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Die Tugend des Egoismus

Eine neue Auffassung des Egoismus

By Ayn Rand
  • Read in 12 minutes
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Die Tugend des Egoismus by Ayn Rand
Synopsis

Die Tugend des Egoismus (1964) argumentiert moralisch für eigennütziges Verhalten und die kapitalistische Wirtschaft. Nach seiner Erstveröffentlichung wurde das unkonventionelle Moralprinzip der Autorin Ayn Rand kontrovers diskutiert – und noch heute stellt es viele unserer tief verwurzelten Ideale auf die Probe. Diese Blinks erklären auch dir die moralische Seite des Egoismus.

Key idea 1 of 7

Moralisch ist, was Leben fördert

Manche Leute essen gerne scharf, während einige zu viel Gewürz verabscheuen. Die einen lieben üppige Desserts, die anderen kann man mit Süßkram kaum locken. 

Doch auf eines können sich alle einigen: Geschmack ist subjektiv.

Und genau deshalb nehmen wir solch persönliche Vorlieben nicht allzu ernst. Oder kennst du jemanden, der darauf besteht, dass seine Präferenz für scharfes Essen objektiv „richtig“ ist? Leben und leben lassen, denken wir uns.

Aber was ist, wenn es um etwas Ernstes geht? Was ist mit unseren Moralvorstellungen? Sind die auch nur persönliche Vorlieben? 

Um es anders zu formulieren: Ist Moral rein subjektiv? Oder lässt sie sich mit Fakten untermauern?

Rand glaubt, dass es sich bei der Moral um keine Frage des Geschmacks handelt. Was richtig und was falsch ist, ergibt sich vielmehr aus den Gegebenheiten des Lebens. Wie das?

Nun, ein Mensch ist ein Lebewesen wie jedes andere – und steht daher wie alle Lebewesen zu jedem Zeitpunkt vor zwei Optionen: Leben oder Tod. Und wenn wir nicht sterben wollen, dann entscheiden wir uns natürlich für das Leben. Das mag banal klingen, aber diese Entscheidung ist ausschlaggebend. Denn unser Bekenntnis zum Leben können wir als Maßstab nutzen, um unser Handeln moralisch abzuwägen.

Schauen wir uns dieses Argument einmal genauer an: Indem wir uns fürs Überleben entscheiden, bestimmen wir auch einen grundlegenden Wert – unser menschliches Leben. Und mit diesem Wert können wir uns einen natürlichen ethischen Rahmen bauen. 

Dieser Rahmen ist ganz simpel: Gut ist, was unserem Leben dient, und schlecht ist, was unser Leben bedroht. 

Das klingt doch ziemlich einfach! Aber das Problem ist, dass wir nicht immer wissen, welche Handlungen uns beim Leben und Überleben helfen und welche uns gefährden. Gute Instinkte allein genügen nämlich nicht, um giftige Beeren von essbaren zu unterscheiden, oder wahre Freunde von Verrätern. Das sind Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.

Mit anderen Worten: Um zwischen den guten Dingen, die unser Leben erhalten, und den schlechten Dingen, die unser Überleben bedrohen, zu entscheiden, müssen wir unsere Vernunft einsetzen.

Wir sehen: Es lässt sich ganz einfach und objektiv unterscheiden, ob etwas moralisch richtig oder falsch ist – nämlich mit der Frage, ob es dem eigenen Leben dient.

Zwar kann es immer passieren, dass wir uns irren und für die falsche Option entscheiden. Doch das ändert nichts an den Tatsachen der Moral. Einige Entscheidungen sind objektiv gut für uns – und manche objektiv schlecht.

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