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Management Reloaded

Plan B

By Martin Kornberger
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Management Reloaded: Plan B by Martin Kornberger

Du erfährst, warum die Führungsmethoden der letzten hundert Jahre an ihre Grenzen gelangen und in welchen Dilemmas Manager heutzutage stecken. Plan B zeigt Ansätze für ein modernes Management, das den Herausforderungen der digitalen Welt gerecht wird, und beleuchtet einige Beispiele dafür.

  • Jeder, der an den grundlegenden Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft interessiert ist
  • Führungskräfte
  • Online-Käufer, die von den ständigen Bewertungsaufforderungen genervt sind

Martin Kornberger baute in Sydney die erfolgreiche Beratungsfirma PLAY Communications auf und arbeitet zurzeit an der Copenhagen Business School als Professor für Strategie und Organisation.

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Management Reloaded

Plan B

By Martin Kornberger
  • Read in 10 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 6 key ideas
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Management Reloaded: Plan B by Martin Kornberger
Synopsis

Du erfährst, warum die Führungsmethoden der letzten hundert Jahre an ihre Grenzen gelangen und in welchen Dilemmas Manager heutzutage stecken. Plan B zeigt Ansätze für ein modernes Management, das den Herausforderungen der digitalen Welt gerecht wird, und beleuchtet einige Beispiele dafür.

Key idea 1 of 6

Der Kapitalismus widerspricht sich selbst.

Man mag vom Kapitalismus halten, was man will. Aber ein Grundwert, für den er steht, ist uns allen wichtig: die Freiheit. Der Kapitalismus steht speziell für ökonomische Freiheit. Jeder wirtschaftet nach eigenem Ermessen, strebt nach Gewinn, so gut er kann. Auf diese Weise setzten sich bisher Produktivität und Innovation durch, und alle profitieren davon. Soweit die Theorie.

Dumm nur, dass sich in der Praxis ein entscheidender Widerspruch auftut: Der Kapitalismus verspricht ökonomische Freiheit, funktioniert aber mittels Hierarchien – Manager, die das System verwalten, also dem Gegenteil von Freiheit.

Dieses Problem teilt er mit der Demokratie, einem anderen Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Erklärt hat das der deutsche Soziologe Robert Michels schon vor hundert Jahren. Demokratie braucht Parteien, schrieb er, und innerhalb der Parteien bildet sich ein Parteiapparat, der mit seiner hierarchischen Struktur der Idealvorstellung von Demokratie widerspricht. Die Demokratie, in der wir leben, braucht Politiker, die hierarchisch höher stehen als einfache Bürger und somit deren politische Freiheit einschränken. Michels nannte diesen Zustand das Gesetz der Oligarchie.

Mit dem Kapitalismus steht es ähnlich. Er verspricht eine gerechte Marktwirtschaft, braucht aber Manager, die hierarchisch automatisch höher stehen als einfache Angestellte und deren ökonomische Freiheit einschränken.

Betrachten wir als Beispiel ein Paar Nike-Schuhe. Deren Herstellung kostet ungefähr 15 Euro, verkauft wird das Paar für den zehnfachen Preis. Die Nike-Manager haben gute Arbeit geleistet. Sie konnten die Produktion so effizient gestalten, dass die Herstellungskosten vergleichsweise niedrig sind. Gleichzeitig hat ein erfolgreiches Marketing dafür gesorgt, dass der Käufer bereit ist, viel Geld zu bezahlen, denn er sieht den Wert im Image der Schuhe und braucht es, um sich anderen gegenüber darzustellen. Der Profit für Nike stimmt also. Na prima, Ziel erfüllt?

Das Problem an der Sache ist, dass eine derart profitable Wirtschaft nicht funktionieren würde ohne klassische Manager an der Spitze einer Hierarchie, die kosteneffiziente Entscheidungen treffen. Genau diese hierarchische Macht einzelner Personen steht jedoch dem Grundgedanken der freien Marktwirtschaft entgegen. An diesem Widerspruch krankt unser kapitalistisches System. Regelmäßige Wirtschaftskrisen sind die Folge, vor allem aber ist das System nicht zukunftsfähig.

Was läuft da schief?

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