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Ich bin Dynamit

Das Leben des Friedrich Nietzsche

By Sue Prideaux
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Ich bin Dynamit by Sue Prideaux

Friedrich Nietzsche war eine faszinierende und komplexe Figur. Seine flammenden Texte standen in Kontrast zu seiner körperlichen Zerbrechlichkeit, seine philosophische Weitsicht im Widerspruch zu seinem emotionalen Chaos. Verbissen strebte er nach Anerkennung und verlor gerade dann den Verstand, als diese sich einstellte. Diese Blinks zu Ich bin Dynamit (2018) erzählen die Geschichte eines bewegten Lebens.

  • Philosophiefans und neugierige Querdenkerinnen
  • Biografiebegeisterte mit einem Faible für europäische Geschichte
  • Alle, die mehr über Nietzsches faszinierendes Schaffen und Leben erfahren wollen

Sue Prideaux arbeitete nach ihrem Kunststudium lange Jahre als Kunsthistorikerin in Florenz, Paris und London. Heute lebt sie als Schriftstellerin in Norwegen. Ihre Biografien über den Maler Edvard Munch und den Dramaturgen August Strindberg wurden mehrfach ausgezeichnet. Auch Ich bin Dynamit schaffte es wochenlang in die Bestsellerliste der New York Times.

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Ich bin Dynamit

Das Leben des Friedrich Nietzsche

By Sue Prideaux
  • Read in 18 minutes
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Ich bin Dynamit by Sue Prideaux
Synopsis

Friedrich Nietzsche war eine faszinierende und komplexe Figur. Seine flammenden Texte standen in Kontrast zu seiner körperlichen Zerbrechlichkeit, seine philosophische Weitsicht im Widerspruch zu seinem emotionalen Chaos. Verbissen strebte er nach Anerkennung und verlor gerade dann den Verstand, als diese sich einstellte. Diese Blinks zu Ich bin Dynamit (2018) erzählen die Geschichte eines bewegten Lebens.

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Der junge Nietzsche war gesundheitlich fragil, aber intellektuell zu Großem berufen.

Im November 1868 erhielt ein kränklicher, jedoch brillanter Student der Universität Leipzig eine lebensverändernde Einladung. Der junge Mann hieß Friedrich Nietzsche – und hätte es um ein Haar nicht zu dem Treffen geschafft. Nach einem Missverständnis mit seinem Schneider machte er sich verspätet und ohne formelle Abendrobe auf den Weg.

So hastete der junge Nietzsche ohne schützenden Abendanzug durch den strömenden Regen, um jenen Mann zu treffen, der ihm zum Freund und Mentor werden sollte: den berühmten Komponisten und Polemiker Richard Wagner.

Die beiden Männer waren sich sofort sympathisch. Sie sprachen über Wagners Musik und ihre gemeinsame Anerkennung für die Werke des damals umstrittenen Arthur Schopenhauers. Am Ende lud Wagner Nietzsche zu einem weiteren Treffen in sein privates Wohnhaus ein. Damit ging für Nietzsche, der seit seiner frühen Kindheit durch sein intellektuelles und musikalisches Talent hervorstach, ein Traum in Erfüllung. 

Nietzsche kam 1844 im Lützener Ortsteil Röcken in Sachsen-Anhalt zur Welt. Seine Eltern waren der lutherische Pfarrer Carl Ludwig und dessen Frau Franziska. Nietzsches Schwester Elisabeth wurde zwei Jahre nach ihm geboren und von ihrem Bruder liebevoll „Lama“ genannt.

1849 beutelte das Schicksal die Familie schwer: Carl Ludwig erkrankte und verlor den Großteil seiner Sehkraft. Er verbrachte die letzten Lebensmonate im Bett und verstarb mit nur 35 Jahren. Die Ärzte führten seinen rätselhaften Tod auf eine Gehirnerkrankung zurück. Auch Friedrich litt bereits seit jungen Jahren an starken Kopf- und Augenschmerzen, die ihn manchmal tagelang ans Bett fesselten.

Die Familie zog später in die nahe gelegene Kreisstadt Naumburg, wo der vierzehnjährige Friedrich ein Stipendium für die Landesschule Pforta erhielt – ein privates Internatsgymnasium für Hochbegabte. Nietzsche blieb gesundheitlich anfällig, tat sich aber durch Glanzleistungen in der Philologie und den alten Sprachen hervor.

Nach dem Abitur besuchte er – auf Wunsch seiner Mutter – zunächst die theologische Fakultät der Universität Bonn. Doch seine wahre Leidenschaft galt der Philologie. Daher folgte er kurze Zeit später dem Bonner Philologieprofessor Albrecht Ritschl an dessen neuen Lehrstuhl nach Leipzig.

Und so erklomm er die nächste Sprosse einer steilen akademischen Karriereleiter: Nietzsche avancierte nämlich zu Ritschls Musterschüler und wurde bald nach seinem Treffen mit Wagner zum Professor für Klassische Philologie an die Universität Basel berufen. Mit vierundzwanzig Jahren war er der jüngste Universitätsprofessor aller Zeiten.

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