Get the key ideas from

Inkognito

Die geheimen Eigenleben unseres Gehirns

By David Eagleman
12-minute read
Audio available
Inkognito by David Eagleman

Wir modernen Menschen sind stolz darauf, unser Leben individuell zu gestalten und selbst zu bestimmen, was wir tun. Doch Inkognito (2012) widerlegt diese Annahme – aufbauend auf Erkenntnissen aus der Hirnforschung. DIe Blinks zeigen dir, dass größtenteils das Unterbewusstsein für unsere Entscheidungen verantwortlich ist und wie wir im Autopiloten-Modus durchs Leben steuern.

  • Psychologie- und Neurowissenschaft-Interessierte
  • Neugierige, die mehr über die Funktionsweise ihres Gehirns erfahren wollen
  • Alle, die das Konzept von Schuld in unserem Rechtssystem infrage stellen

David Eagleman ist ein amerikanischer Neurowissenschaftler. Er hat neben mehreren Sachbüchern auch einige sehr erfolgreiche Kurzgeschichten veröffentlicht. Eagleman ist einer der Wegbereiter der Forschungsdisziplin Neurorecht: Zusammen mit seinem Team erforscht er, wie Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften unser Rechtssystem verändern könnten.

 

Original: Inkognito © 2012 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

Go Premium and get the best of Blinkist

Upgrade to Premium now and get unlimited access to the Blinkist library. Read or listen to key insights from the world’s best nonfiction.

Upgrade to Premium

What is Blinkist?

The Blinkist app gives you the key ideas from a bestselling nonfiction book in just 15 minutes. Available in bitesize text and audio, the app makes it easier than ever to find time to read.

Discover
3,000+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Join Blinkist to get the key ideas from
Get the key ideas from
Get the key ideas from

Inkognito

Die geheimen Eigenleben unseres Gehirns

By David Eagleman
  • Read in 12 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 7 key ideas
Upgrade to Premium Read or listen now
Inkognito by David Eagleman
Synopsis

Wir modernen Menschen sind stolz darauf, unser Leben individuell zu gestalten und selbst zu bestimmen, was wir tun. Doch Inkognito (2012) widerlegt diese Annahme – aufbauend auf Erkenntnissen aus der Hirnforschung. DIe Blinks zeigen dir, dass größtenteils das Unterbewusstsein für unsere Entscheidungen verantwortlich ist und wie wir im Autopiloten-Modus durchs Leben steuern.

Key idea 1 of 7

Meistens haben wir keine bewusste Kontrolle über unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen – und das ist auch gut so.

Es liegt in der Natur der Sache: Wir sind uns nämlich über unser Bewusstsein eben bewusst, über unser Unterbewusstsein jedoch nicht. Und somit haben wir das Gefühl, dass wir selbst entscheiden, was wir denken, fühlen und tun. Aus Erkenntnissen der Neurowissenschaft wissen wir aber, dass das so nicht stimmt.

Die meisten Prozesse in unserem Gehirn laufen so schnell und automatisiert ab, dass sie nie in unser Bewusstsein vordringen. Diesen Vorgängen liegen biophysische Aktivitäten zugrunde, von denen wir überhaupt nichts mitbekommen. Was passiert, wenn Strukturen unseres Gehirns jedoch durch ein traumatisches Erlebnis nachhaltig verändert oder geschädigt werden, etwa durch eine Verletzung oder einen Tumor? Erst dann merken wir, welche vorher unbewussten Prozesse nun nicht mehr oder anders ablaufen. Dies kann sogar dazu führen, dass unsere Persönlichkeit sich verändert: Plötzlich denken und handeln wir anders als zuvor.

So passierte es auch einem Mann, der seit 20 Jahren glücklich verheiratet war. Dann bemerkte seine Frau, dass er sich plötzlich für Kinderpornografie interessierte. Es stellte sich heraus, dass er einen Gehirntumor im präfrontalen Kortex hatte. Vermutlich war dieser für diese dramatische Veränderung seiner Sexualität und seines Charakters verantwortlich.

Es mag erschreckend klingen, dass wir nur begrenzt für unsere eigenen Gedanken und Handlungen verantwortlich sein sollen, aber tatsächlich ist es eine gute Sache. Müssten wir immerzu alles bewusst entscheiden, was normalerweise von unserem Autopiloten übernommen wird, wären wir völlig überfordert. Möglicherweise würden wir morgens nicht einmal aus dem Bett kommen, weil wir viel zu lange darüber nachdenken müssten, welches Bein wir zuerst auf den Boden setzen sollen.

Viele Bereiche unseres Alltags laufen automatisiert ab: etwa das Spielen von Musikinstrumenten, Sport und Autofahren. Falls wir beispielsweise versuchen würden, Klavier zu spielen und dabei jedem Finger einzeln zu befehlen, wann er welche Taste drücken muss, würden wir feststellen, dass es so überhaupt nicht geht. 

Ein Leben mit Autopilot ist also gar nichts Schlechtes: Er nimmt uns viele Entscheidungen ab. Und auch unsere Wahrnehmung läuft keineswegs so bewusst ab, wie viele denken.

Upgrade to continue Read or listen now

Key ideas in this title

Upgrade to continue Read or listen now

No time to
read?

Pssst. Sign up to your secret to success: key ideas from top nonfiction in just 15 minutes.
Created with Sketch.