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Die radikalisierte Gesellschaft

Von der Logik des Fanatismus

By Ernst-Dieter Lantermann
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Die radikalisierte Gesellschaft: Von der Logik des Fanatismus by Ernst-Dieter Lantermann

Die radikalisierte Gesellschaft (2016) beschreibt, weshalb sich unsere Gesellschaft immer stärker in radikale Subkulturen aufspaltet, was die maßgeblichen Gründe für die jeweilige Radikalisierung sind und in welchen Formen sich Radikalität äußern kann.

  • Opfer von Radikalisierung
  • Jeder, der den Zusammenhang zwischen Selbstwertgefühl und Fremdenhass kennen möchte
  • Interessierte an Politik und Geschichte

Ernst-Dieter Lantermann ist emeritierter Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Universität Kassel. Seit Jahrzehnten forscht er zu den Themen Mensch und Umwelt sowie Komplexitätsmanagement. Gemeinsam mit Soziologe Heinz Bude ergründet er seit 15 Jahren Bewältigungsstrategien für Unsicherheit und die Folgen von gesellschaftlichem Ausschluss.

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Die radikalisierte Gesellschaft

Von der Logik des Fanatismus

By Ernst-Dieter Lantermann
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  • Contains 7 key ideas
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Die radikalisierte Gesellschaft: Von der Logik des Fanatismus by Ernst-Dieter Lantermann
Synopsis

Die radikalisierte Gesellschaft (2016) beschreibt, weshalb sich unsere Gesellschaft immer stärker in radikale Subkulturen aufspaltet, was die maßgeblichen Gründe für die jeweilige Radikalisierung sind und in welchen Formen sich Radikalität äußern kann.

Key idea 1 of 7

Radikalisierung dient der Flucht vor Unsicherheit und Angst.

 

Digitalisierung, Flüchtlingskrise, künstliche Intelligenz, Klimawandel, politischer Extremismus: Die Nachrichten quellen über vor angsteinflößenden Prognosen einer unsicheren, gefährlichen und dunklen Zukunft. Uns wird der Eindruck einer scheinbar unkontrollierbaren Welt vermittelt – und einige Personen halten diese emotionale Unsicherheit nicht mehr aus.

Letztendlich ist keiner vor Verunsicherung und Zukunftsangst sicher: Alt oder Jung, Arm oder Reich, Blond oder Brünett – alle kommen ins Schwitzen, wenn sich ihre vertrauten Lebensumstände zu verändern drohen. So hat der Kindergärtner ebenso große Angst, seinen Job zu verlieren, wie die Spitzenärztin. Die Furcht vor sozialem Abstieg, Verlust der Lebensgrundlage und potenzieller Absturz in die Altersarmut nagen unterbewusst am Nervenkostüm eines jeden. Diese Sorgen sind der unbeschönigende Spiegel einer einzigen Wahrheit: Das Vertrauen in die vormals gefestigten Lebensstrukturen ist offenbar nicht so groß wie geglaubt.

Grundverschieden sind jedoch die Wege und Strategien, mit dieser Misere umzugehen: Sieht man den Umsturz der bisherigen Lebensumstände als Chance für einen lehrreichen Neuanfang oder als risikoreiche Vorlage zum lebenslangen Scheitern?

Hier kommen radikale Gruppierungen ins Spiel: In Zeiten größter Unsicherheit bieten sie einen scheinbar behüteten Rückzugsort. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, auf welche Art und Weise sich die Gruppe von der Restgesellschaft abspaltet. Seien es Hardcore-Veganer, Fitnessjunkies, fernsehsüchtige Stubenhocker oder desillusionierte Pegida-Anhänger – ihre radikalen Lebensweisen lassen sich auf ein gemeinsames psychologisches Grundkonstrukt zurückführen: das menschliche Grundbedürfnis nach Kontrollierbarkeit und Sicherheit.

Wird dieses Grundbedürfnis nicht erfüllt, sucht der Mensch instinktiv nach neuen Quellen, die ihm sein Sicherheitsgefühl zurückgeben sollen. Hierbei geht es in erster Linie nicht darum, wirkliche Sicherheit herzustellen – es reicht ein illusorischer Fluchtweg aus der vermeintlichen Unsicherheit. Im Extremfall führt dieser Radikalisierungsprozess zu Fanatismus: also grenzenlosen Hass auf alles, was das eigene Sicherheitsgefühl angreifen könnte.

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