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Hegels Welt

Das Leben und Werk eines der größten deutschen Philosophen

By Jürgen Kaube
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Hegels Welt by Jürgen Kaube

Europa um 1800: Die Welt ist im Umbruch – und mit ihr die Philosophie. Eine der führenden Figuren der neuen Denkschule des Idealismus ist Georg Wilhelm Friedrich Hegel. In den Blinks zu Hegels Welt (2020) beleuchten wir das Leben und Wirken dieses großen deutschen Philosophen. Hegel war ein Kind seiner Zeit, der seiner Epoche zugleich wie kein anderer den eigenen geistigen Stempel aufdrückte.

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Jürgen Kaube hat Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte studiert und war als Hochschulassistent für Soziologie tätig, bevor er sich dem Journalismus zuwandte. Heute ist er Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Autor zahlreicher Bücher, darunter eine Max Weber Biografie sowie der Bestseller Die Anfänge von allem (2017). Kaube wurde 2012 vom Medium Magazin zum Journalist des Jahres im Bereich Wissenschaft gekürt und erhielt 2015 den Ludwig-Börne-Preis.

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Hegels Welt

Das Leben und Werk eines der größten deutschen Philosophen

By Jürgen Kaube
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Hegels Welt by Jürgen Kaube
Synopsis

Europa um 1800: Die Welt ist im Umbruch – und mit ihr die Philosophie. Eine der führenden Figuren der neuen Denkschule des Idealismus ist Georg Wilhelm Friedrich Hegel. In den Blinks zu Hegels Welt (2020) beleuchten wir das Leben und Wirken dieses großen deutschen Philosophen. Hegel war ein Kind seiner Zeit, der seiner Epoche zugleich wie kein anderer den eigenen geistigen Stempel aufdrückte.

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Zur Zeit von Hegels Geburt war Europa im Umbruch und der deutsche Idealismus veränderte die Weltsicht radikal.

Als Georg Wilhelm Friedrich Hegel am 27. August 1770 in Stuttgart das Licht der Welt erblickte, herrschte in Europa Aufbruchstimmung. Die Industrialisierung war auf dem Vormarsch, Forscher entdeckten nach und nach die chemischen Elemente. Abenteurer wie James Cook brachen zu Expeditionen in unbekannte Länder auf und der Kolonialismus erreichte seinen Höhepunkt.

Auch die Geisteswelt wurde vom allgegenwärtigen Erneuerungsfieber erfasst. Je mehr die Natur und ihre Phänomene entschlüsselt wurden, desto weniger waren die Menschen gewillt, alles einem allmächtigen Gott zuzuschreiben. Wer sollte bei Blitzen vom Himmel noch an Gottes Zorn glauben, nachdem Benjamin Franklin sie als elektrische Ladung enttarnt und anschließend den Blitzableiter erfunden hatte?

Die Religion war in der Krise, und eine neue philosophische Strömung – der Idealismus – meldete sich zu Wort, um an ihrer Stelle die Welt zu erklären. Für die Idealisten war nicht mehr Gott das Maß aller Dinge, sondern Denken, Bewusstsein und Geist. Während die physische Welt mithilfe wissenschaftlicher Methoden entschlüsselt wurde, wollte der Idealismus die nicht sinnlich erfahrbaren Dinge wie „Seele“, „Gott“ und „Freiheit“ ergründen – und zwar mittels der Vernunft.

Im Jahr 1783 gelang die erste Ballonfahrt, mit der man vor allem zeigen wollte, dass Fliegen möglich war. Ähnlich wie die Pioniere der Luftfahrt stiegen auch die Idealisten in neue Höhen, um die Welt gleichsam als Ganzes, aber zugleich in ihrer Beschaffenheit aus Einzelteilen zu erkennen. Die Welt, so formulierte es der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, müsse von einem Punkt betrachtet werden, der außerhalb von ihr liege.

Von alledem wusste der kleine Hegel natürlich noch nichts. Seine Eltern waren Protestanten, der Vater Hofbeamter. Mit drei Jahren kam Hegel in die Schule, schon als Sechsjähriger durfte er Latein pauken. Er war ein guter Schüler, lernte gern und las alles, was ihm in die Finger kam – von Aristoteles über Shakespeare bis hin zu Unterhaltungsliteratur. Eines seiner Lieblingsbücher war Sophiens Reise von Memel nach Sachsen, damals ein Bestseller und nicht gerade Hochkultur. Später sollte Arthur Schopenhauer sticheln, er selbst habe in seiner Jugend Homers Odyssee der Reise nach Sachsen vorgezogen.

Hegels Mutter wollte, dass ihr Sohn Pfarrer wird, und fragte ihn regelmäßig Lateinvokabeln ab. Als er dreizehn Jahre alt war, starb sie an Typhus. Auch Hegel erkrankte, überlebte knapp und suchte anschließend Trost in der Wissenschaft. Er wollte kein Pfarrer werden, aber sein Studium der Theologie war längst beschlossene Sache.

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