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How Music Got Free

Wie zwei Erfinder, ein Plattenboss und ein Gauner eine ganze Industrie zu Fall brachten

By Stephen Witt
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How Music Got Free by Stephen Witt

In How Music Got Free (2015) geht es um die sagenhafte Geschichte von MP3. Diese Blinks erzählen dir, wie deutsche Forscher das Dateiformat erfanden und damit beinahe die Musikindustrie in den Ruin getrieben hätten. Du lernst dabei viele Leute kennen, die die Verbreitung digitaler Musik und unsere Hörgewohnheiten beeinflusst haben – von den Schmugglern in einem CD-Presswerk bis hin zu einem mächtigen Plattenboss, der den Wert von YouTube erkannte.

  • Menschen, die sich für das Urheberrecht und Netzpolitik interessieren
  • Alle, die viel Musik aus ungeklärter Quelle auf ihrem Rechner haben
  • Jeder, der erleben möchte, wie spannend Geschichten aus der IT sein können

Stephen Witt hat genau das richtige Alter: Als der US-Amerikaner 1997 sein Studium begann, hatte er noch nie von MP3 gehört. Ein Semester später war seine Festplatte voll mit illegal heruntergeladenen Songs aus dem Internet. Doch im Gegensatz zu anderen College-Kids, die sich gern gratis im Netz bedienten, forschte er nach: Woher kam die Musik? Wer hatte diese technische Revolution ermöglicht? 2011 schloss Witt sein Studium der Journalistik an der Columbia University ab. How Music Got Free ist sein erstes Buch.

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How Music Got Free

Wie zwei Erfinder, ein Plattenboss und ein Gauner eine ganze Industrie zu Fall brachten

By Stephen Witt
  • Read in 18 minutes
  • Contains 11 key ideas
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How Music Got Free by Stephen Witt
Synopsis

In How Music Got Free (2015) geht es um die sagenhafte Geschichte von MP3. Diese Blinks erzählen dir, wie deutsche Forscher das Dateiformat erfanden und damit beinahe die Musikindustrie in den Ruin getrieben hätten. Du lernst dabei viele Leute kennen, die die Verbreitung digitaler Musik und unsere Hörgewohnheiten beeinflusst haben – von den Schmugglern in einem CD-Presswerk bis hin zu einem mächtigen Plattenboss, der den Wert von YouTube erkannte.

Key idea 1 of 11

Schon als die CD populär wurde, begannen deutsche Forscher mit der Entwicklung von MP3.

Als in den Achtzigerjahren die ersten CDs in den Regalen der Plattenläden auftauchten, waren die silbernen Scheiben für Verbraucher eine Sensation: eine noch nie da gewesene Qualität! So klein! So modern! Doch einige Leute wussten bereits in diesem Jahrzehnt, dass die CD nur eine Übergangslösung sein würde. Denn ein viel effizienteres System steckte bereits in den Kinderschuhen.

Das neue System entstand im Bereich der Psychoakustik. Diese Disziplin beschäftigt sich damit, wie Menschen Töne wahrnehmen. 1987 wurde dazu am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen ein eigenes Forscherteam gebildet. Unter der Leitung von Karlheinz Brandenburg, der damals noch Doktorand war, erforschten mehrere Akustiker, Ingenieure und Elektrotechniker eine spannende Frage: Welche Daten digitaler Musik können vom menschlichen Gehör und Gehirn nicht wahrgenommen werden und daher in den Dateien einfach weggelassen werden? Mit anderen Worten: Wie lässt sich digitale Musik so komprimieren, dass sie zwar aus weniger Daten besteht, aber sich trotzdem gleich anhört?

Ziel der Forscher war es, die Größe eines Songs auf einer CD, die damals ungefähr 1,4 Millionen Bits betrug, zu halbieren. Dazu analysierten sie alle möglichen Musikstile, Instrumente und sogar Vogelgezwitscher oder das Geräusch eines Flugzeugs auf die Komponenten, die für uns nicht wahrnehmbar sind, und reduzierten die Datenmenge nach und nach. 

Als besonders knifflig stellte sich die Reduktion der menschlichen Stimme dar. Für die Tests dazu verwendete das Team um Brandenburg den Song Tom’s Diner von Suzanne Vega – ihr haben wir es also zu verdanken, dass auch Stimmen in MP3 perfekt klingen. Damit hat sich die Sängerin den Ruf als Mutter der MP3-Datei erworben.

Nach zwei Jahren und einer Reise nach New York in die AT&T Bell Labs, wo ein Team zu einem ähnlichen Projekt forschte, hatten es die Fraunhofer endlich geschafft: 1989 war der Sound von MP3 von dem der CD nicht mehr zu unterscheiden.

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