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Die Vorsorgelüge

Wie Politik und private Rentenversicherung uns in die Altersarmut treiben

By Holger Balodis & Dagmar Hühne
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Die Vorsorgelüge: Wie Politik und private Rentenversicherung uns in die Altersarmut treiben by Holger Balodis & Dagmar Hühne

Die Vorsorgelüge (2013) beschreibt den Abbau der gesetzlichen Rentenversicherung: Wie Finanzunternehmen durch Lobbyarbeit Politiker um ihre Finger wickelten und mit geschickter Öffentlichkeitsarbeit Angst vor dem Demografie-Wandel machten – und den Weg frei für eine unrentable sowie kostenintensive private Vorsorge, an der nur die Finanzunternehmen verdienen. Die Blinks zeichnen nach, wie die Misere entstanden ist, und wie wir wieder aus ihr herausfinden.

  • Rentenversicherte, die wissen möchten, ob die eigene Rente sicher ist
  • Alle, die sich fragen, ob eine private Rentenversicherung die Rentenlücke schließt
  • Erwerbstätige, die überlegen, eine private Rentenversicherung abzuschließen

Holger Balodis und Dagmar Hühne sind Experten für Versicherungen und Finanzen. Mehrere Bücher zum Thema verfassten sie bereits für die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale. Beide arbeiten außerdem als Autoren für die ARD-Magazine plusminus, Ratgeber Recht und monitor.

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Die Vorsorgelüge

Wie Politik und private Rentenversicherung uns in die Altersarmut treiben

By Holger Balodis & Dagmar Hühne
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Die Vorsorgelüge: Wie Politik und private Rentenversicherung uns in die Altersarmut treiben by Holger Balodis & Dagmar Hühne
Synopsis

Die Vorsorgelüge (2013) beschreibt den Abbau der gesetzlichen Rentenversicherung: Wie Finanzunternehmen durch Lobbyarbeit Politiker um ihre Finger wickelten und mit geschickter Öffentlichkeitsarbeit Angst vor dem Demografie-Wandel machten – und den Weg frei für eine unrentable sowie kostenintensive private Vorsorge, an der nur die Finanzunternehmen verdienen. Die Blinks zeichnen nach, wie die Misere entstanden ist, und wie wir wieder aus ihr herausfinden.

Key idea 1 of 13

Die Argumentation der Finanzwirtschaft und die anschließende Kürzung der gesetzlichen Rente machten den Weg frei für private Vorsorge.

Seit der Rentenreform 1957 hat sich das Umlageverfahren in der gesetzlichen Rentenversicherung bewährt. Erwerbstätige zahlen so viele Beiträge ein, wie Menschen im Rentenalter und Kranke als Rente benötigen. 52 Millionen Versicherte zahlen Beiträge für 20 Millionen Rentner – das sind rund 250 Milliarden Euro pro Jahr. 1,3 Millionen Renten kommen jedes Jahr dazu und ebenso viele Zuschüsse fallen weg: Altersrenten, Erwerbsminderungsrenten, Waisenrenten, Kuren und Rehas.

Auch wenn der Beitragssatz seit 1960 von 14% auf 20% im Jahr 2013 stieg, ist die Kaufkraft des Einzelnen trotz Inflation und höherer Rentenbeiträge heute wesentlich höher. Das Umlageverfahren ist auch krisensicher – sei es ein Platzen der Internetblase, ein Zusammenbruch der Finanzmärkte oder staatliche Verschuldung. Solange Gehälter gezahlt werden, fließt auch Geld in die Rentenkasse. Jenes wird sofort wieder als Rente ausgezahlt – es gibt keinen Spartopf, der bei einem Börsencrash verloren geht.

Nach der Wiedervereinigung jedoch geriet das Umlageverfahren in die Kritik, besonders durch die hohe Arbeitslosenquote in den neuen Bundesländern. Die Folge: Weniger Erwerbstätige zahlten weniger Beiträge für mehr frühverrentete Arbeitslose, wodurch wiederum der Beitragssatz des Rentenumlageverfahrens stieg. 

Insbesondere die Finanzwirtschaft drehte diese Logik jedoch um. Sie argumentierte: Durch wachsende Rentenbeiträge steigen die Lohnkosten der Arbeitgeber, wodurch Arbeitskräfte zu teuer werden – die gesetzliche Rente verursacht die Arbeitslosigkeit, die Beiträge gehören gesenkt.

Mit Erfolg: Gerhard Schröders Agenda 2010 setzte das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente herunter und begrenzte die künftige Steigerung des Beitragssatzes auf 20%. Doch ein geringer Beitragssatz bedeutete von nun an auch weniger Einzahlungen in das Umlagesystem. Hinzu kam der demografische Wandel mit immer mehr älteren und wenigen jungen Bürgern, der die gesetzliche Rente immer geringer ausfallen ließ und zu mehr Altersarmut führte. Die Finanzwirtschaft hatte ihr Ziel erreicht: Eine zusätzliche private Vorsorge wurde unumgänglich. Mit der Riester-Rente führte Schröders Regierung die ergänzende private Altersvorsorge ein und zwang die Bürger in die Eigenverantwortung.

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