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Lob des Irrtums

Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt

By Jürgen Schaefer
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Lob des Irrtums: Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt by Jürgen Schaefer

Lob des Irrtums (2014) plädiert für einen offenen Umgang mit kleinen und großen Fehlern. Basierend auf Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften und der Wirtschaftspsychologie zeigen die Blinks, warum es keinen Fortschritt ohne Fehler gibt und warum wir Irrtümer nicht nur wertschätzen, sondern sogar aktiv nach ihnen suchen sollten.

  • Perfektionisten, die sich manchmal selbst im Weg stehen
  • Jeder, der denkt, dass er zu viele Fehler macht
  • Führungskräfte auf der Suche nach Erfolg

Der Wissenschaftsjournalist Jürgen Schaefer ist seit 2016 Chefredakteur des Magazins GEO, für das er außerdem als Südamerika- und USA-Experte tätig ist. Er hat in New York und Havanna gelebt. Sein erstes Buch Genie oder Spinner erschien 2011.

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Lob des Irrtums

Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt

By Jürgen Schaefer
  • Read in 16 minutes
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  • Contains 10 key ideas
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Lob des Irrtums: Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt by Jürgen Schaefer
Synopsis

Lob des Irrtums (2014) plädiert für einen offenen Umgang mit kleinen und großen Fehlern. Basierend auf Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften und der Wirtschaftspsychologie zeigen die Blinks, warum es keinen Fortschritt ohne Fehler gibt und warum wir Irrtümer nicht nur wertschätzen, sondern sogar aktiv nach ihnen suchen sollten.

Key idea 1 of 10

Wir bekommen von unserer Umgebung weniger mit, als wir glauben.

Schau doch mal kurz von diesem Text auf und gucke dir deine Umgebung an. Du denkst sicher, dass du alles Wichtige gesehen hast und dir ziemlich genau über die Situation bewusst bist, in der du dich gerade befindest, richtig? Da müssen wir dich leider enttäuschen: So viel kriegst du von deiner Umwelt gar nicht mit.

Das menschliche Gehirn hat ziemlich limitierte Kapazitäten, was seine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit betrifft. Es ist der größte Energiekonsument im gesamten Körper und muss daher Prioritäten setzen: Alles, was nicht lebenswichtig ist, läuft quasi auf Sparflamme. So ist z.B. unser Arbeitsgedächtnis ziemlich klein. Wir können nur zwischen fünf und neun Informationen, z.B. Wörter oder Töne, gleichzeitig im Kopf behalten.

Besonders wenn wir nebenbei etwas anderes machen, übersehen wir viel. Vielleicht kennst du das Video, bei dem du ein Basketballspiel beobachten und die Pässe zählen sollst. Durch diese Aufgabe abgelenkt, fällt der Hälfte der Zuschauer nicht auf, dass eine Person im Gorillakostüm langsam über das Spielfeld schlendert. Aber auch, wenn wir aufmerksam suchen, verpassen wir vieles – Radiologen übersehen z.B. auf ihren Röntgenbildern fast jeden dritten beginnenden Tumor.

Dabei sind wir uns unserer Grenzen oft nicht bewusst und schätzen unsere geistigen Fähigkeiten viel besser ein, als sie tatsächlich sind. 70% aller Oberstufenschüler glauben z.B., sie seien intelligenter als der Durchschnitt und ganze 94% aller Universitätsprofessoren meinen, sie seien überdurchschnittliche Forscher. Wir denken auch, dass wir mit unseren Augen alles erfassen können, was sich um uns befindet. Tatsache ist jedoch, dass unser Auge einen „blinden Fleck“ hat, an dem sich keine Lichtrezeptoren befinden. Die fehlenden Informationen ergänzt unser Gehirn einfach aus dem Kontext.

Außerdem überschätzen die meisten Menschen ihre Fähigkeit zum Multitasking. Sie sind z.B. überzeugt, dass sie sich beim Autofahren ohne Weiteres mit ihrem Beifahrer oder über die Freisprechanlage unterhalten können, doch das stimmt nicht. Forscher aus Utah fanden heraus, dass ein Gespräch während des Fahrens die Reaktionsgeschwindigkeit genauso stark herabsetzt wie 0,8 Promille Alkohol im Blut.

Es passiert also so einiges um uns herum, was wir nicht mitbekommen, und es gibt noch viel mehr eingebaute Fehlerquellen in unserem Oberstübchen.

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