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Machtwirtschaft – nein danke!

Für eine Wirtschaft, die uns allen dient

By Gerhard Schick
16-minute read
Machtwirtschaft – nein danke!: Für eine Wirtschaft, die uns allen dient by Gerhard Schick

Die Marktwirtschaft war einmal das Patentrezept für Freiheit und Wohlstand. Gerhard Schick zeigt, dass unser Wirtschaftssystem mittlerweile längst zur Machtwirtschaft verkommen ist, die dem Gemeinwohl in vielerlei Hinsicht schadet. Schick erklärt die Mechanismen dieser fatalen Entwicklung und fordert ein radikales Umdenken.

  • Alle, die wissen möchten, wie Wirtschaft und Politik funktionieren
  • Jeder, der nach Alternativen zum derzeitigen Wirtschaftssystem sucht
  • Menschen, die sich für Veränderung engagieren möchten

Dr. Gerhard Schick ist als finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag tätig. Er engagiert sich in zahlreichen Vereinen, etwa bei der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar (PLUS). Machtwirtschaft – nein danke! ist sein erster Erfolg als Buchautor.

 

Original: Machtwirtschaft – nein danke © 2014 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Machtwirtschaft – nein danke!

Für eine Wirtschaft, die uns allen dient

By Gerhard Schick
  • Read in 16 minutes
  • Contains 10 key ideas
Machtwirtschaft – nein danke!: Für eine Wirtschaft, die uns allen dient by Gerhard Schick
Synopsis

Die Marktwirtschaft war einmal das Patentrezept für Freiheit und Wohlstand. Gerhard Schick zeigt, dass unser Wirtschaftssystem mittlerweile längst zur Machtwirtschaft verkommen ist, die dem Gemeinwohl in vielerlei Hinsicht schadet. Schick erklärt die Mechanismen dieser fatalen Entwicklung und fordert ein radikales Umdenken.

Key idea 1 of 10

Die Wirtschaft dient in weiten Teilen nicht dem Gemeinwohl.

Um zu verstehen, wie unser heutiges Wirtschaftssystem funktioniert, sehen wir uns zunächst drei Beispiele an:

Ein großer Teil unserer Lebensmittel enthält zu viel Zucker und Fett. Geschmacksverstärker regen zudem an, noch mehr Ungesundes zu essen – längst ist bekannt, dass das zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs führen kann. Hergestellt und verkauft werden diese Lebensmittel trotzdem, denn sie sichern den produzierenden Unternehmen hohe Gewinne.

Ähnliches stellen wir bei Banken fest: Regelmäßig kreieren Banker neue Finanzprodukte, die der Laie nicht durchschaut. Hochkomplexe Zertifikate ermöglichen es, Kosten zu verschleiern und Risiken zu verstecken. Ahnungslose Kunden fallen immer wieder auf solche Produkte herein und verlieren viel Geld, während die Berater untereinander über „Lehman-Omas“ – Verlierer der Lehman-Pleite – oder „AD-Kunden“ – alt und doof – feixen und sich eine goldene Nase verdienen.

Beunruhigend ist zudem, dass je mehr die Wirtschaft wächst, desto mehr Ressourcen sie auch verbraucht. Das bedroht unsere gemeinsame Lebensgrundlage, denn viele wichtige Rohstoffe sind begrenzt. Das Gleiche gilt für die Kapazität des Ökosystems, Abfall und Emissionen zu verkraften. Der Earth Overshoot Day, der Tag im Jahr, an dem die globale Nachfrage an Ressourcen die Kapazität der Erde zu deren Reproduktion übersteigt, war im Jahr 2016 bereits der 8. August. Wirtschaftswachstum bleibt dennoch oberste Devise.

Alle drei Beispiele zeigen: Die Wirtschaft dient in weiten Teilen nicht dem Gemeinwohl. Im Gegenteil, sie gefährdet es, um den Wohlstand einiger weniger zu heben.

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