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Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen

Die schonungslose Analyse einer Generation von Beziehungsverweigerern

By Michael Nast
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Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen by Michael Nast
Synopsis

Bei Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen (2021) handelt es sich um die Fortsetzung eines Bestsellers, der 2016 große Wellen schlug. Erneut stehen die Liebesnöte alleinstehender Großstädter im Zentrum: Warum fällt es vielen Millennials so schwer, sich auf eine Beziehung einzulassen und sich dauerhaft zu binden? Die Blinks gehen dieser Frage auf den Grund und geben Denkanstöße, was passieren müsste, damit die Generation Beziehungsunfähig endlich unter die Haube kommt. 

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Warum wir uns immer in die Falschen verlieben

Michael Nast glaubt noch immer an die große Liebe. Fünf Jahre, nachdem sein Bestseller Generation Beziehungsunfähig einer ganzen Generation beim Thema Bindungsangst den Spiegel vorgehalten hatte, ist er zwar noch immer Single, aber nicht ohne Hoffnung: Irgendwann muss unter all den Frauenbekanntschaften doch mal die Richtige dabei sein. Bisher lässt das Glück aber noch auf sich warten.

Genau wie Nast sind viele Großstädter zwischen zwanzig und vierzig keineswegs freiwillig Dauersingle. Sie haben vielmehr das Gefühl, in Sachen Liebe vom Pech verfolgt zu sein. Ständig verlieben sie sich in Menschen, die sie nicht haben können oder mit denen es so kompliziert ist, dass sie nach kurzer Zeit entnervt das Handtuch werfen. 

Das könnte daran liegen, dass sich auf dem Single-Markt vor allem zwei Bindungstypen tummeln: der ängstliche und der vermeidende. Die Gefühle des ängstlichen Bindungstypen werden von Verlustängsten dominiert. Erst, wenn er sich so richtig Mühe geben muss, wird sein Jagdinstinkt aktiv. Auch Michael Nast verliebt sich regelmäßig in unerreichbare Frauen, die er mit allen Mitteln der Kunst umwerben muss. Doch sobald er die Zuneigung der Auserwählten erworben hat, löst sich seine Angst, nicht geliebt zu werden, in Luft auf – und damit auch seine anfängliche Leidenschaft. 

Der emotional verschlossene Vermeider hingegen fürchtet den Kontrollverlust. Weil für ihn jede Form von Nähe ein Risiko ist, hält er andere ständig auf Distanz.

Sowohl der Vermeider als auch der ängstliche Bindungstyp bräuchten für ihren Seelenfrieden eigentlich einen sicheren Bindungstypen.

Doch diese emotional intelligenten und überaus beziehungsfähigen Menschen sind meistens schon vergeben. Infolgedessen treffen auf dem Singlemarkt meistens Angsthasen und Vermeider aufeinander und beginnen so ein kräftezehrendes Tauziehen. Je mehr sich der eine zurückzieht, desto verzweifelter kämpft der andere. So schaukeln sie sich gegenseitig hoch, bis es zum unvermeidlichen Knall kommt und die Beziehung in die Brüche geht. 

In vielen Fällen ist Pech in der Liebe also das Ergebnis von Selbstsabotage.

Und als wäre das nicht genug, glauben viele, Schmerz gehöre eben zur Liebe dazu. Auch Michael Nast fand heimlich Gefallen an der Rolle des unglücklich Verliebten. Er brauchte lange, um zu erkennen, dass er in Wahrheit nur ein Problem hatte: null Bock, sich wirklich auf jemanden einzulassen. Stattdessen suchte er ständig nach neuen romantischen Begegnungen, denn er war geradezu süchtig nach dem Rausch des Verliebtseins.

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