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Im Wahn

Die amerikanische Katastrophe

By Klaus Brinkbäumer & Stephan Lamby
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Im Wahn by Klaus Brinkbäumer & Stephan Lamby

Während der Corona-Krise wurde es überdeutlich: Die USA sind politisch so gut wie handlungsunfähig. Der Grund dafür ist eine tiefe gesellschaftliche und politische Spaltung, die das Land immer weiter in zwei verfeindete Lager zerteilt. Wie es dazu kommen konnte und welche Faktoren bei der Entwicklung eine Rolle spielen, untersuchen unsere Blinks zu Im Wahn (2020).

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Der Journalist Klaus Brinkbäumer lebt in New York und schreibt unter anderem für Die Zeit und den Tagesspiegel. Der ehemalige Chefredakteur des Spiegel wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Henri-Nannen-Preis. Er hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht.

Stephan Lamby ist ebenfalls Journalist und Autor, allerdings fürs Fernsehen. Ein Teil seiner Familie lebt in den USA. Lamby hat für seine zahlreichen ARD-Dokumentationen schon verschiedene Preise gewonnen, darunter den Deutschen Fernsehpreis sowie die Goldene Kamera.

 

Original: Im Wahn © 2020 C.H.Beck, München

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Im Wahn

Die amerikanische Katastrophe

By Klaus Brinkbäumer & Stephan Lamby
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Im Wahn by Klaus Brinkbäumer & Stephan Lamby
Synopsis

Während der Corona-Krise wurde es überdeutlich: Die USA sind politisch so gut wie handlungsunfähig. Der Grund dafür ist eine tiefe gesellschaftliche und politische Spaltung, die das Land immer weiter in zwei verfeindete Lager zerteilt. Wie es dazu kommen konnte und welche Faktoren bei der Entwicklung eine Rolle spielen, untersuchen unsere Blinks zu Im Wahn (2020).

Key idea 1 of 9

Der Niedergang der politischen Kultur in den USA begann mit Präsident Richard Nixon.

Es wäre zu einfach, alle Schuld für das vergiftete politische Klima in den USA Donald Trump in die Schuhe zu schieben. Unbestritten spaltet er die Gesellschaft – aber er war nicht der Erste. Werfen wir also einen kurzen Blick in die Vergangenheit und fragen: Wann haben die US-Bürger eigentlich ihr Vertrauen in die Politik verloren? Der Zeitpunkt lässt sich relativ eindeutig bestimmen: etwa in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre. 

Als Richard Nixon 1969 Präsident wurde, war Donald Trump zweiundzwanzig Jahre alt. Das Unglück nahm seinen Anfang, als Nixon den im Vietnamkrieg eigentlich neutralen Staat Kambodscha mit einem Flächenbombardement überziehen ließ. Er versuchte, diese Tatsache geheim zu halten, doch irgendjemand verriet es an die Presse. Ab diesem Ereignis wurde Nixon zunehmend paranoid und ließ überall Abhöranlagen installieren, selbst in seinem eigenen Büro. 

Nixon ließ also seine eigenen Mitarbeiter abhören. Über die Zeit verstrickte er sich immer mehr in ein Netz aus Misstrauen, Lügen und Machtmissbrauch. Das sollte ihn schließlich auch den Job kosten. In seiner zweiten Amtszeit brachte ihn die Watergate-Affäre zu Fall, die zudem das Vertrauen der US-Bürger in die Politik zutiefst erschütterte. Was war passiert? Heimlich, still und leise hatte Nixon das Wahlkampfbüro der demokratischen Partei verwanzen lassen. Dank seiner eigenen Tonbänder konnte ihm das später einwandfrei nachgewiesen werden. 

Nixons Persönlichkeit und sein Führungsstil waren dem von Trump ziemlich ähnlich: Er galt als unberechenbar und cholerisch. Seine Berater hatten alle Hände voll damit zu tun, ihn im Zaum zu halten. Teilweise ignorierten sie sogar direkte Anweisungen, die sie für vollkommen abwegig hielten, und warteten einen helleren Moment ihres Präsidenten ab. Regelmäßig fragten sie sich, ob ihr Chef noch alle Tassen im Schrank hätte. Und es gibt weitere Gemeinsamkeiten: Weder Nixon noch Trump fanden oder finden es problematisch, mit Autokraten und Diktatoren zusammenzuarbeiten. Und beide zeichnen sich durch ein ganz eigenes Verständnis von Wahrheit aus. 

Allerdings regierte Nixon unter anderen Umständen als Trump: Damals funktionierte die Gewaltenteilung im Land noch einwandfrei. Trump hingegen hat die Mehrheit der Richter des Obersten Gerichtshofs in seiner Tasche. Auch schreckt er nicht davor zurück, das Justizministerium auf den Plan zu rufen, wenn ihm ein Urteil nicht gefällt. Zudem war die US-amerikanische Gesellschaft in den Siebzigerjahren weniger zerrissen als heute. Woran liegt das?

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