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Essanfälle adé

Vom emotionalen Essen zum persönlichen Wohlfühlgewicht

By Olivia Wollinger
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Essanfälle adé: Vom emotionalen Essen zum persönlichen Wohlfühlgewicht by Olivia Wollinger

Viele Menschen essen nicht aus einem körperlichen Bedürfnis nach Nahrung, sondern zwanghaft und aus emotionalen Gründen. Essanfälle adé (2018) ist der autobiografische Ratgeber einer Frau, die selbst unter Essanfällen litt. Diese Blinks zeigen, welche Art von Mangel sich wirklich hinter einer Esssucht verbirgt. Sie erklären, wie man mit diesem seelischen Hunger umgeht und Essanfälle überwindet.

  • Notorische Kalorienzähler
  • Jeder, der das Gefühl hat, aus emotionalen Gründen zu essen
  • Alle, die sich für die Gründe und Behandlung von Essstörungen interessieren

Olivia Wollinger litt selbst lange an einer Esssucht. Sie unternahm zahlreiche, teilweise radikale Diäten, und scheiterte immer wieder. Erst die Erkenntnis, dass sie aus seelischem Hunger aß, half ihr zurück zu einem gesunden Verhältnis zur Ernährung. Heute begleitet sie Menschen mit Essstörungen in ihrer Praxis für Körperarbeit in Wien. Auf der Basis ihrer persönlichen Erfahrungen veröffentlichte sie Essanfälle adé.

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Essanfälle adé

Vom emotionalen Essen zum persönlichen Wohlfühlgewicht

By Olivia Wollinger
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Essanfälle adé: Vom emotionalen Essen zum persönlichen Wohlfühlgewicht by Olivia Wollinger
Synopsis

Viele Menschen essen nicht aus einem körperlichen Bedürfnis nach Nahrung, sondern zwanghaft und aus emotionalen Gründen. Essanfälle adé (2018) ist der autobiografische Ratgeber einer Frau, die selbst unter Essanfällen litt. Diese Blinks zeigen, welche Art von Mangel sich wirklich hinter einer Esssucht verbirgt. Sie erklären, wie man mit diesem seelischen Hunger umgeht und Essanfälle überwindet.

Key idea 1 of 6

Betroffene müssen ihre Esssucht als Symptom für eine tieferliegende Unzufriedenheit anerkennen.

Wer jemals an Essstörungen litt, kennt das: Es gibt Momente, in denen man die Süßigkeiten völlig unkontrolliert in sich hineinstopft. Doch anstatt das zu genießen, bestraft man sich schon währenddessen mit der mentalen Verschärfung des Diätplans. Solche Essanfälle sind eine große emotionale Belastung für die Betroffenen. Es gibt aber Wege hinaus aus dieser Spirale.

Der erste Schritt zur Besserung ist die Einsicht. Das Eingeständnis in ein Suchtverhalten fällt jedem Menschen schwer, aber wer regelmäßig die Beherrschung verliert und sich hemmungslos mit Süßigkeiten vollstopft, leidet an einer Esssucht. Die Symptome sind die gleichen wie bei einer Bulimie – mit der Ausnahme des anschließenden Erbrechens.

Die Gedanken von Esssüchtigen kreisen krankhaft um die immer gleichen Themen: das Essen, die Figur und das Gewicht bzw. dessen ständige Kontrolle. Und das Messergebnis der Waage fungiert plötzlich als Stimmungsbarometer. Die meisten Betroffenen fangen dann an, sich für ihr Essverhalten zu schämen und heimlich zu essen. Ab wann ein solches Verhalten krankhaft ist, lässt sich nicht genau sagen. Aber spätestens, wenn du mit deinem Körper auf Kriegsfuß stehst und dich selbst um dein Essverhalten sorgst, stehen die Zeichen auf Alarm.

Dabei ist die Esssucht nicht die Ursache, sondern das Symptom des Problems. Menschen mit einer Esssucht sind häufig generell unzufrieden mit ihrer Situation. Sie fühlen sich ungeliebt, ungesehen und einsam. Das Gefühl der Scham überträgt sich von einzelnen Momenten – dem kurzzeitigen Kontrollverlust oder unangenehmen Körpergefühl – auf das generelle Empfinden. Sie wird chronisch und damit zur toxischen Scham, bei der sich die Betroffenen für ihre gesamte Person schämen.

Olivia Wollinger z.B. hatte ihr gesamtes Wohlbefinden an das Erreichen ihres Wunschgewichts geknüpft. Sie war überzeugt, sobald sie dieses erreicht hätte, würden sich vom Kummer bis zur Esssucht alle Probleme lösen. Doch als der Moment kam, blieb die erhoffte Erlösung aus. Sie musste sich eingestehen, dass sie ihr Unglück auf ihr Körpergewicht projiziert hatte. Dabei war die Esssucht nur das Ventil, durch das sich ihre Unzufriedenheit Bahn brach.

Ihre Essanfälle waren die einzigen kurzen Ausbrüche aus der ständigen Selbstkontrolle. Verzweifelte Versuche, ihren Kummer zu ersticken. Es ist leichter, sich über das Körpergewicht zu ärgern, als sich einzugestehen, dass man sich selbst nicht liebt. Doch der Weg zur Besserung führt nur über diese Erkenntnis.

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