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Du musst nicht von allen gemocht werden

Vom Mut, sich nicht zu verbiegen

By Ichiro Kishimi, Fumitake Koga
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Du musst nicht von allen gemocht werden by Ichiro Kishimi, Fumitake Koga
Synopsis

Du musst nicht von allen gemocht werden (2018) ist nicht weniger als der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben. In ihrem Buch befassen sich die beiden Autoren Kishimi und Koga mit den Erkenntnissen des berühmten österreichischen Psychologen Alfred Adler. Unsere Blinks erklären, warum du dich weder von den Traumata deiner Kindheit noch den Erwartungen anderer Menschen einschränken lassen musst. Sie zeigen dir, wo du dein Glück womöglich selbst sabotierst, und wie du solche Teufelskreise überwindest.

Key idea 1 of 9

Deine Vergangenheit muss nicht dein ganzes Leben bestimmen.

Stell dir einen sensiblen und intelligenten jungen Menschen vor, der nichts aus seinen Möglichkeiten macht, weil er sich aus Angst vor der Welt die meiste Zeit in seinem Zimmer verschanzt. Frei aus dem Bauch heraus: Was denkst du – was ist mit ihm los?

Die meisten Menschen würden den Grund in der Vergangenheit suchen. Der Person muss irgendetwas Traumatisches zugestoßen sein, dass sie verletzt und lebensuntüchtig gemacht hat. Denn genau davon gehen wir aus: Unsere Vergangenheit macht uns zu dem, was wir sind. Sie bestimmt unsere Gegenwart und Zukunft. Aber was wäre, wenn das gar nicht stimmte?

Unsere heutige Vorstellung von der menschlichen Psyche ist tief geprägt vom Konzept des Traumas. Wenn jemand Schwierigkeiten hat, soziale Beziehungen aufzubauen, oder sich in größeren Gruppen unwohl fühlt, muss das wohl daran liegen, dass er als Kind oft gehänselt wurde. Oder aber es ist genau das Gegenteil geschehen und seine sozialen Defizite haben damit zu tun, dass er als Kind verhätschelt und verzärtelt wurde. Beide Male liegt die Ursache des psychologischen Problems wo? Richtig, in der Vergangenheit.

Diese Sicht auf den Menschen ist wahnsinnig deterministisch. Einmal verbrannt, für immer geschädigt. Kishimi und Koga sind davon überzeugt, dass wir in Wirklichkeit immer die Freiheit haben, unser Leben zu ändern. Ihre Sicht auf das Leben basiert auf den Lehren des österreichischen Psychotherapeuten Alfred Adlers. Und der entwarf seinerzeit eine Gegenperspektive zum frühen freudschen Determinismus: Kein Trauma muss das ganze Leben eines Menschen überschatten.

Andernfalls würde ausnahmslos jeder, der als Kind misshandelt oder missbraucht wurde, später automatisch zum Außenseiter. Und wie wir wissen, ist das nicht der Fall. Es muss also eine andere Erklärung geben.

Wer sich wie unser sensibler Einsiedler einschließt, will vielleicht einfach gar nichts mit dem Rest der Welt zu tun haben. Also entwickelt er Symptome einer Angststörung, die seine Isolation legitimieren. So bekommt er gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Eltern und Freunde, nach der er sich trotz allem sehnt.

Bei diesem Erklärungsansatz ist ihm der Weg in die Welt nicht durch ein unabänderliches Schicksal versperrt. Er entscheidet sich – bewusst oder unbewusst – für den Rückzug. Das heißt, dass er in Wirklichkeit jederzeit frei ist, sein Verhalten zu verändern.

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