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Ich weiß nicht, was ich wollen soll

Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist

By Bas Kast
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Ich weiß nicht, was ich wollen soll: Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist by Bas Kast

In den westlichen Industrienationen genießen die meisten Menschen Frieden, Freiheit, Wohlstand und Chancenvielfalt. So richtig glücklich scheint sie allerdings keine dieser Errungenschaften zu machen. Warum das so ist, erfährst du in Ich weiß nicht, was ich wollen soll (2012). Die Blinks erklären, was die Wohlstandsgesellschaft ihren Mitgliedern abverlangt, weshalb Karrieretypen oft unzufriedener sind als weniger privilegierte und ehrgeizige Menschen, und was man tun kann, um mehr Gelassenheit und Glück im Leben zu erreichen.

  • Angehende SoziologInnen und Hobbypsychologen
  • Alle, die wissen wollen, weshalb sie so gestresst und unzufrieden sind
  • Jeder, der bereit ist, für sein Glück auch Abstriche zu machen

Bas Kast wurde 1973 in der Pfalz geboren. Er studierte Psychologie und Biologie in Konstanz, Bochum und Boston und hatte eigentlich vor, sein Leben ausschließlich der Wissenschaft zu widmen. Doch dann entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben und beschloss, beide Interessen miteinander zu verbinden. Also ließ er sich u.a. bei der Geo und dem Tagesspiegel zum Wissenschaftsjournalisten ausbilden. Seitdem veröffentlicht Kast regelmäßig populärwissenschaftliche Bücher zu Themen wie Liebe, Kreativität und Ernährung. Zu seinen erfolgreichsten Publikationen gehören Und plötzlich macht es KLICK! (2015) und Der Ernährungskompass (2018). Beide sind ebenfalls als Blinks verfügbar.

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Ich weiß nicht, was ich wollen soll

Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist

By Bas Kast
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Ich weiß nicht, was ich wollen soll: Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist by Bas Kast
Synopsis

In den westlichen Industrienationen genießen die meisten Menschen Frieden, Freiheit, Wohlstand und Chancenvielfalt. So richtig glücklich scheint sie allerdings keine dieser Errungenschaften zu machen. Warum das so ist, erfährst du in Ich weiß nicht, was ich wollen soll (2012). Die Blinks erklären, was die Wohlstandsgesellschaft ihren Mitgliedern abverlangt, weshalb Karrieretypen oft unzufriedener sind als weniger privilegierte und ehrgeizige Menschen, und was man tun kann, um mehr Gelassenheit und Glück im Leben zu erreichen.

Key idea 1 of 7

Ein Übermaß an Wahlmöglichkeiten führt zu Stress und Frustration.

Himbeer-Vanille, Himbeer-Cassis oder Himbeer-Banane? Schwartau oder Mövenpick? Bio oder billig? Je größer die Auswahl, desto gezielter kann man seinen individuellen Vorlieben folgen. Manchmal gibt es jedoch so viele Optionen, dass man vollkommen den Überblick verliert. Angesichts eines solchen Überangebots kommen schnell Zweifel auf. War die Entscheidung wirklich die richtige?

Wie sich Wahlfreiheit auf das Gehirn auswirkt, zeigten neurologische Untersuchungen im Kernspintomographen. Es erwies sich, dass die Erregung im Belohnungszentrum des Gehirns bei steigender Angebotsauswahl zunimmt – allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wird dieser überschritten, sinkt die Erregung wieder.

Das hat natürlich auch praktische Auswirkungen. Im Rahmen einer Studie ließ man mehrere Probanden eine Marmeladensorte aussuchen. Konnten die Versuchsteilnehmer das Angebot gut überblicken, kauften sie das für sie ansprechendste Produkt. Bei einem Überangebot indes wendeten sie sich nach langem Abwägen wieder ab, ohne sich letzten Endes für eine Marmelade zu entscheiden. Doch selbst wenn es gelingt, in einer solchen Situation ein Produkt auszuwählen, so ist man anschließend selten wirklich zufrieden. Das Gefühl, etwas zu verpassen, lässt einen nicht los. Soziologen nennen dieses Phänomen Alternativ-, bzw. Verzichtskosten, weil man die Auswahl der einen Option mit dem Verzicht auf die übrigen bezahlt. Alle nicht gewählten Alternativen werden als Verluste wahrgenommen. Je größer also die anfängliche Auswahl, desto stärker ist auch das Gefühl des Verzichts.

Damit sich dieser Verzicht lohnt, muss die gewählte Option schon viel zu bieten haben. Daher steigen mit der Angebotsauswahl auch die Ansprüche und somit die Gefahr, enttäuscht zu werden. Wenn die Marmelade einmal nicht schmeckt, ist das kein Drama, aber nicht alle Entscheidungen sind so trivial: Lebensentscheidungen etwa. In welchem Land oder welcher Stadt soll man leben? Ist der Partner der richtige? Der Arbeitsplatz oder überhaupt der ganze Beruf?

Früher hatten die Menschen weniger Einfluss auf ihren Werdegang. Die Eltern wählten einen passenden Ehegatten aus, Familienstand und Tradition entschieden über den Beruf. Und wenn diese Wahl Unzufriedenheit auslöste, dann war es eben Schicksal oder der Wille Gottes. Heute tragen wir die Verantwortung für unser Leben größtenteils selbst und können daher auch niemand anderem die Schuld für unser Versagen geben. Der Erfolgsdruck ist in Gesellschaften mit großer Chancenvielfalt deswegen besonders stark.

Besonders für Frauen ist es heute schwieriger, zwischen verschiedenen Lebensmodellen eine Wahl zu treffen. Während sie noch vor ein paar Jahrzehnten größtenteils fremdbestimmt waren und ihr Leben als Hausfrau und Mutter besiegelt war, dürfen sie heute selbst entscheiden, geraten aber immer mehr unter Druck. Sie müssen bis Mitte 40 festlegen, ob sie eine Karriere oder Kinder oder beides wollen und ggf. auf eine der Möglichkeiten verzichten. Männer hingegen haben mehr Zeit und sind entspannter, da sie sich auch im Alter noch für Kinder entscheiden können und auch in der heutigen Zeit meist nicht so viel Freiheit als Vater aufgeben müssen wie Mütter. Das Zufriedenheitsempfinden von Männern hat daher in den letzten Jahren kaum gelitten, das von Frauen hingegen deutlich, was u.a. auf die Angst vor Fehlentscheidungen zurückzuführen ist.

Um das Risiko des Scheiterns zu senken, werden Entscheidungen hinausgezögert oder revidiert. Es fühlt sich sicherer an, sich alle Optionen offen zu halten. Ob es nun um Marmelade, den Wohnort oder die Familie geht.

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