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Einkommen für alle

Das Warum und Wie eines bedingungslosen Grundeinkommens

By Götz W. Werner
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Einkommen für alle by Götz W. Werner

Götz W. Werner plädiert für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Für ihn liegt darin die Chance, in einer Gesellschaft jenseits des Industriezeitalters jedem Menschen zu ermöglichen, an einer lebenswerten Gesellschaft teilzuhaben und einen eigenen Beitrag zu leisten, ohne dafür auf Transferzahlungen wie Arbeitslosengelder angewiesen zu sein. In Einkommen für alle (2008) stellt er vor, weshalb das möglich ist und wie es in der Praxis aussehen könnte.

  • Jeder, der sich für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens interessiert
  • Jeder, der den Sinn und Unsinn der staatlich angeordneten Beschäftigungsmaßnahmen für Arbeitslose hinterfragt
  • Alle, die sich Monat für Monat über die steuerlichen Abzüge auf ihrem Einkommensbescheid ärgern

Götz Wolfgang Werner (*1944) ist Gründer und Aufsichtsratsmitglied des Drogeriemarkts dm und war 2006 als Nummer 77 auf der Liste der reichsten Deutschen aufgeführt. Für sein Unternehmenskonzept und die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2004 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2008 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

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Einkommen für alle

By Götz W. Werner
  • Read in 16 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 10 key ideas
Einkommen für alle by Götz W. Werner
Synopsis

Götz W. Werner plädiert für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Für ihn liegt darin die Chance, in einer Gesellschaft jenseits des Industriezeitalters jedem Menschen zu ermöglichen, an einer lebenswerten Gesellschaft teilzuhaben und einen eigenen Beitrag zu leisten, ohne dafür auf Transferzahlungen wie Arbeitslosengelder angewiesen zu sein. In Einkommen für alle (2008) stellt er vor, weshalb das möglich ist und wie es in der Praxis aussehen könnte.

Key idea 1 of 10

Das Ziel der Vollbeschäftigung ist ein Mythos, von dem wir uns verabschieden müssen.

Obwohl die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten mehr oder weniger stetig gewachsen ist, ist man dem Ziel einer Vollbeschäftigung nie wirklich nahe gekommen.

Auf der einen Seite werden die Arbeitsabläufe immer produktiver, sodass immer weniger Arbeitskräfte benötigt werden. Auf der anderen Seite war das Wirtschaftswachstum nicht groß genug, um trotzdem neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Denn die Herstellung von Produkten, die früher viel Aufwand und menschliche Arbeitskraft verlangte, ist durch verbesserte Arbeitsabläufe, neue Produktionsverfahren und technische Hilfsmittel in den letzten Jahrzehnten viel effizienter geworden: Um die gleiche Arbeitsleistung zu erbringen, werden daher immer weniger Arbeiter benötigt.

Nehmen wir etwa an, dass 100 Arbeiter in einem Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 1,0 Million Euro erwirtschaften, so können 99 Arbeiter im Folgejahr mit verbesserten Arbeitsschritten schon 1,05 Millionen Euro erwirtschaften. Die Produktivität ist gestiegen, obwohl weniger Arbeitskräfte beschäftigt worden sind.

Auch Maschinen ersetzen menschliche Arbeitskräfte zusehends. Wenn heutzutage ein Auto hergestellt wird, brauchen wir nicht mehr Hunderte Mechaniker, die nacheinander die Einzelteile gießen, den Rohbau verschweißen und die Karosserie lackieren. Oft genügt eine einzige menschliche Arbeitskraft, um den Produktionsprozess zu überprüfen – der Rest wird von Industrierobotern erledigt.

Um diesen Verlust an Arbeitsplätzen zu kompensieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen, benötigen Industrienationen wie Deutschland ein längerfristiges durchschnittliches Wirtschaftswachstum von über 3%.

In Deutschland betrug das Wachstum von 1992 bis 2006 aber durchschnittlich nur 1,4% und war damit in den vergangenen Jahren „jobless growth“, also Wachstum, das allein auf die gesteigerte Produktivität bereits vorhandener Arbeitsplätze zurückgeht und nicht auf das Schaffen neuer.

Folglich ist Vollbeschäftigung ein unerreichbares Ziel, es sei denn, wir ändern unser Verständnis von Erwerbsarbeit grundlegend.

Dass das dringend nötig ist, zeigt sich an der ungerechten Verteilung der Güter in unserer Gesellschaft.

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