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Konsum

Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen

By Carl Tillessen
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Konsum by Carl Tillessen

Wie sieht Konsum im 21. Jahrhundert aus? Was beeinflusst unser Kaufverhalten – und wie können wir es ändern? Die Blinks zu Konsum (2020) beantworten dir diese und weitere Fragen rund um Kauflust und Shoppingwahn – und welchen ethischen Preis wir dafür zahlen. Und sie liefern dir praktische Tipps, wie du dein Konsumverhalten in den Griff bekommst.

  • Notorische Impuls-Shopper
  • Menschen, die ihr Konsumverhalten hinterfragen und anpassen wollen
  • Alle, die an der Psychologie hinter unserem kollektiven Konsum interessiert sind

Wenn es jemanden gibt, der sich kompetent zum Thema Konsum äußern kann, dann ist es Carl Tillessen. Der studierte Betriebswirt gründete 1997 das Berliner Modelabel Firma, bei dem er als Kreativdirektor und Geschäftsführer eine weltweit vertriebene und kommerziell sehr erfolgreiche Kollektion etablierte. Heute arbeitet er als Trend-Analyst für das Deutsche Mode Institut und berät Unternehmen. Konsum ist sein erstes Buch.

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Konsum

Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen

By Carl Tillessen
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Konsum by Carl Tillessen
Synopsis

Wie sieht Konsum im 21. Jahrhundert aus? Was beeinflusst unser Kaufverhalten – und wie können wir es ändern? Die Blinks zu Konsum (2020) beantworten dir diese und weitere Fragen rund um Kauflust und Shoppingwahn – und welchen ethischen Preis wir dafür zahlen. Und sie liefern dir praktische Tipps, wie du dein Konsumverhalten in den Griff bekommst.

Key idea 1 of 9

Konsum als kollektive Verhaltenssucht

Der kanadische Mediziner und Suchtspezialist Gabor Maté ist ein Liebhaber klassischer Musik. Über die Jahre steigerte sich sein Konsum immer mehr, bis er schließlich an einem einzigen Tag über 8000 US-Dollar für Musik-CDs ausgab. Er erzählte seinen Suchtpatienten, wie gut sich die Käufe angefühlt hatten, und berichtete ihnen von den negativen Folgen seines Verhaltens. Die einhellige Rückmeldung lautete: „Das kennen wir, du bist einer von uns.“ Maté gilt als renommierter Experte für Suchterkrankungen – und war selbst schwer shoppingsüchtig. 

Das Beispiel zeigt: Wir alle sind anfällig für Konsumsucht. Nun wirst du vermutlich nicht regelmäßig mehrere Monatsgehälter für Klassik-CDs auf den Kopf hauen. Aber die Emotionen, die Maté beschreibt, kennst du aller Wahrscheinlichkeit nach bestens aus deinem persönlichen Konsumverhalten. Vielleicht bestellst du dir manchmal voller Vorfreude etwas bei Amazon, nur um dich dann einige Tage später ernüchtert zu fragen: Warum habe ich das eigentlich gekauft?

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: weil es sich im Moment des Kaufes gut angefühlt hat. Physiologisch gesprochen wird in deinem Gehirn das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Neuere Forschungen haben ergeben, dass Lustkäufe im Körper ganz ähnliche Wirkungen auslösen wie die Einnahme von Drogen. Der einzige Unterschied: Beim Shopping müssen keine externen Substanzen zugeführt werden, um den Dopaminpegel zu halten. Ist das gute Gefühl des letzten Kaufs verschwunden, reicht ein schneller Kauf, um das Belohnungszentrum erneut zu aktivieren. 

Viele Menschen bemerken dabei gar nicht, dass ihr Kaufverhalten problematische Züge angenommen hat. So reiht sich ein Impulskauf an den nächsten. Dass tatsächlich eine Verhaltenssucht vorliegt, zeigt sich oft erst im Verzicht. Man denke daran, wie nach dem kalten Konsumentzug im ersten Corona-Lockdown alle kollektiv wieder die Shoppingmalls stürmten.

Halten wir also fest: Konsum ist eine kollektive Verhaltenssucht, für die noch keine Therapie gefunden wurde.

Es gibt noch einen weiteren naheliegenden Faktor, der Konsum so gefährlich macht: Durch das Kaufen von Produkten verorten wir uns im sozialen Gefüge. Wir shoppen Statussymbole und wollen Anerkennung für sie erhalten. Und wo geht das besser als im Internet?

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