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Frauen dürfen hier nicht träumen

Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit

By Rana Ahmad
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Frauen dürfen hier nicht träumen: Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit by Rana Ahmad

In Europa hört man immer wieder von Zwangsehen, Vergewaltigungen und Ehrenmorden in muslimischen Familien. Man weiß um die vielen Formen der Misogynie und die prekäre Rechtslage in muslimisch geprägten Ländern wie Saudi-Arabien. Und doch können sich die meisten Menschen kaum vorstellen, wie es ist, als Frau in so einem Umfeld aufzuwachsen. Frauen dürfen hier nicht träumen (2018) bietet einen Erfahrungsbericht aus erster Hand. Hier schildert Rana Ahmad ihre persönlichen Erlebnisse und erklärt, wie und warum sie aus ihrem Heimatland und vor ihrer Religion fliehen musste.

  • Frauen und Muslime, die nach starken Vorbildern suchen
  • Jeder, der sich für den Islam und Saudi-Arabien interessiert
  • Alle, die verstehen möchten, warum Menschen aus ihrer Heimat flüchten

Rana Ahmad wurde 1985 in Riad geboren. Schon als Zehnjährige musste sie einen Schleier tragen und durfte das Haus nicht mehr ohne männliche Begleitung verlassen. Ihre erste arrangierte Ehe musste sie mit zwanzig Jahren eingehen, doch die Beziehung scheiterte. Als sie durch das Internet erstmals Texte von Charles Darwin und Friedrich Nietzsche kennenlernte, begann sie, an ihrem Glauben zu zweifeln. Auf Ungläubigkeit steht in Saudi-Arabien allerdings die Todesstrafe, weshalb Ahmad beschloss, aus ihrer Heimat zu fliehen. Über die Türkei und Griechenland gelangte sie schließlich nach Deutschland, wo sie ihren Namen ändern ließ und ihr erstes Buch veröffentlichte: Frauen dürfen hier nicht träumen.

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Frauen dürfen hier nicht träumen

Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit

By Rana Ahmad
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Frauen dürfen hier nicht träumen: Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit by Rana Ahmad
Synopsis

In Europa hört man immer wieder von Zwangsehen, Vergewaltigungen und Ehrenmorden in muslimischen Familien. Man weiß um die vielen Formen der Misogynie und die prekäre Rechtslage in muslimisch geprägten Ländern wie Saudi-Arabien. Und doch können sich die meisten Menschen kaum vorstellen, wie es ist, als Frau in so einem Umfeld aufzuwachsen. Frauen dürfen hier nicht träumen (2018) bietet einen Erfahrungsbericht aus erster Hand. Hier schildert Rana Ahmad ihre persönlichen Erlebnisse und erklärt, wie und warum sie aus ihrem Heimatland und vor ihrer Religion fliehen musste.

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Als Kind war es für Rana Ahmad selbstverständlich, dass Frauen kaum eigene Rechte besitzen.

Stell dir vor, du dürftest das Haus nur noch vollverschleiert und in Begleitung eines männlichen Verwandten verlassen. Stell dir vor, du könntest deine Freunde nur noch unter Aufsicht besuchen und nie mehr selbst Auto fahren. Stell dir einfach vor, du wärst eine Frau in Saudi-Arabien.

Für Frauen in stark muslimisch geprägten Ländern ist das Leben voller Einschränkungen. Ihre Aufgaben beschränken sich darauf, den Haushalt zu erledigen, den Nachwuchs großzuziehen und ihrem Mann zu dienen und zu gehorchen. So sei es laut Allah bestimmt, und was Allah bestimmt, ist Gesetz. Wer nicht bereit ist, sich diesen Regeln zu beugen, wird bestraft.

Der Grund für diese offensichtliche Ungerechtigkeit ist die Überzeugung, dass Frauen weniger wert sind als Männer. In Saudi-Arabien z.B. gilt eine Frau nicht als gleichwertige Person, sondern als Eigentum des Mannes. Ob der seine Frau schlägt, einsperrt oder sie mit Geschenken überschüttet, ist ihm überlassen. Selbst im Fall eines Verbrechens wird der Mann nur selten belangt, da die Polizei immer eher ihm als seiner Frau glaubt.

Auch Rana Ahmad bekam bereits als Kind zu spüren, dass sie in dieser Welt weniger Rechte besaß als ihre Brüder und Cousins: Zu ihrem zehnten Geburtstag schenkte Ranas Vater ihr ein Fahrrad. Rana war überglücklich, und das, obwohl das Fahrradfahren für Frauen damals in Riad verboten war. Zwar konnte sie ihr Geschenk nicht direkt ausprobieren, doch in den Sommerferien besuchte sie ihre Großeltern in Syrien und nutzte dort jeden Tag, um auf ihrem Rad die Gegend zu erkunden.

Eines Tages beschloss der Großvater jedoch, ihr das Rad wegzunehmen und es ihrem Bruder zu schenken. Es schicke sich nicht für ein Mädchen, Fahrrad zu fahren – so lautete seine Begründung. Außerdem entschied er, dass es nun für Rana an der Zeit sei, den Schleier anzulegen.

Von diesem Tag an hatte sich Rana komplett zu verhüllen, wann immer sie das Haus verließ. Eine ziemliche Tortur für ein Kind – zumal bei den Temperaturen, die im Sommer in Syrien herrschen. Doch es gab keine Diskussionen. Und um ihr die Maßnahme etwas schmackhafter zu machen, wurde behauptet, dass sie mit dem Schleier nun fast schon eine richtige Frau sei und zudem eine wahre Freude für Gott.

Obwohl Rana solche Einschränkungen schon damals als ungerecht empfand, waren sie doch selbstverständlich für die junge Frau. Sie kannte schließlich Allahs Weisung, und Allah, so glaubte sie, hatte immer recht.

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