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Die Krise hält sich nicht an Regeln

99 Antworten auf die wichtigsten Fragen nach dem Corona-Crash

By Max Otte
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Die Krise hält sich nicht an Regeln by Max Otte

In unseren Blinks zu Max Ottes Die Krise hält sich nicht an Regeln (2021) nehmen wir die ganz großen Zusammenhänge unter die Lupe. Du erfährst unter anderem, was Wirtschaftskrisen, der Aufstieg Chinas, Corona und der zunehmende Populismus miteinander zu tun haben. Anschließend zeigen wir dir, welche Handlungsempfehlungen Otte aus seiner Analyse für Politiker, Privatleute und Investoren ableitet. 

  • Verunsicherte, die sich fragen, wie das mit der Wirtschaft nur weitergehen soll
  • Alle, die sich für den Zusammenhang von Politik und Ökonomie interessieren
  • Kritische Geister, die auch Stimmen abseits des Mainstreams hören möchten

Der deutsch-amerikanische Ökonom Max Otte ist beruflich sehr vielseitig. Er war unter anderem Berater für internationale Organisationen und als Assistant Professor für internationale Wirtschaft an der Boston University. Anschließend unterrichtete er an verschiedenen europäischen Universitäten. Heute ist er vor allem als Fondsmanager und Autor tätig. Bei Blinkist findest du auch eine Zusammenfassung seines Buches Weltsystemcrash (2019).

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Die Krise hält sich nicht an Regeln

99 Antworten auf die wichtigsten Fragen nach dem Corona-Crash

By Max Otte
  • Read in 16 minutes
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Die Krise hält sich nicht an Regeln by Max Otte
Synopsis

In unseren Blinks zu Max Ottes Die Krise hält sich nicht an Regeln (2021) nehmen wir die ganz großen Zusammenhänge unter die Lupe. Du erfährst unter anderem, was Wirtschaftskrisen, der Aufstieg Chinas, Corona und der zunehmende Populismus miteinander zu tun haben. Anschließend zeigen wir dir, welche Handlungsempfehlungen Otte aus seiner Analyse für Politiker, Privatleute und Investoren ableitet. 

Key idea 1 of 10

2008? War da was?

Du willst verstehen, wie die ganzen Krisen zusammenhängen, die in diesen Jahren die Welt erschüttern? Dann sollten wir uns zuerst einmal die Finanzkrise von 2008 vornehmen. Denn sie bildet gewissermaßen die Grundlage für alles, was danach kam.

Holen wir kurz ein wenig aus und sehen uns an, wie Finanzkrisen grundsätzlich funktionieren. Dazu hat der US-Wirtschaftshistoriker Charles Kindleberger ein gutes Modell entwickelt. Er geht davon aus, dass es zunächst ein positives Ereignis gibt, sagen wir zum Beispiel das Ende eines Krieges oder eine epochemachende Erfindung wie die Eisenbahn. Die wirtschaftliche Stimmung ist gut, Unternehmer und Kapitalgeber investieren kräftig und machen ordentliche Gewinne. Schließlich kommt es zu einem Boom, der so lange anhält, bis einigen Investoren bewusst wird, dass eine Blase entstanden ist und die Preise viel zu hoch sind. Dann bricht alles zusammen und die Situation stabilisiert sich auf einem niedrigen Niveau.

Genau das passierte 2008 in den USA mit den Immobilien und den Krediten. Die Auswirkungen bekamen wir in Form der Eurokrise dann auch in Europa zu spüren. Allerdings sind wir mit der Situation nicht gut umgegangen. Wir haben nicht, wie Politiker so gern behaupten, Griechenland oder den Euro gerettet. Wir haben einfach nur Banken und Investoren ausgezahlt, und zwar auf Kosten der griechischen Bürger und der anderen EU-Steuerzahler.

Anschließend haben wir es versäumt, das Finanz- und Bankensystem zu reformieren, das die Krise ja verursacht hat. Dabei ist das System komplett marode. Das liegt unter anderem an der Geldpolitik der Notenbanken, die viel frisches Geld drucken und günstige Kredite anbieten. Die Folgen? Ausufernde Spekulation und Investitionen in unsichere Unternehmungen. Dadurch entstehen auf Dauer riskante Wirtschaftsstrukturen.

Außerdem begünstigt die Gesetzgebung in den europäischen Ländern weiterhin systematisch die Spekulationen der Finanzbranche, während sie den Mittelstand immer stärker zur Kasse bittet. Hinzu kommt, dass sich die Finanzwirtschaft vollkommen von der Realwirtschaft abgekoppelt hat und ihr eigenes Süppchen kocht. Sie wird regelmäßig mit Milliardenbeträgen unterstützt, obwohl sie kein einziges Produkt herstellt und nicht zum allgemeinen Wohlstand beiträgt. Auch hier haben wir aus den Ereignissen von 2008 nichts gelernt.

Halten wir also fest, dass die Regierungen es versäumt haben, Lehren aus der Finanzkrise von 2008 zu ziehen.

Seit der Eurokrise steht unser Wirtschaftssystem sowieso schon auf sehr wackeligen Füßen. Und auf dieses instabile System kam dann 2020 die Coronakrise als Sahnehäubchen.

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