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Die neuen Seidenstraßen

Gegenwart und Zukunft unserer Welt

By Peter Frankopan
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Die neuen Seidenstraßen: Gegenwart und Zukunft unserer Welt by Peter Frankopan

Läuft der „Ferne“ Osten dem Westen bald den Rang ab? Die Zeichen stehen auf Veränderung, nachdem die westlichen Großmächte die Weltwirtschaft über Jahrhunderte hinweg dominiert haben. Diese Blinks zu Peter Frankopans Die neuen Seidenstraßen (2019) erklären den wachsenden Einfluss östlicher Staaten wie Russland, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie beleuchten auch, was die globalen Verschiebungen mit dem neuen Nationalismus im Westen und dem östlichen Mut zur Zusammenarbeit zu tun haben.

  • Alle, die das aktuelle Weltgeschehen aus einer neuen Perspektive betrachten wollen
  • Neugierige, die die faszinierenden Verbindungen zwischen Historie und Moderne erkunden möchten
  • Vorausschauende, die sich schon heute für die Zukunft wappnen wollen

Peter Frankopan ist ein britischer Historiker und Direktor des Centre for Byzantine Research an der University of Oxford. Er lehrte bereits an einigen der renommiertesten Universitäten der Welt, darunter u.a. Cambridge, Yale, Harvard und Princeton. In seiner Forschung konzentriert er sich besonders auf die Beziehungen zwischen Christentum und Islam im geografischen Raum zwischen Mittelmeer und Zentralasien. Sein weltweiter Bestseller Licht aus dem Osten: Eine neue Geschichte der Welt (2015) ist ebenfalls in der Blinkist-Mediathek verfügbar.

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Die neuen Seidenstraßen

Gegenwart und Zukunft unserer Welt

By Peter Frankopan
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Die neuen Seidenstraßen: Gegenwart und Zukunft unserer Welt by Peter Frankopan
Synopsis

Läuft der „Ferne“ Osten dem Westen bald den Rang ab? Die Zeichen stehen auf Veränderung, nachdem die westlichen Großmächte die Weltwirtschaft über Jahrhunderte hinweg dominiert haben. Diese Blinks zu Peter Frankopans Die neuen Seidenstraßen (2019) erklären den wachsenden Einfluss östlicher Staaten wie Russland, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie beleuchten auch, was die globalen Verschiebungen mit dem neuen Nationalismus im Westen und dem östlichen Mut zur Zusammenarbeit zu tun haben.

Key idea 1 of 7

Die Elite aus dem Osten kauft Trophäen des Westens und bringt die Reiseindustrie durcheinander.

Es tut sich was im Weltgefüge. Die wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung verlagert sich gen Osten. Der Orient war vor dem Aufstieg des Westens jahrhundertelang die Wiege der Weltkultur. Und vieles deutet daraufhin, dass das Morgenland auch in Zukunft wieder eine führende Rolle im globalen Geschehen spielen wird.

Ein Gradmesser für diese Veränderungen ist die neue Kaufkraft des Ostens. In den letzten Jahrhunderten verband man Luxus und Reichtum geografisch mit dem Westen. Gut betuchte Briten bereisten pittoreske Orte wie Rom und Venedig, um auf kulturelle Trophäenjagd zu gehen. Es reichte nicht, sich nur an der Oper, den Galerien und der südländischen Lebensfreude zu ergötzen. Wer etwas auf sich hielt, brachte präsentable Beute heim: edle Skulpturen, wertvolle Gemälde und feine Möbelstücke.

Wie sich die vornehmen Ladys und Gentlemen den Luxus leisten konnten? Großbritannien war durch eine lange Reihe militärischer und wirtschaftlicher Erfolge zur Weltmacht geworden. Auch Staaten wie Frankreich, Holland und Deutschland hatten ihre Blütezeiten und mit dem Aufstieg der USA im 20. Jahrhundert war die Dominanz des Westens vollends zementiert. Doch seit Beginn des 21. Jahrhunderts verschiebt sich die Wirtschaftskraft mehr und mehr nach Osten. Die Trophäenjagd geht weiter – aber inzwischen kommen die reichen Jäger aus Ländern wie Russland und China.

Die Elite aus dem Osten jagt nach neuen Trophäen. Sie buhlt um prestigeträchtige Kulturprojekte wie die Austragung großer Sportereignisse. Russland und Katar schnappten dem Westen die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 weg, und die Olympischen Winterspiele 2014 wurden im russischen Sotschi ausgetragen. So viel Kaufkraft ist verlockend: Als der Louvre ein neues Museum eröffnen wollte, entschieden sich die Verantwortlichen nicht für Paris als Standort, sondern für Abu Dhabi. Das Londoner Victoria and Albert Museum eröffnete seine neue Niederlassung im chinesischen Shenzhen.

Die Jäger trachten aber längst nicht nur nach Kulturtrophäen. Weltberühmte englische Kaufhäuser wie das exklusive Harrods und das Spielzeuggeschäft Hamleys oder die einflussreiche Londoner Tageszeitung Evening Standard sind inzwischen allesamt in der Hand von Eigentümern aus Russland, China oder den Arabischen Emiraten.

Für den Westen sind die Auswirkungen dieses wirtschaftlichen Aufstiegs weitreichender als der Verlust von Mehrheitsrechten. Die Summe der Ausgaben chinesischer Touristen im Ausland ist seit 1985 explodiert und um das 500-fache angestiegen. Aus 500 Millionen Dollar pro Jahr wurden unfassbare 250 Milliarden. US-Touristen geben gerade einmal die Hälfte davon im Ausland aus.

Das krempelt die globale Tourismusindustrie auf links. Alles – von den Fluggesellschaften und Online-Reiseportalen über die Einrichtung von Hotelzimmern bis zum Getränkeangebot in der Hotelbar – wird an die boomende chinesische Reiselust angepasst. Die Neukonfiguration hat gerade erst begonnen, denn der chinesische Tourismus steckt trotz allem noch immer in den Kinderschuhen. Derzeit haben gerade einmal 20% der Chinesen einen Reisepass. Da ist also noch gewaltig Luft nach oben.

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