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Gebt eure Stimme nicht ab!

Warum unser Land unregierbar geworden ist

By Lars Vollmer
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Gebt eure Stimme nicht ab!: Warum unser Land unregierbar geworden ist by Lars Vollmer

Unser politisches System ist nicht mehr zeitgemäß. Wir leben noch immer in einem „Hirtensystem“, in dem uns der Staat wie Schäfchen bevormundet. Dadurch bleiben wir von ihm abhängig und dumm. Wir schreien alle naselang nach seiner Intervention und schimpfen dann böse, wenn er den komplexen Anforderungen unserer Zeit doch nicht gerecht wird. Diese Blinks fordern daher: Gebt eure Stimme nicht ab! (2019). Dabei skizzieren sie zugleich ein effektiveres und demokratischeres Modell, nämlich das einer selbstorganisierten Verantwortungsgesellschaft.

  • Alle, die spüren, dass Regeln und Verbote keine Probleme lösen
  • Kritische Köpfe, die begriffen haben, dass sich politisch grundlegend etwas verändern muss
  • Aufgeschlossene, die empfänglich für Wandel und zukunftsweisende Ideen sind

Lars Vollmer ist Maschinenbauer, Unternehmer, Berater, Redner und Autor. Er ist außerdem Mitgründer des Think Tanks intrinsify, des größten deutschsprachigen Netzwerks für die neue Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung. In seinen vielfältigen Publikationen wie dem Wirtschaftsbestseller Zurück an die Arbeit (2016) geht es vor allem um die effiziente Neugestaltung unserer Wirtschaft und Gesellschaft.

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Gebt eure Stimme nicht ab!

Warum unser Land unregierbar geworden ist

By Lars Vollmer
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Gebt eure Stimme nicht ab!: Warum unser Land unregierbar geworden ist by Lars Vollmer
Synopsis

Unser politisches System ist nicht mehr zeitgemäß. Wir leben noch immer in einem „Hirtensystem“, in dem uns der Staat wie Schäfchen bevormundet. Dadurch bleiben wir von ihm abhängig und dumm. Wir schreien alle naselang nach seiner Intervention und schimpfen dann böse, wenn er den komplexen Anforderungen unserer Zeit doch nicht gerecht wird. Diese Blinks fordern daher: Gebt eure Stimme nicht ab! (2019). Dabei skizzieren sie zugleich ein effektiveres und demokratischeres Modell, nämlich das einer selbstorganisierten Verantwortungsgesellschaft.

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Im angeblich so modernen Deutschland herrscht noch immer das Hirtenprinzip.

Wir sehen uns gern als unabhängig, meinungsstark und mündig. Wir gehen unseren Pflichten nach, kennen unsere Rechte und entscheiden frei über unser Schicksal. Oder? Denkste! In Wirklichkeit lassen wir uns wie lammfromme Schäfchen von einem Hirten leiten.

Erklären wir zunächst das etwas zugespitzte Bild vom Schaf und dem Hirten. Das „Hirtenprinzip“ beruht auf dem Tauschgeschäft „Freiheit gegen Sicherheit“ und illustriert das traditionelle Verhältnis zwischen Herrschern und Beherrschten: Um beschützt zu werden, gibt das Volk seine Autonomie auf.

In früheren Epochen mag das ein nutzbringendes Geschäft gewesen sein. Von der Antike bis zum späten Mittelalter war der Mensch zahllosen Gefahren ausgesetzt, gegen die er allein nichts ausrichten konnte. Also suchte er den Schutz des herrschenden Königs, Kaisers oder Fürsten, um Teil von dessen behüteter Herde zu werden. Er nahm die Unfreiheit in Kauf, um zu überleben. Große Freiheit bedeutete bis ins 16. Jahrhundert hinein große Unsicherheit: Der „Vogelfreie“ war ein Geächteter und zur Tötung freigegeben.

Doch erstaunlicherweise gilt das Hirtenprinzip noch heute. Der moderne Sozialstaat schützt uns – soweit die Theorie – vor Gewalt, Krankheit und Armut. Dafür nehmen wir große Einschränkungen unserer persönlichen Freiheit in Kauf, zahlen Steuern und Sozialabgaben und lassen uns zunehmend überwachen.

Nun sollte man meinen, dass ein solches Tauschgeschäft nur so lange läuft, wie beide Seiten ihren Verpflichtungen nachkommen. Tatsächlich kann man das Ende der europäischen Monarchien im frühen 20. Jahrhundert als Kündigung seitens der beherrschten Völker verstehen: Selbst die treuen deutschen Schäfchen schickten ihren Hirten, Kaiser Wilhelm II., 1918 ins Exil, nachdem er ihnen statt sozialer Sicherheit eine verheerende Niederlage in einem fürchterlichen Weltkrieg beschert hatte.

Dennoch hat sich seitdem nicht wirklich viel geändert. Im Grunde folgte vom Deutschen Reich, der Weimarer Republik über das Dritte Reich bis zur DDR und der BRD ein Hirtensystem auf das andere. Das ist gelinde gesagt erstaunlich, denn unsere Gesellschaft hat sich in diesen rund 100 Jahren radikal verändert.

Spätestens mit der Aufklärung wurden Forderungen nach persönlicher und geistiger Freiheit laut. Seit 1949 ist diese Freiheit sogar im Grundgesetz verankert. Seit den 1960ern versuchen Aktivisten immer wieder, den Staat in seine Schranken zu weisen, und die Globalisierung stellt uns mit der Digitalisierung, dem Klimawandel und globalen Migrationsbewegungen vor Herausforderungen, denen das Hirtensystem Nationalstaat längst nicht mehr gewachsen ist. Wird es nicht langsam Zeit für etwas Neues?

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