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Die Intervall-Woche

Arbeitest du noch oder lebst du schon? Der einfachste Weg zu NEW WORK

By Lothar Seiwert & Silvia Sperling
  • Read in 16 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 10 key ideas
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Die Intervall-Woche by Lothar Seiwert & Silvia Sperling
Synopsis

In Die Intervall-Woche (2020) geht es darum, wie wir Leben und Arbeit im Einklang mit unserer inneren Uhr gestalten können. In den folgenden Blinks erfährst du, welcher Intervall-Typ du bist und was das für dein persönliches Zeitmanagement bedeutet. Denn wenn du im Takt mit deinem biologischen Rhythmus lebst, wirst du glücklicher und entspannter arbeiten können.

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Warum wir neu über Arbeit nachdenken sollten

Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt, dein Arbeitspensum auf vier Tage in der Woche herunterzuregeln? Damit wärst du nicht allein: Eine Umfrage des Softwareunternehmens Citrix ergab, dass 66 Prozent der Deutschen zur 4-Tage-Woche wechseln würden, wenn sie dadurch keine Gehaltseinbußen erlitten. Immerhin 15 Prozent könnten sich eine Verringerung der Arbeitszeit auch dann vorstellen, wenn sie dafür weniger Lohn erhielten.

Warum sind Konzepte wie die 4-Tage-Woche zumindest als Gedankenspiel so beliebt? Die Antwort lautet: weil wir uns als Gesellschaft chronisch überarbeitet fühlen. Viele Menschen verbinden mit ihrer Arbeit nur noch Überforderung und Stress, es scheint nur noch wenig Zeit für das restliche Leben zu bleiben. Doch der internationale Vergleich zeigt: In Deutschland absolvieren wir mit durchschnittlich um die 34 Stunden ein relativ geringes Arbeitspensum. Menschen in Kolumbien arbeiten im Schnitt zum Beispiel 47 Stunden pro Woche. 

Dass trotzdem etwas nicht stimmt, zeigen Studien der Betriebskrankenkassen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes: Die Zahl der Krankmeldungen ist so hoch wie nie zuvor. 2018 fielen im Schnitt 18,5 Krankheitstage pro Jahr und Arbeitnehmerin an. Besonders Krankmeldungen wegen psychischer Probleme haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Forscherinnen betonen, dass die Arbeitsbedingungen sich stark auf unser Wohlbefinden auswirken.

An dieser Stelle ist es Zeit, einen Begriff ins Spiel zu bringen, den du wahrscheinlich schon des Öfteren gehört hast: die berüchtigte „Work-Life-Balance“. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es in diesem Konzept darum, zwischen den Kategorien „Leben“ und „Arbeit“ ein Gleichgewicht herzustellen. Der Gedanke dahinter: Wenn Arbeit eine zu große Rolle in unserem Leben spielt, führt sie zu Stress, macht uns krank und unglücklich.

Obwohl diese Perspektive auf Arbeit zunächst ganz plausibel erscheint, gehen moderne Arbeitskonzepte von grundlegend anderen Annahmen aus. Sie versuchen „Leben“ und „Arbeit“ zu verbinden und betonen nicht mehr länger eine Gegensätzlichkeit dieser beiden Lebenssphären. Hier etabliert sich eine neue Art und Weise, über Arbeit nachzudenken: New Work.

Der Begründer des New-Work-Ansatzes war der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann in den 1980er-Jahren. In Zeiten einer schweren wirtschaftlichen Rezession war die Idee Bergmanns geradezu revolutionär: Arbeit sollte für den Menschen nicht nur eine Aufgabe sein, sondern ein sinnstiftendes Mittel für die persönliche Entwicklung. 

Halten wir also fest: Viele Menschen fühlen sich überarbeitet und gestresst – New-Work-Ansätze können mit ihrer frischen Perspektive Abhilfe schaffen.

In den folgenden Blinks wirst du Konzepte kennenlernen, die dieser Idee folgen. Das Problem ist nicht, wie lange wir arbeiten, sondern wie wir über Arbeit nachdenken und wie wir sie organisieren.

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