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Die größte Chance aller Zeiten

Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen und wie Sie vom größten Vermögenstransfer der Menschheit profitieren

By Marc Friedrich
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Die größte Chance aller Zeiten by Marc Friedrich
Synopsis

In Die größte Chance aller Zeiten (2021) warnt Marc Friedrich, dass wir vor einem absoluten Systemcrash stehen. Unsere Blinks erläutern seine volkswirtschaftliche Begründung dieser These. Außerdem erfährst du, wie du dich finanziell am besten aufstellst, um dein Vermögen über den Crash hinaus zu bewahren.

Key idea 1 of 7

Der Crash ist unvermeidlich

Stell dir vor, du lebst in Neapel. Du hast eine kleine Wohnung mit Meerblick und gehst jeden morgen in dieselbe Bar, um vor der Arbeit deinen Espresso zu trinken. Rate mal, woran du sehr ungern denkst? Richtig, an den riesigen Vulkan direkt neben der Stadt, der jederzeit ausbrechen könnte. Diese Möglichkeit verdrängst du im Alltag – sonst würdest du ja verrückt werden.

Heute leben wir alle in Neapel, und unser Vesuv ist das Wirtschaftssystem. Irgendwie ist es den meisten von uns klar, dass es da unter der Oberfläche brodelt und es nicht mehr lange so weitergehen kann. Die Superreichen werden immer reicher, kein Mensch versteht mehr, was an den Börsen los ist, und gleichzeitig steuern wir mit Vollgas in den Klimakollaps. Es ist alles wahnsinnig kompliziert, am liebsten denken wir gar nicht darüber nach. Das ändert aber nichts daran, dass es bald krachen wird.

Durch die Coronakrise werden die Schwachstellen unseres Wirtschaftssystems noch deutlicher: Große Konzerne wie Lufthansa oder BMW werden mit Milliardenhilfen gerettet, während zahllose Mütter und Väter zwischen Homeschooling und Homeoffice rotieren und Singles in sozialer Isolation verzweifeln. 

Ja, der Crash kommt bald. Aber Corona ist nicht die Ursache, sondern nur der Auslöser. Das System war vorher schon vollkommen marode. Im Prinzip sind wir in den vergangenen Jahren von Krise zu Krise getaumelt: Finanzkrise, Eurokrise, Klimakrise. Auf jede neue Krise haben die Staaten gleich reagiert: Sie haben die Notenbanken angeworfen und jede Menge Geld ausgegeben. Das taten sie, um die Energiewende zu stemmen, um Griechenland aus der Patsche zu helfen – und jetzt eben, um die Lufthansa zu retten.

Die Folge: Es ist immer mehr Geld im Umlauf. Dieses Geld hat aber keine realwirtschaftliche Entsprechung, die Krisen bremsen die Wirtschaft ja aus. Eine Folge davon sind Zombiefirmen: Unternehmen, die ohne staatliche Hilfen oder ständig neue Kredite gar nicht mehr überleben könnten. Sie produzieren Sachen, die keiner braucht, und beschäftigen Menschen in Bullshit-Jobs, die eigentlich zu nichts nütze sind. Gleichzeitig steigen die Staatsschulden in schwindelerregende Höhen an. 

Wir können also festhalten, dass momentan eine hohe Geldmenge mit einer schwachen Realwirtschaft einhergeht. Das ist eine explosive Mischung.

Gehen wir aber erst einmal einen Schritt zurück: Warum kommen wir aus den Krisen überhaupt nicht mehr heraus? Einen Hinweis darauf kann uns ein Blick auf verschiedene Zyklen geben.

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