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Haben oder Sein

Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft

By Erich Fromm
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Haben oder Sein by Erich Fromm

Der Kapitalismus lebt davon, dass wir versuchen, uns Freude und Glück zu erkaufen. Gepaart mit knallhartem Leistungsdenken ergibt dies den sogenannten Haben-Modus – den Modus Operandi der westlichen Welt. Aber ist Glück in diesem System überhaupt vorgesehen? Diese Blinks zeigen, warum Erich Fromms Haben oder Sein (1976) heute so eindringlich ist wie damals. Sie erklären, warum wir dringend in den Sein-Modus wechseln müssen, um persönliches Glück zu finden und eine solidarische Gesellschaft aufzubauen.

  • Alle, die spüren, dass uns das Streben nach Erfolg und Besitz nicht glücklich macht
  • Alle, die jenseits von Macht und Materialismus nach Erfüllung suchen
  • Achtsame Menschen, die sich ein solidarisches Miteinander wünschen

Erich Fromm (1900–1980) war ein weltweit anerkannter Psychologe, Soziologe und Philosoph. Er wurde als Sohn orthodoxer Juden in Frankfurt am Main geboren und wanderte nach New York aus, als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen. Später erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und lehrte als Professor an renommierten Universitäten wie Columbia und Yale.

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Haben oder Sein

Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft

By Erich Fromm
  • Read in 13 minutes
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  • Contains 8 key ideas
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Haben oder Sein by Erich Fromm
Synopsis

Der Kapitalismus lebt davon, dass wir versuchen, uns Freude und Glück zu erkaufen. Gepaart mit knallhartem Leistungsdenken ergibt dies den sogenannten Haben-Modus – den Modus Operandi der westlichen Welt. Aber ist Glück in diesem System überhaupt vorgesehen? Diese Blinks zeigen, warum Erich Fromms Haben oder Sein (1976) heute so eindringlich ist wie damals. Sie erklären, warum wir dringend in den Sein-Modus wechseln müssen, um persönliches Glück zu finden und eine solidarische Gesellschaft aufzubauen.

Key idea 1 of 8

Wirtschaftlicher Fortschritt garantiert weder Glück noch Wohlstand.

Wo wir auch hinsehen, sind wir von verführerischen Produktversprechen umzingelt: von Autos, die uns erfolgreicher wirken lassen, von Mode, die uns schöner machen soll, und von Geräten, die uns den Alltag erleichtern. Aber wenn all diese Dinge das Leben besser machen, warum fühlen sich dann so viele Menschen überfordert und unglücklich?

Weil Zufriedenheit mehr erfordert als materiellen Wohlstand. Sosehr es uns die Wirtschaft glauben machen möchte: Wir können uns das Glück nicht erkaufen.

Im Gegenteil. Das westliche „Streben nach Glück“ führt immer häufiger zu Depressionen, Angstzuständen und Suchtverhalten. Das Leistungsprinzip unserer Gesellschaft zwingt uns zum ständigen Konkurrenzdenken und wir entfernen uns voneinander, statt uns zu solidarisieren.

Dieser inneren Leere begegnen wir mit dem Wunsch, mehr zu besitzen und mehr zu sein. Wir glauben, uns ständig verbessern und wachsen zu müssen. Dabei erkennen wir nicht, dass wir in einem auf Wachstum basierenden System niemals irgendwo ankommen. Wir werden niemals genug besitzen, um erfüllt zu sein, denn die Wirtschaft lebt von unerfüllten Bedürfnissen. Je mehr wir uns anstrengen und ausgeben, desto leerer werden wir uns fühlen.

Die Wachstumsideologie hat aber nicht nur individuelle, sondern auch gesamtgesellschaftliche Folgen. Eine davon ist, dass sich der Reichtum der Welt auf immer weniger Menschen konzentriert.

Im Kapitalismus ist sich jeder selbst der Nächste. Das System belohnt Gier und Eigensinn und führt zur Abwertung von Bescheidenheit und Gemeinschaft. Diese Tendenz treibt die sozialen Schichten weiter auseinander. Auf lange Sicht führt sie zu Spannungen, die sich in Unruhen oder gewaltsamen Konflikten entladen können.

Gier ist generell keine gesunde Triebkraft. Sie war einer der zentralen Auslöser zahlreicher internationaler Kriege – vom Siebenjährigen Krieg in Nordamerika bis zum Ersten Weltkrieg. Und in der kapitalistischen Gesellschaft bringt sie auf lange Sicht nur Zerstörung.

Unternehmen versuchen, ihre Kunden zu täuschen, ihre Mitarbeiter auszunutzen und ihre Konkurrenz zu eliminieren. Was gibt es für Alternativen? Den Kommunismus? Leider nein, denn auch der Kommunismus basiert letztlich auf Produktion und Konsum.

Tatsache aber ist: In einer Gesellschaft, die nicht dem Wohle der Mehrheit dient, sind drastische soziale und wirtschaftliche Reformen nötig. Wir dürfen uns nicht länger vorschreiben lassen, was wir kaufen und verbessern müssen, um zufrieden zu sein. Es ist Zeit für tief greifende Veränderungen.

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