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Du sollst nicht funktionieren

Für eine neue Lebenskunst

By Ariadne von Schirach
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Du sollst nicht funktionieren by Ariadne von Schirach

Du sollst nicht funktionieren (2014) ist eine einfühlsame Polemik gegen die Ökonomisierung der Welt und den Selbstoptimierungswahn, der damit einhergeht: Körper werden bewirtschaftet, Beziehung gemanagt, die Natur wird ausgebeutet und die Persönlichkeit geht verloren. Von Schirach kritisiert aber nicht nur: Sie skizziert eine neue Lebenskunst und ein Menschenbild, das den Wert des Einzelnen nicht an seiner Nützlichkeit bemisst.

  • Hobby-Soziologen und Philosophie-Interessierte
  • Menschen, die dem ständigen Erwartungsdruck nicht mehr standhalten können oder wollen
  • Alle, die das Gefühl haben, dass mit unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt

Ariadne von Schirach ist Philosophin, Autorin und freie Journalistin. Neben ihren Dozenturen für Philosophie und chinesisches Denken an verschiedenen deutschen Universitäten schreibt sie unter anderem für das Philosophie Magazin. Bekannt wurde sie durch ihre Bestseller Der Tanz um die Lust und Du sollst nicht funktionieren. Ihr Buch Die psychotische Gesellschaft findest du auch in unserer Blinkist-Bibliothek.

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Du sollst nicht funktionieren

Für eine neue Lebenskunst

By Ariadne von Schirach
  • Read in 12 minutes
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  • Contains 7 key ideas
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Du sollst nicht funktionieren by Ariadne von Schirach
Synopsis

Du sollst nicht funktionieren (2014) ist eine einfühlsame Polemik gegen die Ökonomisierung der Welt und den Selbstoptimierungswahn, der damit einhergeht: Körper werden bewirtschaftet, Beziehung gemanagt, die Natur wird ausgebeutet und die Persönlichkeit geht verloren. Von Schirach kritisiert aber nicht nur: Sie skizziert eine neue Lebenskunst und ein Menschenbild, das den Wert des Einzelnen nicht an seiner Nützlichkeit bemisst.

Key idea 1 of 7

Wenn die Gesellschaft zum Marktplatz wird

Woran bemisst sich der Wert eines Menschen? Vielleicht sagst du jetzt, dass der Wert eines Menschen sich gar nicht in Zahlen fassen lässt. In der Praxis sieht es allerdings anders aus: Laut Ariadne von Schirach ist unser gesamtes Leben geprägt von der Idee der Messbarkeit. Und wiederum ergibt sich daraus, dass überall Marktprinzipien vorherrschen.

Auf einem Markt nämlich werden Dinge gehandelt. Alles hat dort einen Preis, der von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Der Marktwert ist also relativ, ganz im Gegensatz zu absoluten Werten wie beispielsweise Gerechtigkeit. 

Das oberste Ziel der Marktakteure ist die Profitmaximierung. Im Streben nach diesem Ziel werden Produktions- und Vermarktungsprozesse ständig kontrolliert und optimiert. Jedes Element dieser Prozesse wird also immer wieder nach seiner Nützlichkeit bewertet. 

Was aber passiert, wenn sich dieses Denken des Marktes und Prinzipien wie Effizienz, Konkurrenz und Kontrolle auf andere Lebensbereiche ausweiten? Dann werden nicht nur Produktionsmittel und Marketingstrategien nach ihrer Nützlichkeit bewertet, sondern auch Menschen. 

Doch die Marktprinzipien korrumpieren unsere absoluten Werte. Die Bepreisung aller Dinge festigt zum Beispiel Machtstrukturen und steigert die Ungerechtigkeit. Wenn gute Bildung käuflich ist, dann profitieren davon die Reichen, während die Armen das Nachsehen haben.

Und dann ist da noch die Konkurrenz. Auf einem Markt ist jeder Verkäufer auf sich allein gestellt. Solidarität ist ausgeschlossen, schließlich muss man sich gegen die anderen durchsetzen. Funktioniert aber die gesamte Gesellschaft wie ein Markt, dann nimmt das Konkurrenzdenken kein Ende und jeder Mensch ist in jeder Situation auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Dies führt zu Egoismus, Misstrauen und Ausbeutung. Aufmerksamkeit und Bestätigung sind der Lohn, Selbstoptimierungszwänge sind der Preis. 

Wir können also festhalten: Unsere Gesellschaft hat den eigennützigen Menschen auf den Thron gehoben und eine allumfassende Ökonomisierung zugelassen.

Woran man die Ökonomisierung erkennt und wie genau sie sich auf unser Leben auswirkt, erfährst du in den nächsten Blinks. 

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