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Machtmaschinen

Warum Datenmonopole unsere Zukunft gefährden und wie wir sie brechen

By Thomas Ramge & Viktor Mayer-Schönberger
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Machtmaschinen by Thomas Ramge & Viktor Mayer-Schönberger
Synopsis

Seit Jahren wächst der Einfluss globaler Digitalkonzerne wie Google, Facebook oder Alibaba. Herzstück ihrer Macht sind die unzähligen Daten, die sie über uns Nutzer sammeln. In den Blinks zu Machtmaschinen (2020) zeigen wir, was daran gefährlich ist, und gehen der Frage nach, wie sich die Monopolstellung der Tech-Riesen aufbrechen lässt.

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Das Betriebsgeheimnis 3.0

Interessiert es dich, wie Google die Ergebnisse zu deinen Suchanfragen ermittelt? Oder auf welchem Wege die Suchmaschine überhaupt an ihre Daten kommt? Dann wirst du leider weiter rätseln müssen, denn globale Tech-Konzerne wie Google, Facebook und Alibaba hüten das Wissen um Informationen und deren Verwertung wie einen Schatz. Schließlich sind Daten ihr Grundkapital und die Basis ihrer Marktmacht.

Immerhin so viel können wir verraten: Hinter den Plattformen der digitalen Riesen stehen intelligente IT-Systeme, die wie Menschen lernen. Sie sammeln Informationen, werten sie aus und ziehen daraus Schlüsse über datenbasierte Prognosen. Mit jedem Sucheintrag und jedem Klick werden die Algorithmen besser, die Nutzung der Angebote attraktiver und die Wissensvorsprünge der Konzerne größer. So entstehen wahre Machtmaschinen. 

Apple und Google sehen beispielsweise genau, wer wann welche App aus ihren Stores herunterlädt. Dadurch erhalten sie ein umfangreiches Bild vom Gesamtmarkt, nach dem sie ihr weiteres Geschäft ausrichten. Die Anbieter der Apps erfahren hingegen nichts davon.

Auch der Marktgigant Amazon hat selbstverständlich genau im Blick, welche Produkte bei den unabhängigen Händlern von Amazon besonders gut laufen. Die Analyse der Transaktionen erlaubt es Amazon, profitable Produkte einfach selbst anzubieten und so den Händlern Profit abzugraben. Diese ahnen davon meistens nichts und wenn doch, sind sie ohnehin machtlos dagegen.

Als Pioniere auf ihrem jeweiligen Gebiet haben die Tech-Riesen rechtzeitig genug Geld in neue Technologien investiert und sie teils selbst entwickelt. Das verschafft ihnen als Quasi-Monopolisten einen globalen Marktvorsprung, den althergebrachte Unternehmen kaum aufholen können. Erst recht nicht, wenn ihnen der Zugang zum wertvollsten Rohstoff der Digitalkonzerne fehlt: den Daten. 

Daten sind das Herrschaftswissen von Google und Co. Sie teilen und verkaufen es nicht, sondern generieren durch geschickte Mehrfachnutzung lieber selbst Profit daraus. Konservative Firmen hingegen nutzen ihre spärlichen Daten eher als funktionellen Verbrauchsstoff. Nachdem die Daten einmal zur Prozessoptimierung dienten, sind sie quasi ausgezehrt ‒ eine kreative und technologische Weiterverwertung findet in der alten Wirtschaft selten statt.

Wir sehen also, dass die Digitalkonzerne im Gegensatz zu konventionellen Firmen ihre Daten exklusiv für sich behalten und daraus mächtige Geschäftsmodelle entwickeln.

Dabei ist das Verarbeiten großer Datenmengen theoretisch nicht nur den Tech-Riesen vorbehalten. Cloud-Computing oder Tools zur Datenanalyse können auch viele andere Unternehmen nutzen. Doch wie gelangen sie an die Informationen?

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