Join Blinkist to get the key ideas from
Get the key ideas from
Get the key ideas from

Die positive Kraft des Zweifelns

Unsicherheit als Erfolgsfaktor

By Emanuel Koch
  • Read in 12 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 7 key ideas
Upgrade to Premium Read or listen now
Die positive Kraft des Zweifelns by Emanuel Koch
Synopsis

Zweifler haben keinen guten Ruf in unserer Gesellschaft. Vor allem in den Führungsetagen ist Unsicherheit verpönt, gefragt sind stattdessen Entschlusskraft, Mut und Durchsetzungsvermögen. Dabei sind angebrachte Zweifel weder eine Schwäche noch eine Gefahr, sondern die Grundvoraussetzung für Erfolg. In den Blinks zu Die positive Kraft des Zweifelns (2019) wird erklärt, weshalb das gepflegte Zaudern zu Unrecht unterschätzt wird und wieso du unbedingt daran festhalten solltest. Du lernst, wie du die positive Kraft des Zweifelns richtig einsetzt, um Fehlentscheidungen zu vermeiden, Chancen zu erkennen und dein Potenzial voll auszuschöpfen. 

Key idea 1 of 7

Zweifel haben ihre Berechtigung.

„Soll ich’s wirklich machen, oder lass ich’s lieber sein?“ Immer wieder eine gute Frage. Einige der schier unendlichen Gelegenheiten, sich das Hirn zu zermartern, hat die Band Fettes Brot in ihrem Song Jein beschrieben. Damit hat sie einem weitverbreiteten Gefühl Ausdruck verliehen: der Qual des Zweifelns. 

Zugegeben, Zweifel sind unangenehm. Schließlich widersprechen sie dem fundamentalen Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit. Wer zweifelt, fühlt sich häufig instabil, verwirrt und überfordert, was allzu oft in Untätigkeit resultiert. 

Angenommen, du willst eine Weltreise machen, hast jedoch Bedenken, ob dein Geld reicht oder ein solches Abenteuer nicht zu viele Risiken birgt. Am Ende bleibst du frustriert zu Hause und verfolgst voller Neid die Instagram-Storys deiner Freundin, die seit Monaten in Afrika herumreist. Schuld daran sind natürlich deine Zweifel. 

Solche und ähnliche Erfahrungen sind ein Grund dafür, dass Unsicherheit in unserer Gesellschaft einen schlechten Ruf hat. Auf Zweifler schaut man herab, während entschlusskräftige, mutige und spontane Menschen bewundert und beneidet werden. Dabei können Zweifel extrem nützlich sein. Entscheidend dabei ist, dass sie sich auf das richtige Objekt richten. 

Den Unterschied zwischen konstruktiven und lähmenden Zweifeln kennt Emanuel Koch nur zu gut. Er zweifelte jahrelang an sich selbst, seinem Talent und seiner Intelligenz – ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. 

Koch wollte damals das Klavierspielen lernen, konnte aber keine Noten lesen. Letzteres war jedoch nach Auffassung seiner Klavierlehrerin eine Grundvoraussetzung für das Erlernen des Instruments. Selbst wenn Emanuel ein Stück absolut fehlerfrei aus dem Gedächtnis spielte, war das in ihren Augen nichts wert. Und so triezte sie ihn immer wieder mit etwas, das ihm schlichtweg nicht lag. 

Zum Glück konnte sich der Autor seine Freude an der Musik dennoch bewahren. Inzwischen ist er ein guter Musiker, spielt mit viel Leidenschaft in einer Band und weiß: Statt an sich selbst zu zweifeln, hätte er damals lieber die Lehrmethoden und pädagogischen Fähigkeiten seiner Lehrerin infrage stellen sollen. Dann hätte er sich einen geeigneteren Mentor suchen und schon viel früher mit Freude und Kreativität Musik machen können. 

Zweifel sind also durchaus zielführend, sofern sie sich zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auf das richtige Objekt richten. Im nächsten Blink erfährst du mehr darüber, wie man sie effektiv einsetzt. 

Upgrade to continue Read or listen now

Key ideas in this title

Upgrade to continue Read or listen now

Learn more, live more

Sign up now to learn and grow every day with the key ideas from top nonfiction and podcasts in 15 minutes.