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Ein N**** darf nicht neben mir sitzen

Eine deutsche Geschichte

By David Mayonga & Nils Frenzel
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Ein N**** darf nicht neben mir sitzen by David Mayonga & Nils Frenzel

Von Racial Profiling über die dauernde Frage nach der Herkunft bis hin zu Hetzjagden: In den Blinks zu Ein N**** darf nicht neben mir sitzen (2019) geht es darum, was der Musiker David Mayonga alias Roger Rekless als Schwarzer erlebt hat, als er in der bayerischen Provinz aufwuchs. Darüber hinaus gehen wir in den Blinks der Frage nach, wo rassistisches Gedankengut eigentlich herkommt und was den oft harmlos wirkenden Alltagsrassismus zum unterschätzten Problem macht.

  • Weiße Menschen
  • Menschen, die sich mit ihren Privilegien auseinandersetzen wollen
  • Alle, die gerne Biografien lesen

David Mayonga ist Rapper und Moderator. Als Künstler performt er unter dem Pseudonym „Roger Rekless“, beim Bayerischen Rundfunk ist er einer der Moderatoren der Kanäle PULS und Bayern 3. Zudem ist der Magister-Pädagoge auch in der offenen Jugendarbeit tätig.

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Ein N**** darf nicht neben mir sitzen

Eine deutsche Geschichte

By David Mayonga & Nils Frenzel
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Ein N**** darf nicht neben mir sitzen by David Mayonga & Nils Frenzel
Synopsis

Von Racial Profiling über die dauernde Frage nach der Herkunft bis hin zu Hetzjagden: In den Blinks zu Ein N**** darf nicht neben mir sitzen (2019) geht es darum, was der Musiker David Mayonga alias Roger Rekless als Schwarzer erlebt hat, als er in der bayerischen Provinz aufwuchs. Darüber hinaus gehen wir in den Blinks der Frage nach, wo rassistisches Gedankengut eigentlich herkommt und was den oft harmlos wirkenden Alltagsrassismus zum unterschätzten Problem macht.

Key idea 1 of 9

Seit frühester Kindheit wurde David Mayonga auf seine Hautfarbe reduziert.

David Mayonga verbrachte seine Kindheit in Markt Schwaben, einem Vorort etwa fünfundzwanzig Kilometer nordöstlich von München. Wie fühlt es sich an, dort, mitten in der bayerischen Provinz, als Mensch mit dunkler Hautfarbe aufzuwachsen? 

Schon in der ersten Klasse bekam David immer wieder das Gefühl vermittelt, dass er anders war und dass deswegen andere Regeln für ihn galten. Die folgende Szene, die sich in der ersten Klasse ereignete, steht dabei stellvertretend für viele. In der großen Pause hatte der kleine David aus einigen Metern Entfernung beobachtet, wie ein älterer Junge seinem Freund Martin die Brille vom Kopf geschlagen hatte. Ziemlich gemein, aber auch kein allzu ungewöhnlicher Vorfall auf einem Grundschulpausenhof. 

Dennoch kam es in der Folge zu einer kleinen Rangelei. Als Mayongas Klassenlehrerin schließlich samt Rektor einschritt, rief auf einmal ein vollkommen unbeteiligter Schüler, „der David“ sei auch dabei gewesen. Davids Freund Martin tat noch sein Bestes, um diese Unwahrheit zu widerlegen. Doch es war nichts zu machen. Rektor und Lehrerin hatten sich ihre Meinung bereits gebildet – und machten dem unschuldigen Sündenbock die Hölle heiß.

Wann immer im Klassenzimmer etwas kaputt ging oder irgendjemand auf dem Pausenhof aufschrie, erst einmal viel der Verdacht auf David. Traurig, aber wahr: Schon als Kind lernte Mayonga, wie es ist, wenn man nicht als Mensch, sondern als wandelndes Stereotyp wahrgenommen wird. Er wurde schon in frühster Kindheit Opfer von Rassismus. 

Rassismus ist eine Ideologie, bei der Menschen aufgrund ihres Erscheinungsbildes, also zum Beispiel ihrer Hautfarbe, als weniger wertvoll wahrgenommen werden. Dass einer anders aussieht als sie selbst, gibt Rassisten (vermeintlich) das Recht, ihn anders zu behandeln. 

Rassismuserfahrungen sind immer individuell und subjektiv. Mayonga empfand Scham und der Trauer, ausgegrenzt zu werden, aber vor allem ärgerte es ihn, ständig auf sein Aussehen reduziert zu werden. Er selbst sah sich genauso als Bayer wie seine Klassenkameraden. Er war schließlich in Bayern geboren und aufgewachsen, hatte die Kultur mit der Muttermilch aufgesogen, von seiner Würschtl-Vorliebe bis zur Kramperljagd, bei der am Nikolaustag Kinder ziemlich rustikal bestraft werden. Die Reduktion auf das Schwarzsein ließ für all das überhaupt keinen Platz. Auch später, auf dem Gymnasium, zählten nicht in erste Linie sein Charakter, seine Vorlieben oder Ideen – man nahm ihn stets zuerst über seine Hautfarbe wahr. Sie überdeckte einfach alles.

Es es blieb in David Mayongas Leben nicht bei rassistischen Sprüchen und diskriminierenden Sonderbehandlungen – es wurde noch schlimmer. Dass es so weit kam, hat tief verwurzelte ideologische Gründe, wie der folgende Blink zeigt.

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