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Die Schule meines Lebens

Weisheiten und Lebenstricks von ziemlich außergewöhnlichen Menschen

By Matze Hielscher
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Die Schule meines Lebens by Matze Hielscher

Wie gelingt ein kreatives Leben? Matze Hielscher wollte es genau wissen und lud deswegen über hundert Künstlerinnen, Autoren, Schauspielerinnen und andere kreativen Köpfe in seinen Podcast Hotel Matze ein, um sie über ihre Gewohnheiten und Lebensweisheiten auszuquetschen. Ihre interessanten Gedanken schrieb er anschließend für Die Schule meines Lebens (2020) auf – und wir stellen dir in diesen Blinks wiederum einige seiner besten Gespräche vor.

  • Kreativschaffende
  • Alle, die wissen wollen, wie der Alltag eines Künstlers wirklich aussieht
  • Podcastsüchtige

Matze Hielscher hat schon in diversen kreativen Berufen gearbeitet. Seine Karriere begann er als Bassist der Indie-Band Virginia Jetzt!. Anschließend gründete er das digitale Stadtmagazin Mit Vergnügen. Mitte der 2010er-Jahre entdeckte Hielscher Podcasts für sich – natürlich musste er auch in dieses Genre selbst einsteigen. Heute ist sein Podcast Hotel Matze einer der meistgehörten in Deutschland. Als Folge daraus entstand schließlich auch sein erstes Buch, Die Schule meines Lebens.

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Die Schule meines Lebens

Weisheiten und Lebenstricks von ziemlich außergewöhnlichen Menschen

By Matze Hielscher
  • Read in 13 minutes
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  • Contains 8 key ideas
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Die Schule meines Lebens by Matze Hielscher
Synopsis

Wie gelingt ein kreatives Leben? Matze Hielscher wollte es genau wissen und lud deswegen über hundert Künstlerinnen, Autoren, Schauspielerinnen und andere kreativen Köpfe in seinen Podcast Hotel Matze ein, um sie über ihre Gewohnheiten und Lebensweisheiten auszuquetschen. Ihre interessanten Gedanken schrieb er anschließend für Die Schule meines Lebens (2020) auf – und wir stellen dir in diesen Blinks wiederum einige seiner besten Gespräche vor.

Key idea 1 of 8

Für die Autorin und Dramatikerin Sibylle Berg ist Mittelmäßigkeit eine Befreiung.

Nachdem Matze Hielscher Sibylle Bergs jüngsten Roman GRM – Brainfuck gelesen hatte, war er deprimiert und zugleich beeindruckt. Der Roman ist in einer nahen Zukunft angesiedelt, in der fast alle europäischen Staaten autokratisch regiert werden – keine unmögliche Dystopie, wenn man sich heutige politische Entwicklungen ansieht. Um so viel Weltgeschehen in einen Roman packen zu können, dachte Hielscher, muss eine Schriftstellerin erst einmal irre viel über die Welt wissen wollen. Woher kommt dieses Interesse?

Sibylle Berg hat eine Erklärung für ihn: Mehr als alles andere treibt sie der Wunsch an, so viel wie möglich von der Welt zu verstehen. Mögen andere an Spielsucht leiden, hat Berg eine „Verstehenssucht“. Doch um sich wirklich für alles zu interessieren, musste sie erst lernen, sich weniger für sich selbst zu interessieren. In den frühen Zwanzigern neigen wir dazu, alles auf uns zu beziehen. Du hast das Gefühl, ständig genau beobachtet zu werden, und musst deswegen alles richtig machen, cool aussehen und noch mehr. Auch Berg ging es so. Doch dann merkte sie irgendwann, dass sie der Welt egal war – ganz einfach, weil alle anderen ebenso zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. 

Zunächst klingt das nach einer recht deprimierenden Einsicht: zu merken, dass man den anderen oft ein Stück egal ist. Für Sibylle Berg stellte sie aber eine riesige Erleichterung dar. Sie musste sich jetzt nicht mehr um sich selbst drehen, sondern konnte ihr Augenmerk auf alles andere richten. Das Weltgeschehen analysiert Berg nun aktiv, sich selbst aber nicht. Sie ist sich gar nicht so sicher, wer sie ist und wie sie auf andere wirkt. 

Auch die Erkenntnis, dass man nur selten besser als mittelmäßig sein kann, nimmt einem viel Last ab. Mittelmäßigkeit hat in unserer Gesellschaft einen sehr schlechten Ruf – zu Unrecht. Berg vergleicht sich beispielsweise hin und wieder „aus Versehen“ mit Wissenschaftlerinnen, die an künstlicher Intelligenz forschen, und merkt: Das könnte sie selbst niemals. 

Der Gedanke, dass nur wenige Menschen wirklich genial sind, bringt Berg jedoch nicht dazu, sich klein zu fühlen, sondern er beruhigt sie. Schließlich hat nicht jeder Ideen, die die Welt verändern. Viel mehr als das, was man kann, gut zu machen, muss man gar nicht leisten. Und das ist doch schon eine ganz schöne Befreiung.

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