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Die Glückshypothese

Was uns wirklich glücklich macht. Die Quintessenz aus altem Wissen und moderner Glücksforschung

By Jonathan Haidt
  • Read in 18 minutes
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  • Contains 11 key ideas
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Die Glückshypothese by Jonathan Haidt
Synopsis

Worin besteht eigentlich Glück und wie erreichen wir es? Diese Frage beantwortet Jonathan Haidt statt mit philosophischer Theorie lieber mit Pragmatismus. Die Blinks zu Die Glückshypothese (2009) greifen uns mit den Ergebnissen jahrelanger Forschung im Alltag unter die Arme: Sie erklären, wie wir den eskalierten Streit um den Abwasch beilegen, was wir tun sollten, wenn positives Denken uns mal nicht weiterhilft – und was unser Wohlbefinden eigentlich mit Elefanten zu tun hat.

Key idea 1 of 11

Der menschliche Verstand hat zwei Seiten.

Warum ist es so viel einfacher, einen guten Vorsatz zu fassen, als sich auch daran zu halten? Ganz einfach: weil unser Verstand zweigeteilt ist. Man kann ihn vergleichen mit einem wilden Elefanten, den ein vernünftiger Reiter auf seinem Rücken lenken will. Der Reiter beschließt zwar vielleicht, dass wir ab sofort mehr Sport machen müssen, aber der Elefant trampelt einfach am Fitnessstudio vorbei ins nächste Fastfood-Restaurant.

Die zwei Teile deines Verstandes befinden sich in einer Art Wettstreit, und nicht immer kannst du den einen Teil dazu bringen, das zu tun, was der andere gerne hätte. Ein Beispiel dafür ist dein Herzschlag. Er ist so schnell, wie der innere Elefant rennt, nicht so schnell wie es der vernünftige Reiter gerne möchte.

Diesen Wettstreit der zwei Hälften reflektiert auch die Struktur deines Gehirns: Ältere Teile wie das limbische System kontrollieren ursprüngliche Instinkte wie Hunger oder Sexualität, während neuere Bereiche wie der Neokortex für die Vernunft zuständig sind. Mit diesen neueren Bereichen können wir die älteren unterdrücken und steuern – aber eben nicht immer.

Man sieht dieses Zusammenspiel deutlich an Menschen, die Schäden am Neokortex erleiden – die älteren Teile des Gehirns werden nicht mehr von den neueren kontrolliert, und deswegen haben diese Menschen ihre Triebe nicht mehr im Griff: Wenn sie müde sind, schlafen sie ein, egal wann und wo, und wenn sie Hunger haben, müssen sie sofort essen.

Der vernünftige Reiter benutzt Sprache, um Pläne für die Zukunft zu machen, während für Emotionen und Instinkte der Elefant zuständig ist. In den meisten Fällen lassen wir allerdings den inneren Elefanten entscheiden, wo es lang gehen soll. Er handelt fast automatisch und lässt uns z.B. im Supermarkt zur Tiefkühlpizza statt zum frischen Gemüse greifen.

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