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Drüberleben

Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein

By Kathrin Weßling
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Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein by Kathrin Weßling

In diesen Blinks geht es um Ida Schaumann, die Protagonistin aus Drüberleben (2012). Ihre Geschichte, die sich stark an der Biografie der Autorin orientiert, handelt von mehrfachen Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Du bekommst einen Einblick in die Welt einer Person, die lange Zeit unter Depressionen litt und nun ganz offen ihre düstersten Gedanken aus jener Zeit mit uns teilt.

  • Alle, die denken, man müsse sich in einer depressiven Phase einfach nur zusammenreißen und aufraffen
  • Betroffene, die selbst unter Depressionen leiden und über die Erfahrungen anderer lesen möchten
  • Interessierte, die einen Einblick in den Kosmos einer psychiatrischen Klinik bekommen möchten

Kathrin Weßling ist Social Media-Expertin, Online-Journalistin und Autorin. Nach ihrem Debütroman Drüberleben ist 2015 ihr zweites Buch, Morgen ist es vorbei, erschienen. Als Redakteurin arbeitet sie u.a. für SPIEGEL ONLINE und stern.de. Ihre Kolumnen, Essays und Artikel erschienen außerdem bei ZEIT ONLINE und dem NEON-Magazin.

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Drüberleben

Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein

By Kathrin Weßling
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  • Contains 8 key ideas
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Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein by Kathrin Weßling
Synopsis

In diesen Blinks geht es um Ida Schaumann, die Protagonistin aus Drüberleben (2012). Ihre Geschichte, die sich stark an der Biografie der Autorin orientiert, handelt von mehrfachen Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Du bekommst einen Einblick in die Welt einer Person, die lange Zeit unter Depressionen litt und nun ganz offen ihre düstersten Gedanken aus jener Zeit mit uns teilt.

Key idea 1 of 8

Bei einer Depression fühlt man sich isoliert und überfordert.

Wir alle haben hin und wieder keine Lust oder Energie, vor die Tür zu gehen. Es ist auch vollkommen normal, manchmal nicht ans Telefon zu gehen oder auf eine SMS nicht zu reagieren. Nun sollte man aber keinesfalls einen schlechten Tag oder selbst eine schlechte Woche mit einer ernsthaften Depression verwechseln. Davon sprechen Ärzte nämlich erst, wenn diese Verhaltensweisen zum Dauerzustand werden.

Eine Depression kann viele Gründe haben und ganz unterschiedliche Formen annehmen. Viele depressive Menschen verlieren etwa ihre Begeisterungsfähigkeit. So ergeht es auch Ida Schaumann, der Protagonistin von Drüberleben. Wenn ihre Freunde lauthals loslachen, kommt ihr selbst meist kaum mehr als ein müdes Lächeln über die Lippen. Sie fühlt sich innerlich erstarrt und von ihrer Umgebung abgekapselt.

Hinzu kommt ein nagendes Gefühl der Angst, das Ida dazu zwingt, sich mehr und mehr zurückzuziehen. Alles, was außerhalb ihrer Wohnung liegt, empfindet sie als bedrohlich. Nur solange sie sich in ihrer schützenden Höhle verkriecht, fühlt sie sich einigermaßen sicher. Doch bald folgt ihr die Angst selbst dorthin. Bereits ein einfacher Anruf kann sie in einen Angstzustand versetzen.

Und wenn sie sich dann doch einmal vor die Tür wagt, um sich mit Freunden in einer Bar zu treffen, hat sie das Gefühl, die Situation nur mit Alkohol oder gelegentlich auch chemischen Drogen überstehen zu können. Zu groß ist ihre Furcht, dass andere mitbekommen, wie schlecht es ihr in Wirklichkeit geht.

So entsteht ein Strudel aus Rückzug und Angst, der Ida immer tiefer hinabzieht. Ihre Depression verschlimmert sich und raubt ihr jegliche Energie. Meist schleppt sie sich nur noch von A nach B, jede noch so kleine Erledigung kostet enorm viel Kraft. Sie schafft es noch nicht einmal mehr, ihre Wohnung aufzuräumen, obwohl sie sich schon seit Wochen unwohl in dem dort herrschenden Chaos fühlt.

In diesem Teufelskreis entstehen mehr und mehr negative Gedanken. So denkt Ida z.B., dass ihre zugemüllte Wohnung gut zu ihr passt, denn auch sie selbst sei nicht mehr als ein – wie sie es selbst wahrnimmt – „stinkendes Wrack“.

Außerdem schläft Ida schlecht. Die Depression nagt am gesunden Tagesrhythmus. Oft tut sie nachts kaum eine Auge zu, sodass sie sich morgens wie gerädert fühlt. Nur selten kommt sie vor 13 Uhr aus dem Bett, weil allein der Gedanke an den Tag sie so überwältigt, dass sie sich gleich wieder hinlegen muss.

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