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Fraktale und Finanzen

Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin

By Benoit Mandelbrot, Richard Hudson
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Fraktale und Finanzen by Benoit Mandelbrot, Richard Hudson

Die konventionellen Finanztheorien, die an den meisten Universitäten gelehrt werden, erklären viele Ereignisse auf den Märkten nicht zufriedenstellend, da sie von falschen Voraussetzungen ausgehen. Warum dagegen Fraktale ein besseres Erklärungsmodell für Marktdynamiken darstellen, erläutert Mandelbrot in Fraktale und Finanzen (2005).

  • Jeder, der sich fragt, warum gängige Finanztheorien oft zu kurz greifen
  • Fans des Apfelmännchens
  • Alle, die bessere Vorhersagen über finanzielle Entwicklungen treffen möchte

Benoît B. Mandelbrot (1924–2010) war ein französisch-amerikanischer Mathematiker. Er entwickelte die sogenannte Mandelbrot-Menge und leistete damit Pionierarbeit in der fraktalen Geometrie. Als Mathematiker und Professor war er unter anderem bei IBM und an den Universitäten Yale und Lille I beschäftigt. Fraktale und Finanzen ist sein letztes Buch und wurde von der Financial Times Deutschland mit dem Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

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Fraktale und Finanzen

Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin

By Benoit Mandelbrot, Richard Hudson
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Fraktale und Finanzen by Benoit Mandelbrot, Richard Hudson
Synopsis

Die konventionellen Finanztheorien, die an den meisten Universitäten gelehrt werden, erklären viele Ereignisse auf den Märkten nicht zufriedenstellend, da sie von falschen Voraussetzungen ausgehen. Warum dagegen Fraktale ein besseres Erklärungsmodell für Marktdynamiken darstellen, erläutert Mandelbrot in Fraktale und Finanzen (2005).

Key idea 1 of 9

Menschen handeln viel irrationaler, als herkömmliche Finanztheorien annehmen.

John Stuart Mill war einer der Gründungsväter der modernen Wirtschaftstheorie. Er erfand das Konzept des Homo oeconomicus: ein rationales Wesen, das nur daran interessiert ist, den größtmöglichen Gewinn zu erwirtschaften, und dazu immer die besten Entscheidungen trifft. Eiskalt kauft und verkauft er alles, wie es ihm gerade geboten erscheint. So entstehen durch seine Handlungen Preise und Märkte. 

Seit seiner Geburt im 19. Jahrhundert hat der Homo oeconomicus eine erstaunliche Karriere hingelegt: Er wurde zu einer der Grundüberzeugungen aller wirtschaftlichen Theorien. So geht die bekannte Chicagoer Schule davon aus, dass alle individuellen Investierenden immer die gleiche Entscheidung treffen werden, wenn ihnen die gleichen Informationen zur Verfügung stehen, nämlich diejenige, die ihnen am meisten Profit verspricht. 

Der Homo oeconomicus hat nur ein Problem: Es gibt ihn gar nicht. Er ist ein theoretisches Konstrukt, das vielleicht einige Marktmechanismen erklären kann, aber bei anderen völlig versagt. Denn die am Markt Teilnehmenden sind Menschen und Menschen handeln dabei viel irrationaler als lange Zeit angenommen.

Anhand eines einfachen Experiments wurde das deutlich. Eine Gruppe Versuchsteilnehmender stand vor der Wahl: Entweder bekämen sie 100 Dollar auf die Hand oder sie könnten eine Münze werfen. Bei Kopf würden sie 200 Dollar gewinnen, bei Zahl gar nichts. Die meisten Teilnehmenden entschieden sich für die 100 Dollar, da sie so den Gewinn sicher hatten.

Doch sobald die Forschenden die Fragestellung umgekehrt formulierten, passierte etwas Interessantes. Als die Personen nun gefragt wurden, ob sie entweder sofort 100 Dollar zahlen möchten oder lieber eine Münze werfen würden, bei der sie entweder nichts oder 200 Dollar zahlen müssten, entschieden sich die meisten dafür zu zocken. 

Rational betrachtet ist es auch bei der zweiten Möglichkeit sicherer, die 100 Dollar zu zahlen. Offensichtlich handelten die Teilnehmenden also nicht rational – denn die Angst vor dem Verlust und die Aussicht auf Schuldenfreiheit hatte ihnen ihre logische Denkfähigkeit vernebelt. Das ist nur menschlich. Hierin liegt also eine der größten Schwachstellen unserer klassischen Wirtschaftstheorie: Sie geht davon aus, dass wir nicht wie Menschen handeln, sondern wie Maschinen.

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