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Marie Curie

Die erste Frau der Wissenschaft

By Barbara Goldsmith
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Marie Curie by Barbara Goldsmith

Zwei Nobelpreise, geniale wissenschaftliche Durchbrüche, ein tragischer Verlust, unermüdliche Arbeit in den Lazaretten des Ersten Weltkrieges und eine Affäre, die ganz Frankreich in Atem gehalten hat: Im Leben von Marie Curie war so einiges los. In unseren Blinks zu Marie Curie (2010) von Barbara Goldsmith erzählen wir ihre Geschichte und versuchen, dir die Frau und die Persönlichkeit hinter dem Mythos vorzustellen.

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Barbara Goldsmith war eine US-amerikanische Journalistin und Autorin. Sie hat zahlreiche Bücher geschrieben, in denen sie sich vor allem mit historischen Ereignissen beschäftigte. Viele von ihnen sind in den USA Bestseller und haben Barbara Goldsmith zahlreiche Preise eingebracht, unter anderem einen Emmy Award. Schon als Kind hatte sie ein Bild von Marie Curie und ihren beiden Töchtern in ihrem Zimmer hängen. Marie Curie ist ihr letztes Werk, sie starb 2016 im Alter von 85 Jahren.

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Marie Curie

Die erste Frau der Wissenschaft

By Barbara Goldsmith
  • Read in 16 minutes
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Marie Curie by Barbara Goldsmith
Synopsis

Zwei Nobelpreise, geniale wissenschaftliche Durchbrüche, ein tragischer Verlust, unermüdliche Arbeit in den Lazaretten des Ersten Weltkrieges und eine Affäre, die ganz Frankreich in Atem gehalten hat: Im Leben von Marie Curie war so einiges los. In unseren Blinks zu Marie Curie (2010) von Barbara Goldsmith erzählen wir ihre Geschichte und versuchen, dir die Frau und die Persönlichkeit hinter dem Mythos vorzustellen.

Key idea 1 of 10

Der heimliche Stolz.

Maria Salomee Skłodowska, von ihrer Familie liebevoll Mania gerufen, wurde am 7. November 1867 in Warschau geboren – und stach bereit als Kind hervor. Als sie vier Jahre alt war, sah sie, wie sich ihre ältere Schwester Bronia mit einem Buch abmühte. Sie nahm es ihr aus der Hand und las ihr den ersten Satz fehlerfrei vor.

So begabt die junge Mania war, so ungünstig waren die damaligen Umstände. Polen war bereits seit über fünfzig Jahren russisch besetzt. Und die Russen versuchten, die polnische Kultur und Identität zu unterdrücken. Es war verboten, an den Schulen Polnisch zu sprechen, alle Straßenschilder waren auf Kyrillisch und selbst das Wort „Polen“ war von der Landkarte verschwunden. 

An der Schule der kleinen Mania versuchten die Lehrer, den polnischen Kindern heimlich etwas über ihre Wurzeln und ihre nationale Identität beizubringen. Wenn auf dem Stundenplan „Botanik“ stand, unterrichteten sie polnische Geschichte. Und wenn eine Glocke erklang, musste Marie blitzschnell ihr polnisches Schulbuch verschwinden lassen und ein russisches hervorholen. Mit diesem Ungehorsam brachten sich die Lehrer in große Gefahr, denn die Russen hängten Polen, die sich nicht an ihre Regeln hielten, in den öffentlichen Parks an den Bäumen auf und ließen sie zur Warnung für die anderen dort wochenlang baumeln. 

Marias Familie bekam die russische Besatzung ganz besonders zu spüren. Sie war nämlich polnischer Landadel, Szlachta genannt. Die Russen hatten ihnen nicht nur das kulturelle Leben genommen, sondern auch ihr Eigentum: Sie hatten ihre weitläufigen Güter und Landsitze beschlagnahmt, und mittlerweile lebte die Familie in sehr einfachen Verhältnissen in Warschau. Vom Glanz der früheren Tage war nichts mehr übrig. Manias Mutter lernte zum Beispiel das Schusterhandwerk, um das Schuhwerk für ihre fünf Kinder günstig selbst herzustellen.

Manias Eltern hatten beide eine hervorragende Ausbildung: Ihre Mutter arbeitete als Schulleiterin und ihr Vater war Professor der Physik – die Russen erlaubten ihm allerdings nicht, zu unterrichten. Er gab heimlich Vorlesungen auf Polnisch, wurde erwischt und verlor deswegen seinen Job. Und damit auch seine Dienstwohnung. Die Familie mietete ein Haus an und sah sich gezwungen, Schüler aus der Provinz dort aufzunehmen, um etwas dazuzuverdienen. 

Es wurde eng. So eng, dass Mania längere Zeit auf einem Sofa im Esszimmer schlief. Und mit der Enge breiteten sich die Krankheiten auch schneller aus. Im Alter von sieben Jahren verlor Maria ihre Schwester Zosia an Typhus, und wenige Wochen später ihre Mutter Bronisława an Tuberkulose.

Um ihre Trauer zu bewältigen, stürzte sich Mania wie besessen in ihre Schulbücher. Die Familie Skłodowski hatte ihre Nation und ihren Reichtum verloren. Mania hatte ihre Mutter, ihre Schwester und ihren Glauben an Gott verloren. Aber ihren Widerstandsgeist und ihren Intellekt konnten die Russen ihr nicht nehmen.

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