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Erziehen ohne Schimpfen

Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung

By Nicola Schmidt
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Erziehen ohne Schimpfen: Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung by Nicola Schmidt

Schimpfen gehört in vielen Familien zur Erziehung. Meist, weil sich die Eltern nicht anders zu helfen wissen. Dabei funktioniert Schimpfen vielleicht kurzfristig, aber auf Dauer schadet es Kindern und Eltern. In Erziehen ohne Schimpfen (2019) beschreibt Nicola Schmidt, welche Alternativen es gibt und wie man das Familienleben so gestaltet, dass Eltern und Kindern seltener die Hutschnur reißt. 

  • Eltern
  • Pädagogik- und Psychologie-Interessierte
  • Menschen, die verantwortungsvoller mit Kindern umgehen wollen

Nicola Schmidt ist Wissenschaftsjournalistin mit einem Schwerpunkt auf Kinder- und Erziehungsthemen. Außerdem ist sie Gründerin des Artgerecht-Projekts, das Veranstaltungen und Coachings für Eltern anbietet. 

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Erziehen ohne Schimpfen

Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung

By Nicola Schmidt
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Erziehen ohne Schimpfen: Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung by Nicola Schmidt
Synopsis

Schimpfen gehört in vielen Familien zur Erziehung. Meist, weil sich die Eltern nicht anders zu helfen wissen. Dabei funktioniert Schimpfen vielleicht kurzfristig, aber auf Dauer schadet es Kindern und Eltern. In Erziehen ohne Schimpfen (2019) beschreibt Nicola Schmidt, welche Alternativen es gibt und wie man das Familienleben so gestaltet, dass Eltern und Kindern seltener die Hutschnur reißt. 

Key idea 1 of 9

Wenn Eltern ausrasten, ist die Amygdala schuld.

Eben war noch alles gut, jetzt tobt dein Kind vor dem Supermarktregal, weil es unbedingt noch eine Tüte Gummibärchen haben will. In wenigen Sekunden bist du auf 180 und hörst dich schimpfen: „Wenn du jetzt nicht sofort herkommst, gibt’s gar keine Süßigkeiten mehr!“ Vor drei Tagen hatte es eine ganz ähnliche Situation gegeben. Da war es dir gelungen entspannt zu bleiben. Was war der Unterschied?

Wenn Eltern der Kragen platzt, liegt das am Stresslevel in ihrem Gehirn. Im entspannten Zustand wird die Wahrnehmung vom präfrontalen Cortex, also der Hirnregion verarbeitet, die wir als Verstand bezeichnen können. Siehst du dein Kind weinen, bewertet dein Verstand blitzschnell den Kontext: Wie ist das Gesehene einzuordnen? Besteht akute Gefahr?

Schnell kommst du dazu, dass keine Lebensgefahr besteht und dein Kind einfach schon lange auf den Beinen und deshalb müde ist. Also reagierst du nachsichtig. Dieser Weg der Informationsverarbeitung führt dazu, dass wir unsere Impulse kontrollieren können. Auch wenn dir vielleicht danach ist, dein Kind anzuschreien, du entscheidest dich dagegen.

Wenn du aber selbst unter Zeitdruck bist, schlecht geschlafen hast und noch eine lange Liste an Aufgaben erledigen willst, befindet sich dein Gehirn im Stressmodus. Der normale Informationsfluss ist unterbrochen. Stattdessen hat die Amygdala das Steuer an sich gerissen. Diese Hirnregion, die auch Mandelkern genannt wird, reagiert unabhängig vom Verstand. Sie springt an, wenn wir uns in akuter Gefahr befinden. Und Stress wird von unserem Gehirn für eine akute Gefahr gehalten.

In diesem Zustand haben wir keine Zeit für eine Bewertungsschleife, und sei sie auch noch so schnell. Wir müssen sofort reagieren, schließlich könnte es ums Überleben gehen. Sind wir gestresst, handeln wir daher buchstäblich ohne Sinn und Verstand. Die Amygdala drosselt Mitgefühl und Glückshormone, lässt Adrenalin in unsere Adern schießen und beschleunigt unseren Herzschlag. Kurz: Unser Körper wird für Kampf oder Flucht vorbereitet.

Der Mandelkern beruhigt sich allerdings schnell wieder. Wenn für zehn Sekunden kein neuer Stressreiz wahrgenommen wird, hört der Mandelkern auf zu feuern, und der Verstand übernimmt wieder das Sagen. Das Problem ist nur: Immer mehr Menschen befinden sich im Dauerstress.

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