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I'm a Nurse

Warum ich meinen Beruf als Krankenschwester liebe – trotz allem

By Franziska Böhler & Jarka Kubsova
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I'm a Nurse by Franziska Böhler & Jarka Kubsova

„Pflegenotstand“ – den Begriff hat mittlerweile wohl jeder schon einmal gehört, aber für die meisten von uns bleibt er ein abstraktes Problem. Franziska Böhler ist Krankenschwester und beschreibt in I’m a Nurse (2020), wie Pflegekräfte und Patienten unter Personalmangel und Überlastung leiden. Sie erklärt außerdem, warum diese Missstände uns alle betreffen.

  • Alle, die nicht ausschließen können, einmal in einem Krankenhaus behandelt werden zu müssen
  • Politiker und Politikinteressierte
  • Alle, die sich für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen interessieren

Franziska Böhler arbeitet in einer Klinik in der Nähe von Frankfurt am Main als Krankenschwester auf einer anästhesiologischen Station. Sie betreibt einen Instagramkanal, dem über 150.000 Menschen folgen und auf dem sie regelmäßig aus ihrem Klinikalltag berichtet. Co-Autorin Jarka Kubsova machte das Examen zur Krankenschwester, wechselte aber kurz nach ihrem Abschluss vom Pflegealltag desillusioniert den Beruf. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Journalistin, Autorin und Ghostwriterin.

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I'm a Nurse

Warum ich meinen Beruf als Krankenschwester liebe – trotz allem

By Franziska Böhler & Jarka Kubsova
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  • Contains 9 key ideas
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I'm a Nurse by Franziska Böhler & Jarka Kubsova
Synopsis

„Pflegenotstand“ – den Begriff hat mittlerweile wohl jeder schon einmal gehört, aber für die meisten von uns bleibt er ein abstraktes Problem. Franziska Böhler ist Krankenschwester und beschreibt in I’m a Nurse (2020), wie Pflegekräfte und Patienten unter Personalmangel und Überlastung leiden. Sie erklärt außerdem, warum diese Missstände uns alle betreffen.

Key idea 1 of 9

Franziska Böhler entschied sich aus Begeisterung für den Beruf, Krankenschwester zu werden.

Es war das Anmutigste und Beeindruckendste, was die knapp zehnjährige Franziska in ihrem Leben bis dahin gesehen hatte. Als sie ihren Opa im Krankenhaus besuchte, beobachtete sie, wie eine Krankenschwester am Nachbarbett gekonnt mit Infusionen und Schläuchen hantierte und sich um einen schwer kranken Mann kümmerte. Da war ihr klar: Das wollte sie auch können.

Sie blieb bei ihrem Wunsch und war sich bereits als Sechzehnjährige ihrer Berufswahl sicher. Wenn man schon so viel Zeit im Leben mit Arbeit verbringen musste, dann wollte sie wenigstens etwas Sinnvolles tun. Als Teenagerin erschien es ihr nur logisch, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn alle, die konnten, denen halfen, die Hilfe brauchten. Warum dachten eigentlich nicht mehr Menschen genauso?

Motiviert ging sie in die Ausbildung. Was sich in der Theorie leicht angehört hatte, entpuppte sich in der Praxis vor allem emotional als Herausforderung: Die Klinik war eine eigene kleine Welt voller Gegensätze. Ein Patient erfährt, dass er nur noch wenige Tage zu leben hat, während nebenan ein anderer eine erstaunlich schnelle Heilung durchlebt. Menschen sterben, andere werden geboren. Glück und Unglück liegen ganz nah beieinander.

Vielen Menschen gehen zunächst Bettpfannen und Urinbeutel durch den Kopf, wenn sie an den Job von Pflegekräften denken. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Arbeit. Pflegekräfte haben eine ganze Reihe von Aufgaben, von der Wundversorgung über die Kontrolle der Medikation bis zum Umlagern und zur Unterstützung beim Essen und Trinken. Nicht alles ist für die Patienten immer angenehm, aber die Arbeit ist wichtig, um langfristige Komplikationen zu vermeiden und die Heilungschancen zu verbessern.

Franziska Böhler merkte schnell, dass neben den rein fachlichen Handgriffen vor allem die Art und Weise, wie sie ihre Arbeit ausführt, entscheidend ist. Dass es wichtig ist, den Menschen behutsam und mit Taktgefühl zu begegnen. Sie so zu pflegen, dass sie ihre Würde behalten und sich nicht peinlich berührt fühlen.

Und sie lernte, dass man als Pflegekraft wissen sollte, wann man Patienten mit Humor aufmuntern kann und wann eher Einfühlungsvermögen gebraucht wird. Wann man seine weiche und wann seine raue Seite zeigt. Auch wenn Pflegekräfte schnell von einem Zimmer zum nächsten eilen, dürfen sie dabei nicht vergessen, dass in jedem Bett ein Patient mit eigenen Gefühlen, Ängsten und Erwartungen liegt. In den vergangenen Jahren hat sich an der Arbeit von Franziska Böhler vor allem eines geändert: das Tempo, mit dem sie von einem Zimmer zum nächsten rennen muss.

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