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Die Reenergize-Formel

Der evolutionäre Baukasten für Energie und Glück

By Simone Janßen & Niklas Hobacher
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Die Reenergize-Formel by Simone Janßen & Niklas Hobacher

Der menschliche Organismus hat sich wie alle Lebensformen vor ca. 3,8 Milliarden Jahren aus den ersten Einzellern entwickelt – genügend Zeit also, um sich ideal an die Lebensbedingungen auf der Erde anzupassen. Und trotzdem leiden heutzutage immer mehr Menschen an Zivilisationskrankheiten wie chronischer Müdigkeit oder Übergewicht. Woran das liegt und was man dagegen tun kann, erklären wir dir in den Blinks zu Die Reenenergize-Formel (2019).

  • Biologie-Interessierte und Hobby-Soziologen
  • Menschen, die sich ausgelaugt, unzufrieden oder krank fühlen
  • Alle, die mehr über die Evolution und die Funktionsweise des menschlichen Organismus wissen wollen

Als Kind wollte Simone Janßen Ärztin werden. Den Wunsch, Menschen zu helfen, verfolgt sie also schon seit ihrer Kindheit. Später entschied sie sich jedoch für ein Studium der Biologie, worüber sie bis heute sehr froh ist. Nach ihrer Promotion und einigen beruflichen Umwegen machte sie sich 2016 als freie Wissenschaftsredakteurin selbstständig und arbeitet seitdem daran, wissenschaftliche Themen auf humorvolle Weise verständlich zu machen.

Auch Niklas Hobacher versteht die unterhaltsame Vermittlung komplexer Sachverhalte als seine berufliche Hauptaufgabe. Er ist jedoch vor allem als Unternehmer und Autor tätig. Sein erster Berufswunsch als Kind war es, Erfinder zu werden. Heute erfindet er zwar keine technischen Geräte, dafür entwickelt er interessante Projekte und Texte.

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Die Reenergize-Formel

Der evolutionäre Baukasten für Energie und Glück

By Simone Janßen & Niklas Hobacher
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Die Reenergize-Formel by Simone Janßen & Niklas Hobacher
Synopsis

Der menschliche Organismus hat sich wie alle Lebensformen vor ca. 3,8 Milliarden Jahren aus den ersten Einzellern entwickelt – genügend Zeit also, um sich ideal an die Lebensbedingungen auf der Erde anzupassen. Und trotzdem leiden heutzutage immer mehr Menschen an Zivilisationskrankheiten wie chronischer Müdigkeit oder Übergewicht. Woran das liegt und was man dagegen tun kann, erklären wir dir in den Blinks zu Die Reenenergize-Formel (2019).

Key idea 1 of 11

Der Mensch ist ein Generalist und kann sich besonders gut anpassen.

Vor 70.000 Jahren wäre der Homo sapiens beinahe ausgestorben, wahrscheinlich aufgrund eines gigantischen Vulkanausbruchs. Übrig blieben nur circa zweitausend Individuen, aus denen die gesamte heutige Menschheit entstanden ist. Von großer genetischer Varianz kann also nicht die Rede sein. Und trotzdem überleben wir seit Jahrtausenden in der Wüste, im Urwald und im Eis. Zu verdanken haben wir das der Evolution, die uns eine extrem hohe Anpassungsfähigkeit mitgegeben hat. Aber wie funktioniert diese Anpassung überhaupt?

Jede Körperzelle enthält dieselben Gene. Welche Funktion eine Zelle übernimmt, wird durch verschiedene Markierungen an den Genen bestimmt. Dieser Markierungsmechanismus ist jedoch nicht nur für die Ausdifferenzierung der Zellen verantwortlich. Er sorgt auch dafür, dass lediglich die Gene aktiv sind, die wir gerade brauchen. So können auch Umweltfaktoren, psychische Erfahrungen und Gewohnheiten beeinflussen, welche Gene aktiv sind. Deshalb kann sich unser Körper beispielsweise ohne Weiteres von McDonalds-basierter Ernährung auf eine vegane Low-Carb-Diät umstellen, indem er die jeweils notwendigen Gene zur Verstoffwechselung „an-“ und „abschaltet“. Alle Genveränderungen dieser Art fallen unter den Begriff Epigenetik. Epigenetische Veränderungen werden jedoch nur notwendig, wenn die Homöostase, das Balance-Halten unseres Körpers, überfordert ist. 

Wenn wir beispielsweise zum ersten Mal an einem Zumba-Training teilnehmen, steigt der Sauerstoffbedarf in den Zellen. Folglich wird die Atemfrequenz erhöht, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Solange das klappt, ist alles gut, die Homöostase funktioniert. Allerdings kann der Körper nur innerhalb eines bestimmten Bereiches auf Veränderungen reagieren, ohne Schaden zu nehmen. Dieser Toleranzbereich ist der homöodynamische Raum

Bewegen sich nun bestimmte Werte wie der Sauerstoffbedarf öfter am Rande des homöodynamischen Raums, braucht es zusätzliche Anpassungsmechanismen. Einer dieser Mechanismen ist die Hormesis. Hormesis funktioniert theoretisch so ähnlich wie eine Impfung: Die Zellen werden mit einer geringen Menge an Stress oder Gift konfrontiert, zum Beispiel Strahlung oder Sauerstoffmangel. Daraufhin wirft der Körper verschiedene Schutz- und Reparaturfunktionen an, die noch einige Zeit nachwirken. 

Angenommen wir gehen zweimal wöchentlich zum Zumba-Training. Dann sorgt die Hormesis dafür, dass sich irgendwann ein Trainingseffekt einstellt. Die Sauerstoffverwertung wird optimiert, der homöodynamische Raum so ausgedehnt. Die Folge: Wir sind weniger angestrengt. 

Doch nicht alle Zellen können geschützt und repariert werden. Funktioniert etwas nicht mehr, muss es abgebaut werden. Und hier kommt der zweite Anpassungsmechanismus ins Spiel, die Autophagie – eine Entrümpelungs- und Recyclingfunktion der Zellen. Was unbrauchbar ist, kann entweder in Energie umgewandelt oder zersetzt und in neuen Zellen verbaut werden.

Wir haben also einen Toleranzbereich und zwei praktische Anpassungsmechanismen. Warum scheint unser Organismus heutzutage trotzdem so oft überfordert zu sein?

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