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Die Mitleidsindustrie

Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen

By Linda Polman
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Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen by Linda Polman

Die Mitleidsindustrie illustriert kritisch das Wirken und die Konsequenzen von Hilfseinsätzen in von Bürgerkrieg oder Naturkatastrophen betroffenen Gebieten.

Es zeigt Hilfsorganisationen als wirtschaftliche Unternehmen im Wettbewerb und als Teil einer Mitleidsindustrie­­­­, von der nicht nur hilfebedürftige Menschen profitieren.

  • Jeder, der sich fragt, wofür die Spendengelder an internationale Hilfsorganisationen verwendet werden
  • Jeder, der einen fachkundigen Einblick in die Arbeit in Krisenregionen und Flüchtlingslagern bekommen will

Linda Polman ist Journalistin und Autorin. Hauptsächlich schreibt sie über Einsätze von Hilfsorganisationen in Krisengebieten auf der ganzen Welt.

Als Korrespondentin der UN-Friedensmission war sie bei zahlreichen Hilfsprojekten direkt vor Ort und hat in den Niederlanden bereits mehrere erfolgreiche Bücher über ihre Erfahrungen veröffentlicht.

 

Original: Die Mitleidsindustrie © 2010 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Die Mitleidsindustrie

Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen

By Linda Polman
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Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen by Linda Polman
Synopsis

Die Mitleidsindustrie illustriert kritisch das Wirken und die Konsequenzen von Hilfseinsätzen in von Bürgerkrieg oder Naturkatastrophen betroffenen Gebieten.

Es zeigt Hilfsorganisationen als wirtschaftliche Unternehmen im Wettbewerb und als Teil einer Mitleidsindustrie­­­­, von der nicht nur hilfebedürftige Menschen profitieren.

Key idea 1 of 12

Humanitäre Hilfe gründet sich auf klare ethische Grundsätze, deren Befolgung aber oft zu moralischen Konflikten führt.

Das Konzept der humanitären Hilfe geht auf den Schweizer Henri Dunant zurück, der vor dem Hintergrund der Schlacht von Solferino 1859 einen Trupp von Freiwilligen zusammenstellte, um das Leid der Tausenden verwundeten Soldaten auf dem Schlachtfeld zu lindern.

Dunant gründete später das Internationale Komitee vom Roten Kreuz – eines der ersten westlichen humanitären Hilfsprogramme – und entwickelte einen ethischen Kodex, dem auch heute noch alle Hilfsorganisationen verpflichtet sind.

Die hierin enthaltenen humanitären Grundprinzipien lauten:

  1. Hilfe für Menschen in Krisensituationen muss unparteilich und neutral sein.
  2. Notleidenden muss geholfen werden, egal um wen es sich handelt und unabhängig von den Konsequenzen der Hilfeleistung.
  3. Die Hilfe muss uneigennützig erfolgen.

Seit August 2006 sind die Genfer Konventionen, in denen diese humanitären Prinzipien festgeschrieben sind, in allen 194 Ländern der Welt anerkannt. Sie sind jedoch keinesfalls so klar und einfach zu befolgen, wie es zunächst scheint.

Schon die Krankenschwester Florence Nightingale, die in den 1850er-Jahren im Krimkrieg eine Gruppe hilfswilliger Zivilisten mobilisiert hatte, um die Verwundeten zu versorgen, kritisierte Dunants Grundsätze als unrealistisch. Denn die von ihr gepflegten Soldaten mussten wieder an die Front und sie erkannte das humanitäre Dilemma, dass der Krieg ohne ihre Hilfe vielleicht früher geendet hätte, dafür aber die meisten der Soldaten an Ort und Stelle gestorben wären.

Kriegsführung und Krisengebiete haben sich seitdem ebenso stark verändert wie der Alltag moderner Hilfsorganisationen. Während sich schon für Dunants und Nightingales Hilfstrupps ein moralisches Dilemma ergab, wenn sie nach den eigenen ethischen Prinzipien handelten, ist dies heute noch viel komplizierter.

Denn so wie moderne Hilfsorganisationen arbeiten, weicht die Realität humanitärer Hilfe immer öfter von den ursprünglichen ethischen Grundsätzen ab.

Humanitäre Hilfe gründet sich auf klare ethische Grundsätze, deren Befolgung aber oft zu moralischen Konflikten führt.

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