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Lob der Homosexualität

Eine Ode an die gleichgeschlechtliche Liebe

By Luis Alegre
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Lob der Homosexualität by Luis Alegre

Die Blinks zu Luis Alegres Lob der Homosexualität (2019) sind eine Ode an die gleichgeschlechtliche Liebe. Du erfährst, was man von der Homosexualität lernen kann, welche gesellschaftlichen Freiheiten wir ihr verdanken und weshalb sich auch heterosexuelle Menschen dem Kampf für sexuelle Befreiung anschließen sollten.

  • Befürworter sowie Kritiker der sexuellen Freiheit
  • Neugierige, die sich für einen homosexuell geprägten Blick auf die Welt interessieren
  • Homo-, Bi-, Trans-, Inter-, … – vor allem aber: Heterosexuelle

Luis Alegre ist schwul. Laut der Tageszeitung El Mundo belegt der Philosophieprofessor und Mitbegründer der Partei Podemos sogar den dritten Platz auf der Liste der einflussreichsten Homosexuellen Spaniens. In seiner Forschung beschäftigt er sich vor allem mit Themen aus den Bereichen Ästhetik und Erkenntnistheorie.

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Lob der Homosexualität

By Luis Alegre
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Lob der Homosexualität by Luis Alegre
Synopsis

Die Blinks zu Luis Alegres Lob der Homosexualität (2019) sind eine Ode an die gleichgeschlechtliche Liebe. Du erfährst, was man von der Homosexualität lernen kann, welche gesellschaftlichen Freiheiten wir ihr verdanken und weshalb sich auch heterosexuelle Menschen dem Kampf für sexuelle Befreiung anschließen sollten.

Key idea 1 of 5

Die Homosexualität kann uns aus dem Käfig vorgefertigter Rollenbilder und sexueller Identitäten befreien.

Wenn wir jemanden kennenlernen, gemeinsam ins Kino gehen, tanzen, miteinander schlafen, dann stellt sich irgendwann fast zwangsläufig die Frage: Was sind wir nun? Freunde, Verliebte, ein Paar? In solchen Momenten zeigt sich, dass wir in sprachlichen Konstrukten gefangen sind, die unsere sexuellen Identitäten und Rollen bestimmen. 

Wann immer man das Leben nach eigenen Regeln und Vorstellungen formen will, stößt man an die tückischen Grenzen der Sprache. Begriffe ordnen die Welt, aber sie beschränken sie auch. So gibt es bspw. die unterschiedlichen Kategorien „Freunde“ und „Liebende“. Etwas zwischen Freundschaft und Liebe gibt es nicht. Selbst eine etwas umständliche Erklärung wie „Wir sind zwei Personen, die gemeinsam Filme anschauen, tanzen gehen und Sex haben“ ließe sich nicht besonders lange aufrecht erhalten, da sie keiner Konvention entspricht. Auf diese Weise bestimmt Sprache gesellschaftliche Normen. 

Die Krux an der Sache offenbart sich bspw. an der Aussage „Wir sind verlobt“ und dem Prozess, der dadurch angestoßen wird. Diesen Prozess kann man sich wie ein Computerprogramm vorstellen, das durch die Signalworte „Wir sind verlobt“ heruntergeladen wird. Mit dem Start des Programms werden lauter konventionelle Handlungs- und Denkmuster aktiviert, die bestimmen, wie wir mit Eifersucht umgehen, wer auf die Kinder aufpasst oder wie man den Schwiegereltern begegnet. 

Genauso verhält es sich mit den Konstrukten geschlechtlicher Identität. Es gibt das Programm „Mann“ und das Programm „Frau“. Das Hauptproblem dabei ist, dass wir diese Konzepte zu ernst nehmen. Die unzähligen Fälle machistischer Gewalt gegen Frauen zeigen, welche destruktiven Blüten dieser starre Glaube treiben kann. Mitunter ermorden heterosexuelle Männer „ihre“ Frauen sogar, da ihr Programm „Mann“ den Besitz und die Beherrschung der Frau beinhaltet. 

Die Homosexualität bietet uns einen Ausweg aus solch starren Strukturen. Im Gegensatz zu vielen Heterosexuellen sind sich Homosexuelle nämlich meist darüber bewusst, dass sie sprachliche Konstrukte nicht so ernst nehmen dürfen. Schließlich standen sie schon immer außerhalb der normativen Ordnung und haben daher eine ganz andere, freiere Perspektive auf die Welt. 

So wissen Homosexuelle bspw. schon lange, dass Weiblichkeit nicht zwangsläufig mit Staubsaugen und Tratsch einhergeht und Männlichkeit nichts mit Autos oder Fußball zu tun haben muss. Homosexuelle Männer definieren Männlichkeit sehr viel facettenreicher. Daher können sie auch ihre Zuneigung zueinander auf viele verschiedene Arten ausdrücken und sind im Gegensatz zu ihren heterosexuellen Geschlechtsgenossen nicht darauf beschränkt, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, um zu zeigen, dass sie sich mögen.

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