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Kein Dach über dem Leben

Biographie eines Obdachlosen

By Richard Brox
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Kein Dach über dem Leben: Biographie eines Obdachlosen by Richard Brox

In Kein Dach über dem Leben (2017) erzählt Richard Brox seine bewegende Lebensgeschichte. Mit dieser weckt er Verständnis und Respekt für eine der schutzlosesten Gruppen unserer Gesellschaft: Menschen ohne Obdach. Dabei wird u.a. deutlich, warum Hilfsangebote oft nicht angenommen werden können.

  • Jeder, der sich nicht traut, mit einem Verkäufer einer Obdachlosenzeitung zu sprechen
  • Alle, die sich wundern, warum Menschen überhaupt auf der Straße leben
  • Menschen, die erfahren wollen, wie leicht man in ein Obdachlosenschicksal „hineinwächst“

Richard Brox, der 1964 in Mannheim geboren wurde, hatte es von Anfang an nicht leicht. Vernachlässigung, Heimkarriere, Gewalt – schließlich Drogen. Doch Brox konnte sich retten. Und rief mit dem Blog Ohne Wohnung, was nun? einen der wichtigsten Wegweiser für Obdachlose in Deutschland ins Leben.

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Kein Dach über dem Leben

Biographie eines Obdachlosen

By Richard Brox
  • Read in 16 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 10 key ideas
Kein Dach über dem Leben: Biographie eines Obdachlosen by Richard Brox
Synopsis

In Kein Dach über dem Leben (2017) erzählt Richard Brox seine bewegende Lebensgeschichte. Mit dieser weckt er Verständnis und Respekt für eine der schutzlosesten Gruppen unserer Gesellschaft: Menschen ohne Obdach. Dabei wird u.a. deutlich, warum Hilfsangebote oft nicht angenommen werden können.

Key idea 1 of 10

Richard Brox wuchs in einem Brennpunkt-Viertel auf und wurde von seinen Eltern kaum beachtet.

V.a. in einem Punkt unterscheidet sich Richard Brox von anderen Obdachlosen: Brox ist berühmt. Wie kam es dazu, dass ein Obdachloser einen solchen Status erlangen konnte? Richard Brox gewann durch seinen Blog Ohne Wohnung, was nun? Aufmerksamkeit. Auf diesem Blog gibt er praktische Tipps für Wohnungslose. Die Medien wurden auf ihn aufmerksam und mehrere Fernsehsender berichteten über ihn.

Doch warum war er überhaupt auf der Straße gelandet?

Brox’ Eltern waren mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert und darüber hinaus v.a. mit sich selbst beschäftigt. Das wenige Geld, das die beiden als Frührentner bekamen, gaben sie hauptsächlich für Wein und Bier aus. Auf gesunde oder geregelte Mahlzeiten konnte Richard Brox in diesem Haushalt nicht hoffen.

Seine Eltern blieben oft tagelang in ihren Zimmern, wo sie Musik machten oder hörten. Richard Brox schlief derweil auf einer Couch im Flur und wurde nicht weiter beachtet. Der kleine Richard bemerkte jedoch, dass er seine Eltern aus ihren Zimmern bekam, indem er Lärm machte oder etwas anstellte. Das brachte ihm zwar immer wieder eine Tracht Prügel ein, doch das Kind war so verzweifelt, dass dies immer noch besser war, als komplett ignoriert zu werden.

Er hörte nachts oft, wie seine Eltern schreiend aus dem Schlaf erwachten und sich dann gegenseitig trösteten. Was hinter diesen seltsamen bis gruseligen Ereignissen steckte, erfuhr Richard Brox von ihnen aber nie.

Doch nicht genug damit, dass die Eltern den kleinen Richard kaum beachteten. Auch in seiner Nachbarschaft fand er keine Freunde. Brox verbrachte seine Kindheit in Mannheim-Schönau: ein Stadtteil, den man heute wohl als sozialen Brennpunkt bezeichnen würde.

In Schönau galt nämlich das Recht des Stärkeren. Das konnte man schon an der Zahl der Kampfhunde ablesen, die in diesem Stadtteil herumliefen und die den Kindern in Kombination mit ihren Besitzern das Fürchten lehrten. Auf der Straße zu spielen kam also nicht infrage. Und so etwas wie Freizeittreffs gab es in seiner Nähe auch nicht. Deshalb blieb Richard meist einfach zu Hause und wurde zu einem richtigen Einzelgänger.

Hätte der kleine Richard einen Kindergarten besucht, wären die familiären Probleme vermutlich schon früher aufgefallen. Doch um so etwas wie einen Kindergartenplatz hatten sich Richards Eltern erst gar nicht bemüht.

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