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„Gestatten, ich bin ein Arschloch.“

Ein netter Narzisst und Psychiater erklärt, wie Sie Narzissten entlarven und ihnen Paroli bieten

By Pablo Hagemeyer
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„Gestatten, ich bin ein Arschloch.“ by Pablo Hagemeyer

In „Gestatten, ich bin ein Arschloch.“ (2020) geht es um einen ziemlich unangenehmen Menschenschlag. Auf den ersten Blick wirken Narzissten häufig umwerfend charmant und sympathisch, doch nach und nach fangen sie an, dich zu manipulieren und dein Leben zu zerstören. Wir werfen einen Blick auf die narzisstische Persönlichkeitsstörung und erklären dir, was sie so gefährlich macht.

  • Psychologie-Interessierte
  • Menschen, die mit einem Narzissten zusammenleben
  • Alle, die sich fragen, ob sie vielleicht selbst narzisstisch sind.

Dr. med. Pablo Hagemeyer ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach einigen Jahren an verschiedenen Krankenhäusern betreibt er seit 2011 eine eigene psychotherapeutische Praxis in der Nähe von München. Er therapiert, schreibt Bücher und gibt Seminare, Workshops und Interviews, vor allem zum Thema Narzissmus. Mit diesem Thema kennt er sich bestens aus, nicht zuletzt, weil er selbst von dieser Persönlichkeitsstörung betroffen ist.

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„Gestatten, ich bin ein Arschloch.“

Ein netter Narzisst und Psychiater erklärt, wie Sie Narzissten entlarven und ihnen Paroli bieten

By Pablo Hagemeyer
  • Read in 13 minutes
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  • Contains 8 key ideas
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„Gestatten, ich bin ein Arschloch.“ by Pablo Hagemeyer
Synopsis

In „Gestatten, ich bin ein Arschloch.“ (2020) geht es um einen ziemlich unangenehmen Menschenschlag. Auf den ersten Blick wirken Narzissten häufig umwerfend charmant und sympathisch, doch nach und nach fangen sie an, dich zu manipulieren und dein Leben zu zerstören. Wir werfen einen Blick auf die narzisstische Persönlichkeitsstörung und erklären dir, was sie so gefährlich macht.

Key idea 1 of 8

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung entsteht in der Kindheit.

Vielleicht weißt du es noch nicht, aber auch in dir steckt ein kleiner Narzisst. Denn jeder Mensch trägt narzisstische Wesenszüge in sich, das ist ganz normal und sogar wichtig. Selbstbewusstsein und das Bedürfnis nach Anerkennung sind grundlegende Eigenschaften der menschlichen Psyche, die evolutionär betrachtet durchaus ihre Funktion haben. 

Die Dosis macht das Gift: Du wünschst dir, dass dein Partner dir ab und zu mal sagt, dass er dich prima findet? Keine Angst, das ist ganz normal. Du brauchst mindestens fünfmal pro Tag die definitive Bestätigung, dass du der tollste Hecht im ganzen Land bist? Dann deutet das auf eine krankhafte Störung hin. Und um diese krankhafte Form des Narzissmus soll es im Folgenden gehen.

Ob und wie eine Person mit den Themen Anerkennung, Ablehnung, Selbstbewusstsein und Selbstdarstellung klarkommt, entscheidet sich in der frühen Kindheit. Deswegen zählt die narzisstische zu den frühen Störungen

Mobbing, Ausgrenzung, emotionale Kälte, Missbrauch – das alles kann einen Menschen zum Narzissten werden lassen. Vor allem, wenn die Eltern ihre Liebe an Bedingungen knüpfen und das Kind keine stabile Bindung entwickelt, fördert das Narzissmus. Denn falls ein Kind nur geliebt wird, solange es sich gut benimmt, braucht es permanent die Bestätigung, dass es auch wirklich gut genug ist. Wer sich das einmal angewöhnt hat, wird es nicht mehr los. Deswegen ist krankhafter Narzissmus auch nicht heilbar, sondern bleibt ein Leben lang Teil der Persönlichkeit der Betroffenen.

Außerdem ist Narzissmus eine Bewertungsstörung, die eine realistische Selbsteinschätzung verhindert. Narzissten haben ständig Angst, zu scheitern. Aus diesem Grund müssen sie sich andauernd beweisen, dass sie erfolgreich sind. Die kleinste Kritik bewerten sie als vernichtend, das winzigste Lob als Beweis ihrer Genialität.

Narzissten biegen sich die Realität gerne so zurecht, wie es ihnen gerade passt. Auch das haben sie schon in der Kindheit gelernt, denn Kinder sind gut darin, Situationen zu normalisieren: Wenn die Mutter zum Beispiel gewalttätig ist, redet sich das Kind ein, das sei normal. Das führt zu einer verzerrten Wahrnehmung, sodass die Betroffenen Situationen anders bewerten als gesunde Menschen. Wie extrem diese Verzerrung der Realität ist, hängt davon ab, wie stark die Persönlichkeitsstörung ausgeprägt ist.

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