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Die Wirecard-Story

Die Geschichte einer Milliarden-Lüge

By Melanie Bergermann & Volker ter Haseborg
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Die Wirecard-Story by Melanie Bergermann & Volker ter Haseborg

Die Wirecard-Story (2020) ist eine journalistische Recherche, die so spannend ist wie ein Wirtschaftskrimi. In unseren Blinks zu dem Buch erfährst du, wie es zum rasanten Aufstieg eines kleinen Technologieunternehmens bis in den Deutschen Aktienindex kam – und wegen welcher Machenschaften dieses Unternehmen in nur wenigen Tagen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel.

  • Börsenanleger, vor allem wenn sie vom Wirecard-Skandal betroffen sind
  • Jeder mit Interesse an Wirtschaftskriminalität und ihrer Früherkennung
  • Alle, die mehr über die Hintergründe der Wirecard-Story erfahren möchten

Der Reporter Volker ter Haseborg und die Investigativ-Reporterin Melanie Bergemann arbeiten für die WirtschaftsWoche. Sie beschäftigen sich seit Jahren mit Wirecard und führten viele Interviews mit Mitarbeitern, Funktionären und Kritikern des Unternehmens. Für ihre Arbeiten wurden beide Reporter mehrfach ausgezeichnet, Volker ter Haseborg beispielsweise mit dem Deutschen Reporterpreis und Melanie Bergemann als Wirtschaftsjournalistin des Jahres 2013.

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Die Wirecard-Story

Die Geschichte einer Milliarden-Lüge

By Melanie Bergermann & Volker ter Haseborg
  • Read in 21 minutes
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Die Wirecard-Story by Melanie Bergermann & Volker ter Haseborg
Synopsis

Die Wirecard-Story (2020) ist eine journalistische Recherche, die so spannend ist wie ein Wirtschaftskrimi. In unseren Blinks zu dem Buch erfährst du, wie es zum rasanten Aufstieg eines kleinen Technologieunternehmens bis in den Deutschen Aktienindex kam – und wegen welcher Machenschaften dieses Unternehmen in nur wenigen Tagen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel.

Key idea 1 of 13

Sex sells, aber die Technologie dahinter verkauft sich noch besser.

Im Jahr 2000 boomt an der Börse alles, was mit Internet oder Technologie zu tun hat. Viele Start-ups aus dieser Branche kommen problemlos an Millionen.

Eine Tatsache, die sich auch Paul Bauer-Schlichtegroll nicht entgehen lässt. Der Münchener will Geld verdienen, möglichst viel und möglichst schnell. Über seine Firma EPM AG stellt er Pornokanäle ins Netz. Die Bezahlung der Kunden erfolgt über sogenannte Dialer, die 0190er-Rufnummern aufbauen und pro Minute abrechnen. Schnell erkennt Bauer, dass sich mit den Abrechnungssystemen mehr Geld verdienen lässt als mit den Pornoseiten selbst. Er verlagert das Thema in eine eigene Gesellschaft namens Electronic Billing Systems, kurz EBS.

Allerdings wird das Geschäft mit den Dialern schnell schmutziger als das mit Pornos. Die Dialer bauen nämlich vom Kunden unbemerkt teure 0190er-Internetverbindungen auf, sobald diese ins Internet gehen, selbst wenn sie nur nach Kochrezepten suchen. Die Umsätze steigen, doch die Probleme werden ebenfalls mehr. Um Ärger im eigenen Unternehmen zu vermeiden, lagert Bauer-Schlichtegroll das Geschäft mit den Dialern kurzerhand an eine Partnerfirma in Spanien aus. Dort sind die Telekommunikationsgesetze zu diesem Zeitpunkt lascher als in Deutschland.

Die Geschäftspraktik, heikle Bereiche an Partnerfirmen auszulagern, wirst du in den folgenden Blinks noch öfter finden. Man könnte sagen, darauf beruht das spätere Geschäftsmodell der Wirecard AG.

Doch EBS hat noch andere Probleme. Die Zahlen, die der Firma gemeldet werden, sind nicht konsistent. Ein branchenübliches Problem, denn in der Kette zwischen Kunden, Telekommunikationsanbieter, Bank, der Gesellschaft für Zahlungssysteme und den Online-Unternehmen braucht nur irgendwo mal kurz eine Verbindung abzubrechen – und die Zahlen kommen nur unvollständig oder gar nicht an. Eher ein technisches Problem als ein finanzielles. Trotzdem führt es dazu, dass der damalige Finanzvorstand Alexander Herbst keine klaren Zahlen melden kann, weder intern noch an den Aufsichtsrat.

Deshalb wirbt Herbst den jungen Banker Oliver Bellenhaus von der DZ Bank ab. Seinen Namen solltest du dir merken, denn er wird später einer der Hauptangeklagten im Wirecard-Skandal sein. Doch auch Bellenhaus kann das Problem der fehlenden Daten nicht lösen, denn er ist Banker, kein Programmierer.

Wer hingegen Programmierer ist: Jan Marsalek. Der junge Österreicher, der kurz vor der Matura die Schule abbrach, arbeitet zu diesem Zeitpunkt als Chief Technology Officer, kurz CTO, bei einem Münchener Start-up namens Wire Card AG. Ein Unternehmen, das genau die Software patentiert hat, die die Schnittstellen zwischen Kunden, Kreditkartenunternehmen und Online-Händlern verknüpfen kann. Genau das also, was EBS dringend benötigt.

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