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Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?

Ein Plädoyer für eine Schule, die wirklich schlau macht

By Jürgen Kaube
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Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder? by Jürgen Kaube

In den Blinks zu Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder? (2019) zeigen wir, wie Schulen unter unsinnigen Reformen leiden. Schüler lernen heute viel zu oft Dinge, die sie weder brauchen noch wissen wollen. Die Blinks machen dir klar, wieso sich Schule auf das Wesentliche besinnen sollte: Kindern zu zeigen, wie man richtig denkt.

  • Jeder, der sich für das Thema Bildung interessiert
  • Lehrer, Lehrerinnen und solche, die es werden wollen
  • Alle, die wissen wollen, wie es aktuell in deutschen Schulen aussieht

Jürgen Kaube ist Herausgeber der FAZ. Zuvor leitete er dort das Ressort Geisteswissenschaften und war stellvertretender Feuilletonchef. 2012 verlieh ihm das Medium Magazin die Auszeichnung „Journalist des Jahres“ im Bereich Wissenschaft. Als ob das noch nicht genug wäre, schreibt er nebenher auch noch jede Menge Bücher. Zuletzt erschienen von ihm die Titel Die Anfänge von allem (2017) und Lob des Fußballs (2018), zu denen es auch schon Blinks gibt.

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Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?

By Jürgen Kaube
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Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder? by Jürgen Kaube
Synopsis

In den Blinks zu Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder? (2019) zeigen wir, wie Schulen unter unsinnigen Reformen leiden. Schüler lernen heute viel zu oft Dinge, die sie weder brauchen noch wissen wollen. Die Blinks machen dir klar, wieso sich Schule auf das Wesentliche besinnen sollte: Kindern zu zeigen, wie man richtig denkt.

Key idea 1 of 9

Lehrpläne sind oft Phrasenmonster und ebenso unnötig wie die meisten Bildungsreformen.

Im Schicksalsjahr 2001 versetzte die sogenannte PISA-Studie dem deutschen Selbstverständnis als Land der Dichter und Denker einen Schlag in die Magengrube. Doch anstatt die Probleme anzugehen, folgte v.a. blinder Aktionismus. Und dieser brachte u.a. zwei bedeutsame bildungspolitische Fehler hervor: die Bürokratisierung der Lehrpläne und die Zentralisierung der Lehre. 

Beginnen wir mit den Lehrplänen. Diese glichen in den Jahren nach PISA immer stärker einer Ansammlung von Phrasen. Sie schienen nur dafür da zu sein, Bildungspolitiker zufriedenzustellen.

Seitenlang und haarklein wurden Erwartungen an Schüler und Schülerinnen formuliert, welche „Lernziele“ und welche „Kompetenzen“ am Ende des Schuljahres erreicht werden sollten. Zu konkreten Inhalten findet sich darin oft kaum etwas, und wenn, dann meist erst auf den letzten Seiten. Liest man die Anforderungen der Lehrpläne, könnte man glatt auf die Idee kommen, es könnte so etwas wie eine rundum gelungene Bildung durch Schule geben, was aber schlechterdings unmöglich ist. 

Eine ebenso verheerende Folge des PISA-Tests war die sogenannte Zentralisierung der Lehre. Sie sollte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler besser vergleichbar machen. So führten zwischen 2005 und 2008 alle Bundesländer bis auf Rheinland-Pfalz das Zentralabitur ein. Das heißt, dass alle Schüler und Schülerinnen in einem Bundesland dieselben Abituraufgaben gestellt bekommen, unabhängig davon, wie stark das jeweilige Thema tatsächlich im Unterricht behandelt wurde.

Doch hat die Vergleichbarkeit die Schüler auch tatsächlich besser – also: schlauer – gemacht? Nein, denn die Zentralisierung im Namen von PISA hat die Lehre nicht verbessert, sondern bloß die Abiturprüfung erleichtert. Die Schwere der Prüfungen wurde an das Niveau schwächerer Schulen angepasst, da man Angst hatte, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen zu sehr zutage treten könnten. So genügten ab da nur mehr 45% richtiger Lösungen zum Bestehen.

Man sieht also: Die Nachwehen von PISA waren nutzlose Reformen, und Lehrpläne wurden mittels bürokratischer Phrasen aufgebläht. Fähigere Schüler und eine bessere Lehre produzierte das alles allerdings nicht.

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