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Die Ordnung der Zeit

Eine wilde Entdeckungsreise durch die Physik und Philosophie der Zeit

By Carlo Rovelli
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Die Ordnung der Zeit by Carlo Rovelli

Die Zeit ist der gleichmäßige Lauf der Dinge, der das Leben in gestern, heute und morgen scheidet. Stimmt das? Nein! Diese Blinks zu Carlo Rovellis Die Ordnung der Zeit (2017) stellen so ziemlich alles auf den Kopf, was du über die Zeit zu wissen glaubst. Sie erklären anhand neuester physikalischer Erkenntnisse, warum Zeit weder linear noch gleichmäßig verläuft – und warum es sie im Grunde genommen gar nicht gibt. Mach dich auf etwas gefasst!

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  • Menschen, die sich für die ganz großen Geheimnisse der Welt begeistern
  • Alle, die besser verstehen wollen, was genau die Zeit wirklich ist

Carlo Rovelli ist theoretischer Physiker und hat sich auf die Erforschung von Raum und Zeit spezialisiert. Seit 2000 ist er Professor an der Universität Marseille, wo er eine Forschungsgruppe zur Quantengravitation leitet. Als Autor veröffentlichte er zahlreiche Bücher wie Die Wirklichkeit ist nicht so, wie sie scheint und Sieben kurze Lektionen über Physik.

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Die Ordnung der Zeit

Eine wilde Entdeckungsreise durch die Physik und Philosophie der Zeit

By Carlo Rovelli
  • Read in 13 minutes
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  • Contains 8 key ideas
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Die Ordnung der Zeit by Carlo Rovelli
Synopsis

Die Zeit ist der gleichmäßige Lauf der Dinge, der das Leben in gestern, heute und morgen scheidet. Stimmt das? Nein! Diese Blinks zu Carlo Rovellis Die Ordnung der Zeit (2017) stellen so ziemlich alles auf den Kopf, was du über die Zeit zu wissen glaubst. Sie erklären anhand neuester physikalischer Erkenntnisse, warum Zeit weder linear noch gleichmäßig verläuft – und warum es sie im Grunde genommen gar nicht gibt. Mach dich auf etwas gefasst!

Key idea 1 of 8

Zeit ist nicht gleich Zeit

Der Schein trügt! Die olle Floskel ist eine der größten Lektionen, die uns die Wissenschaft gelehrt hat. Denn wenn du allein deinen Augen trautest, könntest du denken, die Erde wäre eine Scheibe. Es brauchte die Wissenschaft, um uns eines Besseren zu belehren. Ähnliches gilt für die Zeit.

Im Alltag erfahren wir Zeit als einheitlich und absolut – als das universelle Ticken einer ewigen Uhr weit jenseits unserer menschlichen Kontrolle. Aber auch dieser Schein trügt.

Denn in Wirklichkeit vergeht die Zeit an verschiedenen Orten unterschiedlich schnell. Stell dir vor, du hast zwei Uhren! Wenn du eine davon auf Meereshöhe platzierst und die andere hoch oben in den Bergen, wird Letztere schneller laufen. Selbst der Höhenunterschied eines Küchentischs würde diese Diskrepanz hervorrufen. Die Unterschiede sind zwar verschwindend gering und du könntest sie nur mit einer Präzisionsuhr messen. Aber das ändert nichts an der umwerfenden Erkenntnis: Die höher platzierte Uhr tickt schneller. Immer!

Und nicht nur die Zeit läuft unten langsamer – sondern alle mit ihr verknüpften Prozesse. Angenommen zwei gleichaltrige Freunde gehen getrennte Wege. Der Erste lebt fortan am Strand und der Zweite auf der Spitze eines Berges. Viele Jahre später treffen sich die beiden wieder. Das Resultat? Der Bergfreund ist schneller gealtert und hat länger gelebt als der Strandmensch. Selbst seine Pflanzen sind stärker gewachsen.

So unfassbar es klingt: Es gibt keine wahre, einheitliche und objektive Zeit für Gebirge und Flachland. Denn Zeiten sind zueinander relativ. Jeder Punkt auf der Karte hat seine eigene Zeit. Das ist die einfach formulierte Quintessenz von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie.

Und als wäre das nicht schon verblüffend genug, kommt jetzt auch noch die Energie ins Spiel. Zunächst teilen Zeit und Energie eine fundamentale Gemeinsamkeit: Beide bewegen sich ausschließlich in eine Richtung. Die Zeit verläuft von der Vergangenheit in die Zukunft und Energie überträgt sich immer von wärmeren auf kältere Elemente. Und in beiden Fällen lässt sich diese Richtung nicht umkehren. 

Aber jetzt wird’s richtig interessant: Energie ist die Voraussetzung dafür, dass wir zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheiden können!

Brechen wir das herunter. Der entscheidende Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft ist der Wandel. Veränderung. Und Wandel ist nur möglich, wenn es Bewegung gibt. Und Bewegung ist letzten Endes immer was? Genau: Energie – die Bewegungsenergie der Moleküle auf mikroskopischer Ebene. 

So lautet unsere erste verblüffende Erkenntnis: Die Zeit ist keine global einheitliche Größe und untrennbar verknüpft mit Energie.

Ohne Energie gäbe es keine Bewegung. Und ohne Bewegung wären Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein und dieselbe monotone Suppe. 

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