Bauch der Mutter bereits an ihrem Daumen nuckeln? Kein Wunder: Der Tastsinn ist die erste Fähigkeit, die ein Kind im Mutterleib entwickelt. Tatsächlich können ungeborene Kinder Berührungen bereits ab der zwölften Schwangerschaftswoche wahrnehmen. Und mit dem Nuckeln übt das Baby schon einmal fürs Stillen. Babys kommen also bereits gut trainiert auf die Welt.

Außerdem hat die Evolution den Kleinen einen jahrtausendealten Erfahrungsschatz in die Gene eingeschrieben. Alles, was sich in der Menschheitsgeschichte als Überlebensvorteil erwiesen hat, begreifen sie bereits instinktiv. Deshalb werden sie etwa nachts instinktiv nervös, wenn kein Erwachsener in der Nähe ist – früher hätte das durchaus bedeuten können, dass der Nomadenstamm ohne sie weitergezogen ist.

Babys kommen also keineswegs als unbeschriebenes Blatt zur Welt. Nora Imlau bezeichnet sie sogar als kompetent. Mit Kompetenzen meint sie Fähigkeiten, die in ihnen schlummern, aber nur unter den richtigen Bedingungen zum Vorschein kommen. Und zwar, wenn Babys spüren, dass ihre Eltern ihnen zutrauen, dass sie selbst am besten wissen, was sie brauchen. Sie also stillen, wenn sie uns vermitteln, dass sie Hunger haben – selbst wenn sie erst vor fünf Minuten getrunken haben. Oder sie schlafen lassen, wenn sie Müdigkeitssignale zeigen, auch wenn sie vor Kurzem bereits ausgiebig geschlafen haben. 

 

Um sich mitteilen zu können, haben Babys bereits eine ausgeprägte und völlig funktionstüchtige Mimik. Eine ihrer raffiniertesten Strategien besteht darin, die Mimik der Eltern zu spiegeln. Damit signalisieren sie nicht bloß ihre Aufmerksamkeit, sondern bestätigen auch die elterlichen Bemühungen. So sorgen sie dafür, dass Mama und Papa in ihrer Elternrolle selbstbewusster werden. Anders ausgedrückt: Babys leisten ganz aktive Beziehungsarbeit! 

 

Akzeptieren wir, dass Babys die besten Experten für ihre eigenen Bedürfnisse sind, kann das sehr befreiend sein. Als Eltern müssen wir bloß die Signale des Kindes erkennen und darauf reagieren. Vertrauen wir auf die Kompetenzen unseres Babys, weist der kleine Knirps uns den Weg, und wir können gar nichts mehr falsch machen. 

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