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Human Touch

Warum körperliche Nähe so wichtig ist

By Rebecca Böhme
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Human Touch: Warum körperliche Nähe so wichtig ist by Rebecca Böhme

Körperliche Berührungen werden unterschätzt – den wenigsten ist bewusst, dass sie vom Beginn unseres Lebens an bis ins hohe Alter eine enorme Rolle für unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und unsere Beziehungen spielen. In Human Touch (2019) beleuchtet Rebecca Böhme die verschiedenen Aspekte menschlicher Berührung und plädiert dafür, öfter mal jemanden in den Arm zu nehmen.

  • Alle – vom Tennistrainer bis zum Masseur –, die in ihrem Beruf Menschen berühren
  • Eltern, deren Kinder ständig herumgetragen werden wollen
  • Ärzte, Psychologinnen und Therapeuten

Dr. Rebecca Böhme studierte Biologie in Heidelberg, forschte am Max-Planck-Institut und machte ihren PhD an der Charité in Berlin. Mittlerweile betreibt sie ihre Forschung an der Universität Linköping in Schweden. Sie ist ausgewiesene Expertin für die Themen Gesundheit und Berührung. Human Touch ist ihr erstes Buch.

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Warum körperliche Nähe so wichtig ist

By Rebecca Böhme
  • Read in 13 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 8 key ideas
Human Touch: Warum körperliche Nähe so wichtig ist by Rebecca Böhme
Synopsis

Körperliche Berührungen werden unterschätzt – den wenigsten ist bewusst, dass sie vom Beginn unseres Lebens an bis ins hohe Alter eine enorme Rolle für unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und unsere Beziehungen spielen. In Human Touch (2019) beleuchtet Rebecca Böhme die verschiedenen Aspekte menschlicher Berührung und plädiert dafür, öfter mal jemanden in den Arm zu nehmen.

Key idea 1 of 8

Berührungen sind für Babys lebensnotwendig und für ihre spätere Gesundheit entscheidend.

Von den fünf Sinnen des Menschen erfuhr der Berührungssinn bisher am wenigsten Beachtung. Dabei spielt er bereits für die Entwicklung von Embryos eine wichtige Rolle und auch nach der Geburt bleibt ein Kind nur gesund, wenn es ausreichend Körperkontakt erfährt. Selbst eine stabile Eltern-Kind-Beziehung beruht nicht zuletzt auf intensivem Körperkontakt.

Wohl jeder von uns kennt das wohlige Gefühl, das aufkommt, wenn man sich fest in eine Decke einkuschelt. Doch warum empfinden wir dieses Eingewickeltsein als so angenehm? Das könnte u.a. daran liegen, dass wir bereits im Mutterleib einem leichten Druck von allen Seiten ausgesetzt waren. So lernen wir schon vor unserer Geburt, zu fühlen, zu tasten und Berührungen wahrzunehmen. Zwillinge etwa berühren sich bereits ab der 14. Schwangerschaftswoche absichtlich gegenseitig. Und wenn ein Embryo in der Gebärmutter seine Position verändert, werden dadurch die feinen Härchen auf seiner Haut bewegt, was quasi eine Vorform des Streichelns ist.

Auch bei Neugeborenen spielen Berührungen eine wesentliche Rolle, weil der Tastsinn erst einmal alle anderen Sinne dominiert. In diesem Stadium können wir Menschen nämlich gerade einmal 30 cm weit sehen und auch der Hörsinn funktioniert erst vier Wochen nach der Geburt vollständig. Berührungen nehmen Babys dagegen sehr gut war. Oft weinen sie, wenn sie abgelegt werden und beruhigen sich erst durch Körperkontakt wieder. Auch für die Gesundheit ist Hautkontakt entscheidend: Er stabilisiert die Atmung des Kindes, den Blutzuckerspiegel und die Körpertemperatur. Je mehr körperliche Zuwendung ein Baby erfährt, desto stressresistenter ist es im späteren Leben. Für Eltern ist das Berühren ihrer Kinder übrigens beinahe ebenso wichtig, weil es zur Ausschüttung des Hormons Oxytocin führt, das die emotionale Bindung stärkt.

Doch wie genau funktioniert eigentlich unser Tastsinn? Bei der Wahrnehmung von Berührungen sind unterschiedliche Rezeptoren beteiligt. Einige sind auf die Empfindung von Schmerz spezialisiert, andere können Temperatur und Vibration erfühlen. Und dann gibt es noch die sogenannten C-taktilen Fasern in unserer Haut, die die Wissenschaft erst vor Kurzem entdeckt hat. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir Streicheleinheiten so angenehm finden. Besonders reagieren sie auf eine Temperatur etwas unterhalb der Körpertemperatur, idealerweise 32° Celsius, und auf eine bestimmte Geschwindigkeit, nämlich 1 bis 10 cm pro Sekunde. Mit Ausnahme unserer Hand- und Fußflächen, an denen die meisten Menschen auch nicht unbedingt gestreichelt werden wollen, bedecken die C-taktilen Fasern unseren ganzen Körper.

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